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Récapitulatif du jour |
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Co-Teaching und multiprofessionelle Zusammenarbeit als Schlüssel für inklusive Schulentwicklung: Einführung und Adaptation des Rick-Welsh-Modells für Österreich/ Co-Teaching and Multiprofessional Collaboration as Key Drivers of Inclusive School Development: Introduction and Adaptation of the Rick Welsh Model in Austria
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Conférence
Co-Teaching und multiprofessionelle Zusammenarbeit als Schlüssel für inklusive Schulentwicklung: Einführung und Adaptation des Rick-Welsh-Modells für Österreich/ Co-Teaching and Multiprofessional Collaboration as Key Drivers of Inclusive School Development: Introduction and Adaptation of the Rick Welsh Model in Austria 1Pädagogische Hochschule Wien, Österreich; 2Bildungsdirektion Wien, Österreich; 3Sanford, North Carolina, USA; , , Kooperative und multiprofessionelle Zusammenarbeit gilt als zentrale Voraussetzung für gelingende inklusive Bildungsprozesse und nachhaltige Schulentwicklung (European Agency for Special Needs and Inclusive Education, 2022; Urban, 2022; Schürer & Lintorf, 2022). Angesichts steigender Heterogenität in Klassen sowie wachsender Anforderungen an Lehrpersonen rückt insbesondere Co-Teaching als strukturierte Form gemeinsamer Unterrichtsgestaltung in den Fokus (Friend, Cook & Hurley-Chamberlain, 2010). Internationale Studien zeigen, dass Co-Teaching dann wirksam ist, wenn Rollen klar definiert, Unterrichtsprozesse abgestimmt und gemeinsame Reflexionsroutinen etabliert sind (Murawski & Lochner, 2011; Muller et al., 2025). Vor diesem Hintergrund wird im Rahmen des Beitrags das von Rick Welsh entwickelte Programm Co-Teaching Strategies for Inclusive Classrooms vorgestellt. Welsh entwickelte sein Modell aus mehr als 30 Jahren Feldpraxis als Speech-Language Pathologist (SLP) und Inklusionsberater in US-amerikanischen Schulsystemen. Sein Ansatz zielt darauf ab, praxisorientierte, unmittelbar im Unterricht anwendbare Kooperationsstrukturen zu schaffen, die sowohl pädagogische als auch organisatorische Aspekte multiprofessioneller Zusammenarbeit berücksichtigen. Neben einem klar strukturierten Kompetenzmodell für Co-Teaching umfasst Welshs Konzept diagnostische und reflexive Instrumente, darunter ein Tool zur Erfassung der Kooperationskompatibilität von Co-Teaching-Teams (TAC-T) sowie Software zur Unterrichtsbeobachtung (TimerData Plus). Das Referat gibt zunächst einen Überblick über theoretische Grundlagen wirksamer multiprofessioneller Kooperation im schulischen Kontext und stellt evidenzbasierte Bedingungen erfolgreichen Co-Teachings vor (z. B. klare Rollen, gemeinsame Planung, systematische Feedbackstrukturen) (Stampfli et al., 2024; Törmänen & Wicki, 2025). Anschließend wird das Welsh-Modell erläutert und anhand ausgewählter Beispiele aus der Praxis illustriert. Im Zentrum steht die Frage, wie das Konzept in das österreichische Bildungssystem übertragen und adaptiert werden kann, um Schulen bei der Umsetzung inklusiver Unterrichtsmodelle zu unterstützen. Vorgestellt wird der bisherige Entwicklungsprozess der deutschsprachigen Adaption, einschließlich Übersetzung, Kontextualisierung und Abstimmung mit österreichischen Schulstrukturen. Zudem wird der geplante Kooperations- und Erprobungsprozess mit ausgewählten Schulen ab Herbst skizziert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der begleitenden Evaluation sowie der Frage, wie Schulentwicklungsprozesse und Professionalisierung von pädagogischen Fachkräften systematisch unterstützt werden können. Das Referat richtet sich an Lehrpersonen, Heil- und Sonderpädagog:innen, Schulleitungen sowie weitere Fachkräfte der schulischen Inklusion. Neben der Präsentation theoretischer Grundlagen und erster Praxisbezüge erhalten Teilnehmende Einblick in ein innovatives, international erprobtes Co-Teaching-Tool und diskutieren Möglichkeiten der Transferierung in ihre eigene Schulpraxis. Literatur (Auswahl): European Agency for Special Needs and Inclusive Education (2022). Teacher Professional Learning for Inclusion. Muller, P., Hennemann, T., & Leidig, T. (2025). Strukturelle Kooperation in der Zusammenarbeit zwischen Förderschule und Jugendhilfe – eine Konzeptanalyse im Kontext intensivpädagogischer Förderung. https://doi.org/10.35468/6178-14 Murawski, W. W., & Lochner, W. (2011). Observing co-teaching: What to ask for, look for, and listen for. Intervention in School and Clinic, 46(3), 174–183. https://doi.orKag/10.1177/1053451210378165 Schürer, S., & Lintorf, K. (2022). „Also das ist ja ein ganz enger Austausch“ – Multiprofessionelle Kooperation als Qualitätsmerkmal diagnostischen Handelns am Grundschulübergang bei Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. 3(2). https://doi.org/10.21248/qfi.69 Stampfli, B., Jutzi, M., & Windlinger, R. (2024). Entwicklung multiprofessioneller Kooperation in Ganztagesschulen – ein Aushandlungsprozess über die Zeit. https://doi.org/10.3262/pb2302099 Törmänen, M., & Wicki, M. T. (2025). Multiprofessional collaboration in inclusive school. 142–154. https://doi.org/10.35468/6167-10 Urban, M. (2022). Multiprofessionelle Kooperation, sonderpädagogische Beratungs- und Unterstützungssysteme und Professionelle Lerngemeinschaften als Beispiele der inklusionsinduzierten Ausdifferenzierung reflexionsermöglichender Strukturen im Schulsystem. In B. Serke & B. Streese (Hrsg.), Wege der Kooperation im Kontext inklusiver Bildung (S. 33–42). Verlag Julius Klinkhardt. | ||