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Beziehungsorientierte Kooperation zwischen Elternhaus und Schule
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Conférence
Beziehungsorientierte Kooperation zwischen Elternhaus und Schule Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich, Schweiz; , , Studien zeigen, dass eine Kooperation zwischen Eltern und Lehrpersonen unterschiedliche Entwicklungsbereiche von Kindern fördert. Positive Effekte wurden sowohl für schulische Leistungen (Smith, Holmes, Romero & Sheridan 2022; Hillmayr et al. 2021) als auch für Lernmotivation und Selbstkonzept (Sacher 2022) sowie für sozial-behaviorale Kompetenzen und die psychische Gesundheit (Sheridan 2019) nachgewiesen. Hillmayr et al. (2021) machen allerdings deutlich, dass die Effektstärke stark von Art, Umfang und Qualität der Kooperation abhängt. Smith et al. (2022) belegen, dass Interventionen die Beziehungsqualität zwischen Eltern und Lehrpersonen signifikant stärken können. Neuenschwander et al. (2005, S. 250) zeigen auf, dass erfolgreiche Kooperation mit einer geringeren Belastung der Fachpersonen einhergehen kann und zudem mit einer positiveren Einstellung der Eltern gegenüber der Schule verbunden ist. Die Kooperation mit Eltern erleichtert den Beziehungsaufbau zum Kind, fördert eine differenzierte Wahrnehmung kindlicher Bedürfnisse sowie die Akzeptanz individueller Verhaltensweisen und unterstützt dadurch die Entwicklung passgenauer pädagogischer Massnahmen. Darüber hinaus kann die Anerkennung des Engagements und der Fachkompetenz der Lehrpersonen durch Eltern als emotionale Ressource wirken: Sie steigert die berufliche Zufriedenheit, stärkt die Motivation und trägt zur Reduktion von Belastung bei (Sodogé & Eckert, 2007, S. 208). In der schulischen Praxis zeigt sich, dass vor allem Elterngespräche, Elternabende und Unterrichtsbesuche verbreitet sind (Villiger, Schuler & Hostettler, 2020). Auch die schulische Kommunikation bleibt meist auf formalisierte Anlässe wie Elterngespräche oder Elternabende beschränkt (Lütje-Klose, 2024). Neben etablierten Angeboten wie Elterngesprächen, Elternabenden oder Unterrichtsbesuchen beschreibt Dusolt (2001), dass sich auch niedrigschwellige, informelle Formate wie thematische Elternabende oder informelle Elterntreffen mit gemeinschaftlichen Aktivitäten herausgebildet haben. Solche Angebote schaffen Raum für persönlichen Austausch, (Dusolt, 2001) - zentrale Voraussetzungen gelingender Kooperation. Im Rahmen einer systematischen Literaturreview wurde folgende Fragestellung untersucht: Welche Faktoren in der Kooperation zwischen Eltern von Kindern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen und Lehrpersonen tragen zur Stärkung der Beziehung bei und lassen sich durch Interventionen verändern? Im Rahmen der Literaturreview konnten 21 Faktoren identifiziert werden, die potenziell beziehungsrelevant sind und im Kontext der untersuchten Interventionen veränderbar erscheinen. Diese Faktoren decken ein breites Spektrum ab und lassen sich sieben thematischen Gruppen zuordnen. Die Auswertung der Studien zeigt, dass insbesondere solche Interventionen beziehungsfördernd wirken, die kooperative Zielverfolgung und Entscheidungsfindung ermöglichen, Kommunikationsprozesse gezielt gestalten, Raum für Empathie und Perspektivenübernahme schaffen sowie das Kooperationsbewusstsein und die -bereitschaft der Lehrpersonen stärken. Auch die Anerkennung elterlicher Kompetenzen sowie eine gleichberechtigte Kooperation zwischen Schule und Elternhaus tragen zur Beziehungsstärkung bei. Im Referat werden die verschiedenen Wirkfaktoren diskutiert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch Aus- und Weiterbildung aber auch im schulischen Alltag die Kooperation zwischen Elternhaus und Schule beziehungsorientiert gestärkt werden kann. Literatur Dusolt, H. (2001). Elternarbeit: Ein Leitfaden für den Vor- und Grundschulbereich. Weinheim: Beltz. Hillmayr, D., Täschner, J., Brockmann, L. & Holzberger, D. (2021). Elternbeteiligung im schulischen Kontext. Potenzial zur Förderung des schulischen Erfolgs von Schülerinnen und Schülern. Münster/New York: Waxmann. DOI: 10.25656/01:22802; 10.31244/9783830993667 Lütje-Klose, B. & Urban, M. (2014). Professionelle Kooperation als wesentliche Bedingung inklusiver Schul- und Unterrichtsentwicklung. Teil 1: Grundlagen und Modelle inklusiver Kooperation. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, 83(2), 111–123. Sacher, W. (2022). Kooperation zwischen Schule und Eltern – Nötig, machbar, erfolgreich! Grundlagen, Forschungsstand und praktische Gestaltung (3., vollständig überarbeitete Aufl.). Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt Sodogé, A. & Eckert, A. (2007). Kooperation mit den Eltern – ein Hindernislauf? Zehn mögliche Kooperationshindernisse und die Suche nach Lösungsansätzen – Spielregeln und ihre Hintergründe verstehen und verändern. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete 3, 195–211. Smith, T. E., Holmes, S. R., Romero, M. E. & Sheridan, S. M. (2022). Evaluating the effects of family–school engagement interventions on parent–teacher relationships: A meta-analysis. School Mental Health: A Multidisciplinary Research and Practice Journal, 14(2), 278–293. https://doi.org/10.1007/s12310-022-09510-9 | ||