Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Zusammenarbeit zwischen Lehrer:innen und Eltern, bei Kindern mit Autismus
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Referat
Zusammenarbeit zwischen Lehrer:innen und Eltern, bei Kindern mit Autismus www.beratung-erdin.ch, Schweiz; In diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, dass für eine positive Zusammenarbeit zwischen Lehrer:innen und Eltern mit Kindern mit Autismus folgende Faktoren notwendig sind:
An einem Fallbeispiel soll aufgezeigt werden, dass beide Thesen zur Zusammenarbeit in der Praxis noch nicht ausreichend verstanden und umgesetzt werden. Außerdem soll konkret aufgezeigt werden, wo die Schwierigkeiten jeweils lagen. Zusammenfassung und Ausblick In diesem Beitrag geht es nicht darum einzelnen Personen Vorwürfe zu machen. Vielmehr soll aufgezeigt werden, wo das soziale System um das Kind herum blinde Flecken hat, bzw. in alte Verhaltensmuster zurückfällt, die man schon länger als unzureichend erkannt hat. Diese blinden Flecken müssen von den Fachpersonen und den übergeordneten Stellen gesehen werden, weil sie das System umsetzen. Systeme reproduzieren sich immer durch die Menschen im System. Dass sie ein Verhaltensmuster eines überholten Systems reproduzieren, ist ihnen häufig nicht bewusst. Gerade in Stresssituationen besteht immer die Gefahr in alte Verhaltensmuster zurückzufallen, da diese vermeintliche Sicherheit bieten. Im Fallbeispiel haben sich alle Personen engagiert und bemüht. Zwei Schulen sind gescheitert und das Kind konnte über mehrere Jahre nicht beschult werden, obwohl seine Intelligenz altersgemäss entwickelt ist. Es war nicht erfasst worden, dass Kinder mit Autismus ausreichend Ko-Regulation (vgl. Thielen, 2010) benötigen, da die emotionale Entwicklung weit hinter der kognitiven Entwicklung zurückliegt (vgl. dazu Sappok und Zepperitz, 2019 und Došen, 2010). Es wurde nicht erfasst, dass durch Verhaltenstraining und dem Einfordern einer emotionalen Selbstregulation, zu dem ein Schulkind, das emotional altersgemäss entwickelt ist, imstande ist, den Druck auf das Kind erhöht und die Last der Ko-Regulation einseitig auf das Familiensystem verschoben wurde. Es gibt auch positive, Beispiele, indem Kinder mit ASS erfolgreich in die Schule integriert werden. Dabei wird die Last der Ko-Regulation nicht einseitig an die Eltern abgeschoben, wenn sich eine Krise abzeichnet. Der/die Autismus Experte/in spricht mit dem Kind, den Eltern, der Lehrperson und der Schulleitung und gemeinsam wird eruiert, wo Grenzziehungen wichtig sind und wie sie durchgesetzt werden. Immer mit dem Hintergrundswissen, dass Kinder in einem frühen emotionalen Alter anders lernen als Kinder mit einer grösseren emotionalen Reife. Literatur Došen, A. (2010). Psychische Störungen, Verhaltensprobleme und intellektuelle Behinderung. Ein integrativer Ansatz für Kinder und Erwachsene. Göttingen: Hogrefe. Simmen, R., Buss, G., Hassler, A. und Immoos, S. (2003). Systemorientierte Sozialpädagogik. Bern: Paul Haupt. Speck, Otto (2008). System Heilpädagogik. Eine ökologisch reflexive Grundlegung. München, Basel: Ernst Reinhardt Verlag. Sappok, T. und Zepperitz, S. (2019). Das Alter der Gefühle. Über die Bedeutung der emotionalen Entwicklung bei geistiger Behinderung. Hogrefe. Thielen, M. (2010). Säuglingsforschung ̶ Selbstregulation ̶ Körperpsychotherapie. In: Thielen, M. Körper ̶ Gefühl ̶ Denken. Gießen: Psychosozial ̶ Verlag. | ||