Veranstaltungsprogramm
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Peer Pilots – Partizipatives Teamteaching mit Selbstvertretenden an der Agogis
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Workshop
Peer Pilots – Partizipatives Teamteaching mit Selbstvertretenden an der Agogis Agogis, Schweiz; , , , Ausgangslage Seit 2020 werden Menschen mit eigenem Erfahrungswissen – sogenannte Selbstvertretende – im Rahmen des Angebots Peer Pilots stärker in den Unterricht der Agogis eingebunden. Bereits zuvor gab es regelmässig kürzere Unterrichtseinsätze von Selbstvertretenden, bei denen Studierende die Möglichkeit hatten, Personen mit persönlich-biographischen Erfahrungen aus sozialpädagogischen Lebens- und Arbeitsfeldern direkt zu befragen. Mit den Peer Pilots wurde dieses Engagement ausgebaut: Ziel ist es, Selbstvertretenden eine aktive Rolle in der Mitgestaltung des Unterrichts zu geben. Dafür wurde ein Konzept für ein partizipatives Teamteaching entwickelt (Gutmann/ Wyer 2019). Selbstvertretende wirken dabei nicht nur punktuell mit, sondern gestalten ganze Unterrichtstage mit und sind dafür im Beauftragtenstatus angestellt. In einer Pilotphase (2020–2021) wurde das Konzept erprobt, weiterentwickelt und evaluiert (Gutmann/Wyer 2021). Aufgrund der positiven Erfahrungen und Rückmeldungen wurde das Projekt 2022 als festes Angebot an der Agogis etabliert. Heute sind sieben Peer Pilots im Einsatz. Seit Sommer 2023 werden sie nicht nur von den Initiatorinnen des Konzepts, sondern auch von weiteren Dozierenden für Teamteaching angefragt – ein deutliches Zeichen, dass die gemeinsame Arbeit zielführend ist und gelebte Inklusion an der Agogis zunehmend selbstverständlich wird. Die sieben Peer Pilots bringen sehr unterschiedliche persönliche Hintergründe mit, die sie in Verbindung zu sozialpädagogischen Angeboten setzen. Dazu gehören:
Damit sind die Peer Pilots heute ein etabliertes Angebot und ein gelebtes Beispiel für die konkrete Umsetzung von Inklusion und Partizipation im Bildungsalltag. Seit 2024 werden die Peer Pilots durch eine Co-Leitung organisiert und weiterentwickelt. Diese besteht aus Nikolaus Beyersdorf, Renate Gutmann, Noémie Walser und Bettina Wyer. Nikolaus Beyersdorf und Noémie Walser haben selbst Erfahrungen als Peer Pilots eingebracht, mit den Schwerpunkten Inklusion bei körperlicher Beeinträchtigung bzw. Recovery und Psychiatrieerfahrung. Das Co-Leitungsteam ist zugleich das Autor:innenteam für den eingereichten Workshop. Bezug zum Kongressthema Die vier für den Kongress übergeordneten Kernthemen – politische Zusammenarbeit, Qualifizierung von Fachkräften, schulische Praxis sowie Partizipation von Schüler:innen und Eltern – werden im Rahmen der Peer Pilots auf einer übergeordneten Ebene aufgegriffen. Das Konzept zeigt exemplarisch, wie Inklusion innerhalb einer Bildungsinstitution konkret gelebt werden kann:
Die Peer Pilots tragen damit auf verschiedenen Ebenen zu den übergeordneten Zielen des Kongresses bei – als praktisches Beispiel für die Verbindung von Qualifizierung, Partizipation und gelebter Inklusion. Inhalt und Aufbau des Workshops Der Workshop vermittelt Einblicke in das Konzept der Peer Pilots, zeigt Unterrichtsbeispiele und bietet Raum für Austausch und Diskussion.
Diskussion mit den Teilnehmenden (20 min) Literatur
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