Veranstaltungsprogramm
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Orientierungsrahmen Digitale Teilhabe: Wege zu einer inklusiven Berufsbildung
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Workshop
Orientierungsrahmen Digitale Teilhabe: Wege zu einer inklusiven Berufsbildung 1Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Schweiz; 2ETH Zürich, Schweiz; , Der Workshop basiert auf der nationalen Studie e-Inclusion: Digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, die von der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 77 «Digitale Transformation» (SNF) durchgeführt wurde. Ziel der Studie war es, Chancen und Risiken der Digitalisierung im Hinblick auf die Teilhabe von Lernenden mit Behinderungen im Berufsbildungssystem zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Technologien grosse Potenziale für Inklusion bieten – in der Praxis jedoch häufig neue Barrieren entstehen. Bildungsorganisationen verfügen oft über keine kohärente Strategie, um digitale Teilhabe sicherzustellen. Fehlende Ressourcen, unklare Zuständigkeiten und unzureichende Kompetenzen führen dazu, dass Massnahmen punktuell bleiben. Zugleich wurden förderliche Faktoren identifiziert: barrierefreie Lernplattformen, unterstützende Haltungen, rechtliche Orientierung, institutionelle Sensibilisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Auf Grundlage der Forschungsergebnisse wurden Empfehlungen formuliert, aus denen der Orientierungsrahmen Digitale Teilhabe hervorgegangen ist. Er richtet sich an Bildungsorganisationen der Berufsbildung und bietet ein praxisnahes Instrument, um digitale Inklusion systematisch zu fördern. Der Orientierungsrahmen zeigt auf, wie Leitung, Lehrpersonen und Mitarbeitende, Lernende, ICT-Verantwortliche und Kommunikationsstellen gemeinsam dazu beitragen können, digitale Barrieren abzubauen. Ebenso berücksichtigt er strukturelle und rechtliche Rahmenbedingungen, Fragen der Qualitätssicherung und Ressourcenausstattung sowie die Bedeutung von Kooperation und Vernetzung. Diese Themenfelder bilden zusammen einen Orientierungsrahmen, der Bildungsorganisationen darin unterstützt, digitale Teilhabe als Querschnittsaufgabe zu verankern. Der Rahmen ist bewusst offen gestaltet, sodass er in unterschiedlichen institutionellen Kontexten – von Berufsschulen bis zu Fachhochschulen – angewendet werden kann. Im Workshop werden Entstehung und Aufbau des Orientierungsrahmens vorgestellt und zentrale empirische Grundlagen erläutert. Anschliessend wird gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet, wie sich die im Orientierungsrahmen beschriebenen Handlungsfelder in den jeweiligen Praxisfeldern der Berufsbildung umsetzen lassen. Leitfragen sind unter anderem:
Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden mit den empirischen Grundlagen des Orientierungsrahmens vertraut zu machen und gemeinsam Ideen für seine Implementierung in den verschiedenen Praxisfeldern der Berufsbildung zu entwickeln. Der Workshop bietet Raum für Austausch, Reflexion und Vernetzung zwischen Forschung und Praxis und trägt dazu bei, digitale Inklusion als Bestandteil professionellen Handelns in der Berufsbildung zu verankern. Der Orientierungsrahmen ist ab November 2025 auf www.inclusion-digital.ch abrufbar. | ||