Veranstaltungsprogramm
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Bausteine für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit an Schulen (ZaS) - inklusionsorientiert und multiprofessionell
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Referat
Bausteine für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit an Schulen (ZaS) - inklusionsorientiert und multiprofessionell 1Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH), Schweiz; 2Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH), Schweiz; , , , Zusammenarbeit gilt als eine zentrale Gelingensbedingung für inklusive Schulen (Lütje-Klose & Urban, 2014). Trotz breiter Zustimmung sind die theoretischen Wirkmechanismen weiter zu präzisieren und empirisch zu erforschen (Grosche & Moser Opitz, 2023). Im beruflichen Alltag zeigt sich zudem, dass Kooperation oft nicht in gewünschter Qualität gelingt. Hemmend wirken Faktoren auf individueller, sachlicher, interaktionaler und institutioneller Ebene (z.B. autonome Arbeitsweise, unklare Aufgaben und Rollen, unterschiedliche Ziele, fehlende zeitliche Ressourcen; Petzold & Glück, 2018). Für nachhaltige Schulentwicklung sollte der Mehrwert der multiprofessionellen Zusammenarbeit zudem im Sinne geteilter Verantwortung für alle Beteiligten konkret erlebbar sein (Widmer-Wolf, 2016). Zugleich gilt es zu verhindern, dass Kooperation einer Delegationslogik folgt und separierende Folgen funktionaler Differenzierung verstärkt (Labhart, 2019). In einem Kooperationsprojekt der HfH, der PHZH und des VSA des Kantons Zürichs wurden Grundlagen für gelingende Zusammenarbeit an Schulen zusammengetragen, um praxisnahe Bausteine für die Weiterentwicklung inklusionsorientierter, multiprofessionellen Zusammenarbeit zu entwickeln. In ko-konstruktiver Arbeit entstanden zwölf Bausteine, die im Schuljahr 2022/23 an vier Pilotschulen erprobt wurden. Die Begleitforschung untersuchte folgende Fragestellungen:
Zur Beantwortung wurden leitfadengestützte Gruppendiskussionen mit den Schulteams und Schulleitungen geführt sowie schriftliche Befragungen zur Bewertung der Zusammenarbeit (Gebhard et al., 2014), den Kooperationsaktivitäten (Kalinowski et al., 2022) und der kollektiven Selbstwirksamkeit (Schwarzer & Jerusalem, 1999) in einem Prä-Test-Post-Test-Design eingesetzt. Der ZaS-Baukasten wurde nach der Erprobung überarbeitet und kann kostenlos auf der Webseite heruntergeladen werden. Er ist so gestaltet, dass Schulen ihn eigenständig nutzen können, um ihre Kooperationspraxis zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Zusätzlich bieten die PHZH und die HfH Weiterbildungen sowie Prozessbegleitungen an. In der Präsentation werden der ZaS-Baukasten und die damit verbundene interinstitutionelle Zusammenarbeit vorgestellt, Erfahrungen aus der Erprobung mit den Pilotschulen sowie aus Weiterbildungs- und Dienstleistungsaufträge eingebracht und Ergebnisse der Begleitforschung präsentiert. Der Beitrag bietet damit empirische und praxisbezogene Einblicke in die systematische Förderung von Zusammenarbeit als Schlüsselfaktor inklusiver Schulentwicklung. Literatur Gebhard, S., Happe, C., Paape, M. et al. (2014). Merkmale und Bewertung der Kooperation von Sonderpädagogen und Regelschullehrkräften in inklusiven Unterrichtssettings. Empirische Sonderpädagogik,1, 17-32. Grosche, M. & Moser Opitz, E. (2023). Kooperation von Lehrkräften zur Umsetzung von inklusivem Unterricht – notwendige Bedingung, zu einfach gedacht oder überbewerteter Faktor? Unterrichtswissenschaft, 51, 245–263. https://doi.org/10.1007/s42010-023-00172-3 Kalinowski, E., Jurczok, A., Westphal, A. & Vock, M. (2022). Welche individuellen und institutionellen Faktoren begünstigen die Kooperation von Grundschullehrkräften? Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 25, 999–1029. Labhart, D. (2019). Interdisziplinäre Teams in inklusiven Schulen. Eine ethnografische Studie zu Fallbesprechungen in multiprofessionellen Gruppen. transcript. Lütje-Klose, B. & Urban, M. (2014). Professionelle Kooperation als wesentliche Bedingung inklusiver Schul- und Unterrichtsentwicklung. Teil 1: Grundlagen und Modelle inklusiver Kooperation. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete,83(2), 112–123. https://doi.org/10.2378/vhn2014.art09d Petzold, H. & Glück, C.W. (2018). Zusammenarbeit der Lehrkräfte im Gemeinsamen Unterricht: Kooperation oder gemeinsam einsam!? Kooperationsförderliche und -hemmende Bedingungen des Gemeinsamen Unterrichts im Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation in sächsischen Grundschulen. Praxis Sprache (4), 205-216. Schwarzer, R. & Jerusalem, M. (Hrsg.) (1999). Skalen zur Erfassung von Lehrer- und Schülermerkmalen. Dokumentation der psychometrischen Verfahren im Rahmen der Wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs Selbstwirksame Schulen. Berlin. Stöckli, M., Spirig, R., Zopfi Bernasconi, K., Portmann, B. & Zollinger G. (2024). Bausteine für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit an Schulen – inklusionsorientiert und multiprofessionell. HfH, PHZH, VSA. Widmer-Wolf, P. (2016). Erweitertes Verständnis beruflicher Autonomie für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen in der Zusammenarbeit mit Lehrkräften in inklusiven Schulen. In A. Kreis, J. Wick & C. Kosorok (Hrsg.), Kooperation im Kontext schulischer Heterogenität (S. 171-184). Waxmann. | ||