Programme de la conférence
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Kooperative Entwicklung des inklusiven Unterrichts mit Videoclubs
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Conférence
Kooperative Entwicklung des inklusiven Unterrichts mit Videoclubs 1Pädagogische Hochschule St.Gallen, Schweiz; 2Pädagogische Hochschule Luzern, Schweiz; , , In einer inklusiven Schule ist eine gemeinsame Planung, Durchführung und Evaluierung von Unterricht durch Klassenlehrpersonen (KL) und Schulischen Heilpädagog*innen (SHP) erforderlich. Ein Blick in die Schulpraxis und auch Forschungsergebnisse zeigen allerdings, dass gemeinsame Unterrichtsvorbereitung und -reflexionen wenig verbreitet sind (Steppacher et al. 2019; Eckhart, 2010) und zurzeit noch unbefriedigend genutzt werden (Hildebrandt et al., 2017). Vielmehr werden spezifische Aufgaben an die KL oder SHP delegiert. Mit Blick auf die Gestaltung einer inklusiven Schule darf angenommen werden, dass eine gemeinsame Unterrichtsvorbereitung und -reflexion (im Tandem) das Potenzial haben, inklusive Handlungspraktiken weiterzuentwickeln und ein Lernen aller Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen (Steppacher et al., 2019). Aus theoretischer Perspektive gilt die Umsetzung der schulischen Inklusion die ko-konstruktive Kooperation als am sinnvollsten, da dadurch die Expertisen beider Lehrkräfte im inklusiven Unterricht nutzbar werden und die SHP nicht in der Rolle der Hilfslehrkraft oder der Assistenz der KL verweilen (Lütje-Klose & Urban, 2014). Mit dem vorliegenden Projekt werden regelmässige Treffen (Videoclubs) unter Leitung eines Moderators/einer Moderatorin initiiert (van Es et al., 2014). Dabei werden Gruppen von Tandems (KL und SHP) in je vier Videoclubs durch einen Moderator/eine Moderatorin angeleitet, ihren eigenen Unterricht ko-konstruktiv zu reflektieren und ihn so auszurichten, dass alle Lernenden bestmöglich vom Unterricht profitieren. Die Grundthese des Projekts geht somit davon aus, dass eine kooperative, fallbasierte Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Unterrichtsvideos dazu führt, dass KL und SHP ihre jeweiligen Sichtweisen auf den gemeinsamen Unterricht professionalisieren und ihr Augenmerk auf den Abbau von Barrieren und die Nutzung von Ressourcen von Schülerinnen und Schüler mit einer Beeinträchtigung lenken. Aus den Erfahrungen sollen Modelle für eine nachhaltige Entwicklung des inklusiven Unterrichts bzw. einer inklusiven Schule abgeleitet werden. Mit der Durchführung der Videoclubs wird zudem Wissen für die Ausbildung von angehenden SHP sowie für Regellehrpersonen generiert. Dieses Wissen kann dazu dienen, die berufspraktische Ausbildung an den pädagogischen Hochschulen weiter zu professionalisieren, indem die Planung und Reflexion von inklusivem Unterricht im Rahmen der Ausbildung multiperspektivisch angeleitet und durchgeführt werden. Zudem werden Unterrichtsreflexionen zurzeit kaum über Disziplingrenzen bzw. Studiengänge realisiert (Eckhart, 2010). Um einen gemeinsamen Unterricht nachhaltig und lernwirksam zu realisieren wären gemeinsame Formen der Reflexion, wie sie in den Videoclubs umgesetzt werden, erforderlich. Damit ergeben sich auch Modelle für die Ausbildung, wie Kollaboration später in der Praxis verlaufen könnte (Robinson, 2017). Um die Sichtweise von Menschen mit Behinderungen prominent einzubinden, werden zwei Aktivist:innen ergänzend in die Videoclubs und in die Diskussion der Ergebnisse einbezogen. Vorgestellt werden einerseits die Methodik der Videoclubs und deren Vor- und Nachteile in der Lehrpersonenweiterbildung hinsichtlich ko-konstruktiver Unterrichtsgestaltung von KL und SHP. Andererseits werden ebenfalls erste Ergebnisse aus den Videoclubs präsentiert auf Basis der Grundthese, die zum Zeitpunkt des Kongresses vorliegen werden. Literatur: Eckhart, M. (2010). Umgang mit Heterogenität - Notwendigkeit einer mehrdimensionalen Didaktik. In H.-U. Grunder & A. Gut (Eds.), Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Gesellschaft. 2. Chancen und Problemlagen. (pp. 133-150). Schneider Verl. Hohengehren. Hildebrandt, E., Ruess, A., Stommel, S., & Brühlmann, O. (2017). Planung im Teamteaching - Potentiale nutzen. Schweizer Zeitschrift für Bildungswissenschaften, 39(3), 573-591. Lütje-Klose, B., & Urban, M. (2014). Professionelle Kooperation als wesentliche Bedingung inklusiver Schul-und Unterrichtsentwicklung. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, 83(4), 283-294. Robinson, D. (2017). Effective inclusive teacher education for special educational needs and disabilities: Some more thoughts on the way forward. Teaching and Teacher Education, 61, 164-178. https://doi.org/https://doi.org/10.1016/j.tate.2016.09.007 Steppacher, J., Lienhard, P., & Schriber, S. (2019). Zusammenarbeit in der integrativen Schule. Aufgaben der Schulischen Heilpädagogen*innen und Klassenlehrpersonen. https://www.hfh.ch/sites/default/files/old/documents/Dokumente_SHP/HfH_Broschuere_Zusammenarbeit_180x240_korr_telnr_190820_web_nb.pdf van Es, E. A., Tunney, J., Goldsmith, L. T., & Seago, N. (2014). A Framework for the Facilitation of Teachers’ Analysis of Video. Journal of Teacher Education, 65(4), 340-356. | ||