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Stress und Wohlbefinden von Schulteams im Kontext schulischer Integration: Stolpersteine und Gelingensbedingungen
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Workshop
Stress und Wohlbefinden von Schulteams im Kontext schulischer Integration: Stolpersteine und Gelingensbedingungen Pädagogische Hochschule Bern, Schweiz; , Hintergrund Die zunehmende schulische Integration bringt neue Anforderungen und Herausforderungen für Lehrpersonen und Schulteams mit sich. In den Medien wird sie häufig mit Stress, Burnout und Lehrpersonenmangel in Verbindung gebracht. Dennoch gibt es bislang kaum empirische Studien, die systematisch untersuchen, wie unterschiedliche Integrationsanforderungen mit Belastung und Wohlbefinden von Lehrpersonen zusammenhängen. Insbesondere fehlen Erkenntnisse zu stressreduzierenden und gesundheitsfördernden Faktoren, die über subjektive Einschätzungen hinausgehen und auch schulische Rahmenbedingungen berücksichtigen. Die laufende Studie «Stress und Wohlbefinden von Schulteams im Kontext schulischer Integration» (SWING) untersucht entlang des Job Demands-Resources Modells (Schaufeli & Taris, 2014), inwieweit objektive Integrationsanforderungen (z. B. Anzahl Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf) mit dem subjektiven Belastungserleben assoziiert sind, wie Personen- und Schulebene diese Prozesse moderieren und welche Faktoren zu mehr Wohlbefinden bei Lehrpersonen, Schüler:innen und Erziehungsberechtigten beitragen. Zudem sollen Prozesse „gesunder“ integrativer Schulen identifiziert werden, um praxisrelevante Implikationen abzuleiten. Im Zentrum des Workshops steht eine der Kernfragen von SWING: Wie gelingt es Schulen selbst mit hohen integrativen Anforderungen erfolgreich umzugehen? Was zeichnet solche Schulen aus und welche Ressourcen sind ausschlaggebend? Hierzu sollen erste Ergebnisse aus der SWING-Studie vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert werden.
SWING basiert auf einer repräsentativen Stichprobe von 208 Primarschulen aus der Deutschschweiz und besteht aus drei Teilstudien. Teilstudie A – Quantitative Befragung der Schulteams: Im Frühjahr 2025 wurden an den 208 Schulen die gesamten Schulteams (Schulleitung sowie alle Lehr- und Fachpersonen) zu Anforderungen und Ressourcen im Zusammenhang mit schulischer Integration, Stress- und Wohlbefinden, sowie weiterführenden Outcomes befragt. Dabei wurden objektive von subjektiven Anforderungen und Ressourcen unterschieden sowie individuelle Lehrpersonenmerkmale und in mehrebenenanalytischer Hinsicht insbesondere Faktoren auf Schulebene berücksichtigt. Teilstudie B – Befragung von Schüler:innen und deren Erziehungsberechtigten: Ebenfalls im Frühjahr 2025 wurden in einer Teilerhebung von 205 randomisiert ausgewählten Schulklassen Aspekte des Wohlbefindens der Schüler:innen und der Zufriedenheit der Erziehungsberechtigen erhoben. Teilstudie C – Qualitative Befragung der Schulteams: Anhand der Analysen aus Teil A werden zudem 20 Schulen mit unterschiedlichen Profilen in Bezug auf Integrationsanforderungen und Stress ausgewählt. Die qualitative Teilstudie wird im Frühjahr 2026 stattfinden und widmet sich vertiefend der Frage nach den Gelingensbedingungen und stressreduzierenden Faktoren erfolgreicher integrativer Schulen. Hierzu werden problemzentrierte Interviews zu verschiedenen Dimensionen integrativer Schulentwicklung (Schulleitungen) und offene schriftliche Befragungen zu integrationsfördernden und stressreduzierenden Faktoren (Lehr- und Fachpersonen) durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Erste Ergebnisse An der Teilstudie A nahmen insgesamt 197 Schulleitungen sowie 4’117 Lehr- und Fachpersonen teil. Erste Analysen zeigen, dass deutliche Unterschiede zwischen den Schulen existieren, und zwar nicht nur bei den integrativen Anforderungen und Ressourcen, sondern auch bei den kollektiven Haltungen zur schulischen Integration, der kollektiven Selbstwirksamkeit und in Bezug auf das Stresserleben und Wohlbefinden der Schulteams. Anhand dieser Merkmale lassen sich verschiedene Schulprofile identifizieren, die unterschiedlich mit integrationsspezifischen Anforderungen und Ressourcen umgehen, und die sich entsprechend für die kontrastierenden, vertiefenden qualitativen Befragungen einzelner Schulteams eignen. Bis zum Workshop werden die Interviews und schriftlichen Befragungen zu integrationsfördernden und stressreduzierenden Faktoren vorliegen, so dass neben den quantitativen Analysen zu Faktoren, die auf der Schulebene mit unterschiedlichen Profilen zusammenhängen, auch erste inhaltliche Schwerpunkte aus der qualitativen Analyse vorgestellt werden können. Ziele des Workshops Zweitens wollen wir die Expertise der Teilnehmenden einbeziehen und gemeinsam erarbeiten, welche Implikationen sich für die Schulpraxis und schulische Integration ergeben. In moderierten Diskussionen sollen Herausforderungen und Gelingensbedingungen aus Forschung und Praxis miteinander in Beziehung gesetzt werden, um Perspektiven für eine nachhaltige, gesundheitsfördernde Schulentwicklung aufzuzeigen. | ||