Veranstaltungsprogramm
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Gemeinsam gestalten: Einblicke in den Educational Design Research-Prozess zur Förderung von Wohlbefinden, sozialer Integration und überfachlichen Kompetenzen im Projekt Schul-Connect
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Workshop
Gemeinsam gestalten: Einblicke in den Educational Design Research-Prozess zur Förderung von Wohlbefinden, sozialer Integration und überfachlichen Kompetenzen im Projekt Schul-Connect 1Pädagogische Universität Bern, Schweiz; 2Pädagogische Hochschule Zug; 3Ludwig-Maximilians-Universität München; , Das Wohlbefinden von Schüler:innen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken, eine Entwicklung, die mit schulischen Kompetenzen und sozialen Beziehungen verknüpft ist (Saxer et al., 2024; 2025). Besonders für integrierte Schüler:innen mit Behinderung besteht ein erhöhtes Risiko für sozialen Ausschluss in der Klasse (Wüthrich et al., 2022). Dies gefährdet nicht nur das individuelle Wohlbefinden, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt (Grütter et al., 2018; Hascher, 2017). Diese Relevanz des Wohlbefindens von Schüler:innen spiegelt sich zunehmend in nationalen Bildungsstrategien wider. Im Lehrplan 21 werden dazu neben fachlichen auch überfachliche Kompetenzen (personale, soziale und methodische) als zentrale Bildungsziele definiert. Trotz ihrer Bedeutung werden diese jedoch kaum systematisch erfasst oder gezielt gefördert (Venetz et al., 2019). Dadurch bleiben wichtige Entwicklungsbedarfe oft unerkannt, obwohl präventive Massnahmen nachweislich wirksam wären (Wüthrich et al., 2025). Das bi-nationale Forschungsprojekt Schul-Connect (Pädagogische Hochschule Bern; Ludwig-Maximilians-Universität München) setzt hier an. Ziel ist es, zusammen mit Lehrpersonen und Fachleuten aus der Schulpsychologie und sozialen Arbeit ein digitales Toolkit zu entwickeln, das Lehrpersonen und Schulen dabei unterstützt, Aspekte des Wohlbefindens, der sozialen Integration und überfachlicher Kompetenzen der Schüler:innen zu erfassen und zu fördern. Die Schüler:innen selbst werden dabei in den Entwicklungsprozess miteinbezogen. Obwohl bereits einzelne digitale Tools existieren, fehlen bislang integrierte, empirisch fundierte und praxisorientierte Lösungen. Schul-Connect verfolgt den Ansatz des Educational Design Research. Ausgehend von wissenschaftlichen und praxisrelevanten Problemstellungen werden in einem iterativen, partizipativen Prozess praxisnahe Lösungen entwickelt, um Schüler:innen kindgerecht zu befragen, Ergebnisse Lehrpersonen und Schulen zugänglich zu machen und diese für die gezielte Förderung zu nutzen. Dieser Ansatz verfolgt ein doppeltes Ziel: die Entwicklung praktischer Lösungen für komplexe Bildungsprobleme sowie die Generierung wissenschaftlichen Wissens über diese Lösungen und deren Entwicklungsprozess. Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in das Projekt Schul-Connect, den theoretischen Grundlagen und den Entwicklungsprozess des digitalen Tools. Im zweiten Teil erleben die Teilnehmenden den Educational Design Research-Prozess unmittelbar: Sie probieren das Tool aus, bearbeiten eine aktuelle Entwicklungsherausforderung und reflektieren den kollaborativen Gestaltungsprozess. Damit durchlaufen sie selbst einen Zyklus des Educational Design Research-Prozesses. Der Workshop bietet damit einen partizipativen Einblick in ein laufendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das aktuelle Fragen zu Wohlbefinden, Zugehörigkeit und überfachlichen Kompetenzen aufgreift. Grütter, J., Gasser, L., Zuffianò, A., & Meyer, B. (2018). Promoting Inclusion Via Cross-Group Friendship: The The Mediating Role of Change in Trust and Sympathy. Child Development, 89(4), e414–e430. https://doi.org/10.1111/cdev.12883 Hascher, T. (2017). Die Bedeutung von Wohlbefinden und Sozialklima für Inklusion. In B. Lütje-Klose, S. Miller, S. Schwab, & B. Streese (Hrsg.), Inklusion: Profile für die Schul- und Unterrichtsentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Theoretische Grundlagen—Empirische Befunde—Praxisbeispiele (S. 69–79). Waxmann. Saxer, K., Schnell, J., Mori, J., & Hascher, T. (2024). The role of teacher–student relationships and student–student relationships for secondary school students’ well-being in Switzerland. International Journal of Educational Research Open, 6, 100318. https://doi.org/10.1016/j.ijedro.2023.100318 Saxer, K., Tuominen, H., Schnell, J., Mori, J., & Niemivirta, M. (2025). Lower Secondary Students’ Well-Being Profiles: Stability, Transitions, and Connections with Teacher–Student, and Student–Student Relationships. Child & Youth Care Forum. https://doi.org/10.1007/s10566-025-09886-0 Venetz, M., Zurbriggen, C. L. A., & Schwab, S. (2019). What Do Teachers Think About Their Students’ Inclusion? Consistency of Students’ Self-Reports and Teacher Ratings. Frontiers in Psychology, 10. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2019.01637 Wüthrich, S., Sahli Lozano, C., Torchetti, L., & Lüthi, M. (2022). Zusammenhänge des peerbezogenen Klassenklimas und der sozialen Partizipation von Schüler*innen mit kognitiven und sozial-emotionalen Beeinträchtigungen. Empirische Sonderpädagogik, 14(2), 123–138. https://doi.org/10.25656/01:25767 Wüthrich, S., Sahli Lozano, C. & Wicki, M. (2025). Promoting inclusion of peers with special educational needs: effects of a curriculum-based diversity awareness program. Z f Bildungsforsch 15, 349–374. https://doi.org/10.1007/s35834-024-00466-1 | ||