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Zur Relation von professioneller Kooperation und inklusivem Unterricht in der Primarschule
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Conférence
Zur Relation von professioneller Kooperation und inklusivem Unterricht in der Primarschule Pädagogische Hochschule FHNW, Schweiz; Für den inklusiven Unterricht kann die professionelle Kooperation, insbesondere die der Klassen- oder Fachlehrpersonen mit den Schulischen Heilpädagog*innen, als zentrale Bedingung betrachtet werden (Lütje-Klose/Urban 2014, S. 113). Entsprechend dieses Bedingungsverhältnisses wird seit den ersten Schulversuchen integrativen Unterrichts die Zusammenarbeit der am Unterricht beteiligten Professionellen empirisch erforscht (so z.B. Haeberlin et al. 1992), lange bevor sich professionelle Kooperation im schulischen Kontext als Gegenstandsbereich der Schulforschung, etwa durch die Arbeiten zu "professionellen Lerngemeinschaften" (Bonsen/Rolff 2006), etabliert hat. Das Referat legt den Fokus auf dieses Bedingungsverhältnis professioneller Kooperation und inklusivem Unterricht, dies auf der Grundlage von Gruppendiskussionen (Bohnsack 2014), die im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Projekts "Primarschulen im Spannungsfeld von Inklusion und Bildungsstandards" (Wagner-Willi/Zahnd 2020) mit Klassenteams der Primarstufe erhoben und mit der Dokumentarischen Methode (Bohnsack 2014) analysiert wurden. Die Studie ging der Frage nach, wie Lehrpersonen mit den heterogenen Lernausgangslagen der Schüler*innen umgehen. Die Analysen verweisen auf handlungsstrukturelle Unterschiede zwischen den Professionellen in Bezug auf die Zuständigkeit für Schüler*innen, die entlang der Erfüllung normativer Leistungserwartungen differenziert werden, und die Unterrichtsplanung sowie die Differenzierung des Lernarrangements. Damit geht eine parallelisierte unterrichtliche Organisationsstruktur resp. eine parallelisierte Kooperationsstruktur einher, wenngleich spezifische Sequenzen des Unterrichts für den gemeinsamen Unterricht vorbehalten bleiben. Die Praxisstrukturen der Unterrichtsorganisation und der professionellen Kooperation haben wiederum Folgen für die davon betroffenen Schüler*innen und ihre Lernentwicklung. Im Referat werden entsprechende Analyseergebnisse entlang von Transkriptauszügen aus zwei Fällen vergleichend präsentiert, mit weiteren Ergebnissen der genannten Studie differenziert und mit Blick auf die Relation von professioneller Kooperation und inklusivem Unterricht diskutiert. Literatur: Bohnsack, Ralf (2014): Rekonstruktive Sozialforschung. Einführung in qualitative Methoden. Opladen/Farmington Hills: Barbara Budrich. Bonsen, Martin/Rolff, Hans-Günther (2006): Professionelle Lerngemeinschaften von Lehrerinnen und Lehrern. Zeitschrift für Pädagogik, 52 (2), S. 167-184 Haeberlin, Urs/Jenny-Fuchs, Elisabeth/Moser-Opitz Elisabeth (1992): Zusammenarbeit. Wie Lehrpersonen Kooperation zwischen Regel- und Sonderpädagogik in integrativen Kindergärten und Schulklassen erfahren. Bern, Stuttgart: Haupt, S. 24-31 Lütje-Klose, Birgit/Urban, Melanie (2014): Professionelle Kooperation als wesentliche Bedingung inklusiver Schul- und Unterrichtsentwicklung. Teil 1: Grundlagen und Modelle inklusiver Kooperation. In: VHN 83(2). S. 112–123. Wagner-Willi, Monika/Zahnd, Raphael (2020): Primarschulen im Spannungsfeld von Inklusion und Bildungsstandards – Rekonstruktiver Fallvergleich und partizipative Entwicklung inklusiven Unterrichts. https://data.snf.ch/grants/grant/188805 Zugegriffen: 08.10.2025. | ||