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Mehr als Teamteaching: Diversitätssensibler Gemeinsamer Unterricht als Motor einer Schule für alle
Zeit:
Mittwoch, 02.09.2026:
15:00 - 16:00
Ort:6.4A53
Gebäude 6, Stockwerk 4
Präsentationen
Workshop
Mehr als Teamteaching: Diversitätssensibler Gemeinsamer Unterricht als Motor einer Schule für alle
Fabienne Hubmann, Robert Langnickel, Kim Studer-Lendezcky, Patricia Oegerli, Alafia Zavery, Sabine Tanner Merlo
PH Luzern, Schweiz; , , , , ,
Einleitung – Gegenstand des Beitrags: Der Workshop operationalisiert das PH-Luzern-Kernkonzept «Diversitätssensibler Gemeinsamer Unterricht» des Masterstudienganges Schulische Heilpädagogik für die konkrete Unterrichtsplanung in heterogenen Klassen. Im Zentrum steht Zusammenarbeit im SHP–KLP-Tandem (und mit weiteren Fachpersonen) als Motor inklusiver Lernsituationen: kooperativ geplant (Co-Planning), koordiniert umgesetzt (Co-Teaching) und gemeinsam reflektiert (Co-Reflection). Ziel ist, Partizipation aller Lernenden systematisch abzusichern, indem adaptive Didaktik, kurze diagnostische Routinen und klare Kooperationsformen eng geführt zusammenwirken. Das Konzept wird als handhabbare Planungsheuristik vermittelt und an einem fachlichen Beispiel demonstriert (Tanner Merlo & Hubmann, 2025.). Theoretische Aspekte: Drei Linien strukturieren unser Kernkonzept: (1) Kooperation am Gemeinsamen Gegenstand als didaktische Grundorientierung für geteilte Gegenstände bei individueller Bearbeitung (Feuser, 2019); (2) die Theorie gemeinsamer Lernsituationen, die das Wechselspiel von Individual- und Kooperationsphasen strukturiert (Wocken, 1998); (3) Universal Design for Learning (UDL) zur antizipativen Barrierenreduktion auf den Ebenen Repräsentation, Handlung/Ausdruck und Engagement (Meyer et al., 2014). Befunde zur strukturierten Offenheit präzisieren: Offenheit wirkt nur unter klaren Ziel-, Aufgaben- und Unterstützungsstrukturen – gerade für Lernende mit besonderem Bedarf (Pool Maag, 2021).
behandelte Fragen und Hypothesen: Wie verändern Co-Planning/Co-Teaching/Co-Reflection die Passung von Aufgaben und Zugängen? Hypothese 1: Strukturierte Kooperation senkt Barrieren, erhöht Aufgabepassung. Wie lassen sich UDL-Prinzipien mit gemeinsamen Lernsituationen so verschränken, dass Partizipation sichtbar steigt? Hypothese 2: Zugewinne in Beteiligung und fachlichem Zugriff bei klaren Unterstützungsstrukturen. Welche diagnostischen Mikroroutinen (z. B. kurze Lernstands-Checks, Antizipation typischer Barrieren) sind für heterogene Gruppen wirksam? Wie bleiben Offenheit und Struktur im Gleichgewicht—insbesondere bei knappen Ressourcen—ohne die Qualität kooperativer Lernphasen zu verlieren? Wie wird der Transfer in unterschiedliche Fächer und Zyklen gesichert (Bezüge zu LP21, Anschlussfähigkeit der Designs)?