Veranstaltungsprogramm
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Ausbildung für ein dynamisches Kooperationsverständnis – Einblicke in die Lehre
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Referat
Ausbildung für ein dynamisches Kooperationsverständnis – Einblicke in die Lehre Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie PH FHNW, Schweiz; , , , , , , Wie bilden wir für Kooperation aus? Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Kongressthema aus der Sicht von Lehrenden an einer Professionshochschule. Er zeigt auf: 1. Kooperation ist Querschnittthema, es muss in die Behandlung verschiedener Berufsaufgaben integriert werden. 2. Kooperativität als Merkmal beruflichen Handelns kann auch ohne professionsübergreifende Studienangebote – so wünschenswert diese sind – didaktisch vielfältig vermittelt werden. Damit Studierende der Logopädie, der Sonderpädagogik und des Lehramts sich den Kooperationsauftrag aneignen, genügt es nicht, dem Thema eigene Module zu widmen. Vielmehr sind Kooperativität und Multiprofessionalität Merkmale beruflichen Handelns und müssen überall dort vermittelt werden, wo berufliches Handeln gelehrt und gelernt wird. Kooperation wird also nicht als separate oder sogar zusätzliche Berufsaufgabe aufgefasst, sondern für die verschiedenen Aufgaben (wie Diagnostik, Planung, Lernbegleitung, Beratung, Schulentwicklung und Weiterbildung) thematisiert. Die Bezugsebenen von Zusammenarbeit – Schule, Unterricht, Schüler*innen und Familien (Lütje-Klose et al. 2024) – kommen dabei ebenfalls zum Tragen. Die Bewältigung der jeweiligen «Primäraufgabe» steht jedoch im Zentrum der Auseinandersetzung. So können Fragen nach kontextabhängiger Rollenklärung (Lindacher & Dedering 2018), professionsspezifischen Profilen und situationsangepassten Kooperationsformen (Quante et al. 2022) konkreter behandelt werden. Der Beitrag zeigt Beispiele für ein solches dynamisches Kooperationsverständnis aus der Lehre am Institut Spezielle Pädagogik der Pädagogischen Hochschule FHNW. Kooperationsgerichtetes Handeln ist in allen Beispielen zugleich Gegenstand und didaktische Methode. Kooperation verbleibt zwar im Rahmen eines «inhaltlich-curricularen Gegenstandsbereichs» und wird nicht als «Strukturmerkmal» des Studiums (Köpfer & Lemmer 2020, 91) realisiert. Dennoch wird sie im Studium berufspraktisch vollzogen und nicht bloss thematisiert. Die Beitragenden haben teilweise auch Erfahrung mit studiengangsübergreifenden Wahlmodulen und Lehrtandems und deren betrieblichen und organisatorischen Hürden (Ateras & Ermert 2022, 2023, Hopmann et al. 2019, Baier et al. 2025). In jedem Fall bedarf es der Erarbeitung kooperationsorientierter Selbstverständnisse innerhalb vieler studiengangspezifischer Module. Am Kongress stellen Dozierende in einem kollaborativen Referat Einheiten aus Lehrveranstaltungen verschiedener Studiengänge vor, die Kooperativität als Merkmal beruflicher Aufgabenbewältigung vermitteln. In 7x7 Minuten erhalten Zuhörer*innen Einblicke in folgende Methoden:
Die Didaktisierungen und der Perspektivenwechsel von Kooperation als Aufgabe hin zu Kooperativität als Merkmal beruflichen Handelns stehen anschliessend zur Diskussion. Literatur Ateras, Barbara & Ermert, Claudia (2022). Interdisziplinärer Austausch zum Thema Essen und Trinken. Das Heft, 7, 50. Dies. (2023). Essen & Trinken als kooperatives Handlungsfeld im Frühbereich. Forum BVF 1/23, 28-35. Baier, Florian, Ahmed, Sarina, Fischer, Martina, Schlageter, Maria & Blechschmidt, Anja (2025). Den Umgang mit Multiexpertise im Studium fördern. Befunde und Erfahrungen mit vernetzter Lehre einer Pädagogischen Hochschule und einer Hochschule für Soziale Arbeit. szh, 31 (1), 34-39. Hopmann, Benedikt, Böhm-Kasper, Oliver & Lütje-Klose, Birgit (2019). Multiprofessionelle Kooperation in inklusiven Ganztagsschulen in der universitären Lehre. Entwicklung inklusions- und kooperationsbezogener Einstellungen von angehenden Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften in einem interdisziplinären Masterseminar. HLZ 2 (3), 400-421. Köpfer, Andreas & Lemmer, Kathrin (2020). Die «perfekte» Kooperationssituation. Rekonstruktionen ambivalenter Kooperationsvorstellungen angehender Lehrkräfte im Kontext schulischer Inklusion entlang von Norm und Expertise. HLZ 3 (1), 80-93. Lindacher, Tanja & Dedering, Kathrin (2018). Unterrichtliche Kooperation zwischen Professionellen an inklusiven Schulen. Überblick zum Forschungsstand. DDS 110 (3), 263-274. Lütje-Klose, Birgit, Wild, Elke, Grüter, Sandra, Gorges, Julia, Neumann, Phillip, Papenberg, Antonia & Goldan, Janka (2024). Kooperation in inklusiven Schulen: Ein Praxishandbuch zur Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams und mit Eltern. Bielefeld. Quante, Alina, Urbanek, Claudia, Munser-Kiefer, Meike & Rank, Astrid (2022). Entromantisierung der Kooperation von Lehrkräften in inklusiven Settings – eine kritische Bestandsaufnahme von Voraussetzungen und Spannungsfeldern. k:ON 5 (1), 150-165. | ||