Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | ||
Herausforderungen der Inklusion von Lernenden mit Beeinträchtigungen in der beruflichen Ausbildung: Eine Mixed-Methods-Studie in Schweizer Betrieben
| ||
| Präsentationen | ||
Referat
Herausforderungen der Inklusion von Lernenden mit Beeinträchtigungen in der beruflichen Ausbildung: Eine Mixed-Methods-Studie in Schweizer Betrieben Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Schweiz; , Die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen in den ersten Arbeitsmarkt ist ein zentrales gesellschafts- und bildungspolitisches Ziel, welches immer noch grössere Herausforderungen mit sich bringt (Zemp & Staub, 2022). An Berufsfachschulen fehlt häufig eine sonderpädagogische Begleitung, ebenso mangelt es in Betrieben des ersten Arbeitsmarkts an unterstützenden Strukturen. Viele Betroffene absolvieren ihre Ausbildung daher weiterhin in geschützten Rahmenbedingungen – im Widerspruch zu den Teilhabezielen der UN-BRK (Wüthrich, 2024). Ein Modell, das diesem Spannungsfeld begegnet, ist Supported Education, bei welchem Jugendliche durch von der Invalidenversicherung finanzierte Jobcoaches während der Ausbildung begleitet werden (Hofmann & Schaub, 2016). Trotz wachsender Verbreitung solcher Modelle liegt – insbesondere in Ländern mit dualem Bildungssystem – bislang wenig empirisch gesichertes Wissen zu deren Gelingensbedingungen vor (Thielen, 2025). Die vom SBFI geförderte Studie „Weiterentwicklung inklusive Berufsbildung (WIB)“ untersucht Möglichkeiten und Grenzen inklusiver beruflicher Ausbildung und befragt Berufsbranchen und Betriebe aus der Deutsch- und Westschweiz zur Umsetzung betrieblicher Inklusion von Lernenden mit Beeinträchtigungen. Grundlage bilden eine Fragebogenerhebung (n = 176) und vertiefende Interviews (n = 17) mit Berufsbildner:innen und Jobcoaches. Die quantitativen Ergebnisse zeigen überwiegend positive Erfahrungen und Einstellungen gegenüber Inklusion, zugleich aber Unsicherheiten und deutlichen Weiterbildungsbedarf. Lernende mit Verhaltensauffälligkeiten oder psychischen Problemen werden als besonders herausfordernd wahrgenommen. Eine Clusteranalyse identifizierte vier Betriebstypen, die sich hinsichtlich Ressourcen, Erfahrungen, Inklusionseinstellungen und Offenheit für externe Unterstützung unterscheiden. Die qualitativen Analysen bestätigen die Bedeutung klarer Strukturen, einer unterstützenden Betriebskultur und externer Begleitung – insbesondere durch Jobcoaching – als zentrale Erfolgsfaktoren nachhaltiger Inklusionsprozesse. Literatur Hofmann, C., & Schaub, S. (2016). Junge Berufsleute mit Beeinträchtigungen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt und die Rolle von „Supported Education“. Berufs- und Wirtschaftspädagogik online, 30. http://www.bwpat.de/ausgabe30/hofmann_schaub_bwpat30.pdf Zemp, A., & Staub, J. (2022). Die inklusive Berufsausbildung: Revolution des zweiten Arbeitsmarkts? Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 28 (12). www.szh-csps.ch/z2022-12-06 Wüthrich, R. (2024). (Un)genutztes Potenzial – Unterstützungsmaßnahmen zur Erhöhung von Inklusion an Berufsfachschulen. Berufs- und Wirtschaftspädagogik online,bwp, 46. https://www.bwpat.de/ausgabe46/wuethrich_bwpat46.pdf | ||