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Qualifizierung von Fachpersonen zur Entwicklung inklusiven Unterrichts an Volksschulen durch die Mitglieder der inklusiven Forschungsgruppe Kreativwerkstatt
Zeit:
Mittwoch, 02.09.2026:
13:30 - 14:30
Ort:6.4D55
Gebäude 6, Stockwerk 4
Präsentationen
Workshop
Qualifizierung von Fachpersonen zur Entwicklung inklusiven Unterrichts an Volksschulen durch die Mitglieder der inklusiven Forschungsgruppe Kreativwerkstatt
Arbnora Aliu2, Irina Bühler2, D/Boris Egger1, Erich Otto Graf3, Lara Sara Haas2, Marcel Höller1, Gabrielle Lièvre1, Peter Ramisberger1, Ronald Saladin1, Simon Schiegg1
Die inklusive Forschungsgruppe Kreativwerkstatt ist seit 2018 in der Ausbildung von pädagogischen Fachpersonen an verschiedenen Hochschulen und Universitäten im In- und Ausland aktiv. Inklusion bedeutet ein demokratisches Zusammenleben, das Aufgeben von Normalitätsverständnissen und das Erlernen des Umgangs mit Vielfalt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, durch die schweizerische Verfassung und die Ratifizierung der UN-BRK und des BehiG gegeben, verlangen zwingend die Entwicklung einer inklusiven Schule. In diesem Sinne muss nicht nur Schule neu gedacht werden, sondern auch die Ausbildung der pädagogischen Fachpersonen, welche zukünftig an diesen Schulen unterrichten.
Inklusion bedeutet ein zweiseitiger Lernprozess, in welchem sich Menschen mit und ohne sogenannte Behinderungen verändern; sie lernen miteinander und voneinander. Das ist praktisch nur möglich, wenn in der Lehre an den jeweiligen Ausbildungsstätten Personal mit und ohne sogenannte Behinderungen unterrichtet. Damit Zusammenleben, wie beispielsweise in der Schule, möglich ist, müssen wir von- und miteinander lernen und uns gemeinsam weiterentwickeln. Die Teilnahme der Mitglieder der Forschungsgruppe an Lehre ermöglicht im praktischen Unterricht an der Hochschule das Ansprechen von und den Umgang mit Barrieren, Herausforderungen und Behinderungssituationen. Studierende erleben in der Lehrveranstaltung Personen mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen. Unsere bisherigen Erfahrungen im Hochschulunterricht zeigen, dass der Unterricht an Vielfalt gewinnt und anspruchsvoller wird, weil nun eine grössere gruppale Heterogenität bearbeitet werden muss. Das hat zur Folge, dass alles, was an Themen in der Gruppe auftaucht, auch in die Lehrveranstaltung gehört. Die Didaktik des Hochschulunterrichts hat sich durch den Einbezug von Menschen in Behinderungssituationen verändert. Er hat sich zu einer zunehmend dialogischen Form entwickelt. Die Auswirkungen dieser Veränderungen zeigen, dass der reine Wissenserwerb ausserhalb der Präsenzzeiten des Unterrichts durch die Studierenden einzeln oder in Gruppen erfolgt, während die Präsenzzeit dem gegenseitigen Austausch gewidmet ist. Der Unterricht wird dadurch grundsätzlich offener.
Mit den Workshopteilnehmenden möchten wir uns über Möglichkeiten, verschiedene Zugänge und Erfahrungen in der Qualifizierung von Fachpersonen zur Entwicklung inklusiven Unterrichts austauschen.