Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Herzstück Familie – Kooperation mit Eltern in HFE und Schule
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Workshop
Herzstück Familie – Kooperation mit Eltern in HFE und Schule Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Zürich; , Eine Schule für alle – schliesst das auch die Eltern mit ein? Aus systemischer Perspektive sind Eltern ein entscheidendes Puzzleteil in sämtlichen Bildungsprozessen. Wenn es um die Inklusion und Bildung von Kindern mit Behinderungen oder Entwicklungsauffälligkeiten in der Schule geht, ist es unerlässlich, Eltern in ihrer besonderen Expertenrolle einzubeziehen. Die Partizipation des Kindes in der Familie steht in Wechselwirkung mit der Partizipation der Familie in der Gesellschaft – und letztlich auch mit den Partizipationsbestrebungen einer Schule für alle. In der Heilpädagogischen Früherziehung bildet die Orientierung am Familiensystem, die Kooperation mit Eltern und weiteren Bezugspersonen sowie die Stärkung und Aktivierung familiärer Ressourcen das Herzstück der Unterstützung. Eltern erleben eine enge Begleitung und aktiven Einbezug in Unterstützungsmassnahmen. Staiger-Iffländer (2024) hat in ihrer Untersuchung herausgearbeitet, wie zentral die Stärkung elterlicher Kompetenzen für die Wirkung der heilpädagogischen Unterstützung ist. Sie stellt auch fest, dass Eltern beim Übertritt in den Kindergarten einen Bruch im elterlichen Einbezug erleben: «Vor allem für die Eltern entsteht eine Lücke in Bezug auf die Beratung und Begleitung. Die Eltern skizzierten in den Interviews Ideen für einen schrittweisen Übergang, die in der Praxis durchaus praktikabel wären. Diese würden einem begleiteten Übergang im Sinne eines fadings entsprechen und damit einer Kompetenzstärkung der Eltern sehr entgegenkommen.» (Staiger-Iffländer, 2024, S. 264) Der Übergangsprozess von der HFE ins Schulsystem beinhaltet viele Herausforderungen. Kooperation mit Eltern findet im Schulkontext nicht im gleichen Masse statt wie im Rahmen der HFE, weil sich die Kontextbedingungen und Formen der Zusammenarbeit grundlegend verändern. Die Frage ist, wie dieser Übergang gestaltet werden kann, um Eltern ein durchgängiges Unterstützungserleben und eine schrittweise Anpassung an das veränderte Setting zu ermöglichen. Ausserdem lohnt es sich, genauer zu betrachten, auf welche Weise elterliche Kompetenzen im Schulkontext genutzt und gestärkt werden können. Wir – zwei Dozierende der Hochschule für Heilpädagogik und zwei Elternteile – möchten diesen Übergang gemeinsam reflektieren. In unserem Workshop laden wir dazu ein, in die Perspektive der Eltern einzutauchen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam lösungsorientierte Ideen zu entwickeln: Welche Unterstützung wünschen Eltern sich beim Eintritt ins Schulsystem? Wie werden bestehende Angebote zur Kooperation von Eltern erlebt und wahrgenommen? Wie könnte die Partizipation der Eltern auch in der Schule systematisch gefördert werden? Was kann die HFE dazu beitragen und welchen Mehrwert hätte dies für die Umsetzung einer Schule für alle? Ziel ist es, praxisnahe Ideen zu sammeln, wie und unter welchen Bedingungen die Expertise von Eltern für die Gestaltung inklusiver Bildungsprozesse genutzt werden kann – über die HFE hinaus und hinein in den schulischen Kontext. Literatur: Retzlaff, R. (2019). Familien-Stärken. Behinderung, Resilienz und systemische Therapie (3. Aufl.). Stuttgart: Klett-Cotta. Staiger-Iffländer, R. (2024). Eltern in ihren Kompetenzen stärken. Wie Heilpädagogische Früherziehung nachhaltig wirken kann. Sonderpädagogische Forschung in der Schweiz. Band 5, Bern: Edition SZH. | ||