Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Poster Ort: Galerie | |
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Poster
KI-Interaktionskompetenz von Lernenden der Sekundarstufe I im Fachunterricht erfassen und unterstützen 1: Hochschule für Heilpädagogik Zürich; 2: Pädagogische Hochschule FHNW; , KI-Literacy bezeichnet die Fähigkeit, künstliche Intelligenz zu verstehen, kritisch zu bewerten und verantwortungsvoll zu nutzen, einschliesslich des Verständnisses ihrer Funktionsweise, Möglichkeiten und Grenzen (Long & Magerko, 2020; Lotze, 2023; Mills et al., 2024; Ng et al., 2021). Um Bildungsgerechtigkeit zu gewährleisten, sollten alle Schüler:innen in einem pädagogischen Setting zu einem kompetenten Umgang mit KI-Chatbots befähigt werden (LCH, 2024; Schmid-Meier & Schulz, 2025; Walter, 2024, S. 22). KI-Chatbots sind bereits heute fester Bestandteil des Fachunterrichts auf der Sekundarstufe I. Mehrere Studien zeigen jedoch, dass Lernende trotz ihrer zunehmenden Nutzung noch unzureichende Kompetenzen im Zusammenhang mit Prompten zeigen (Abdelghani et al., 2025; Johnston et al., 2024; Schuetzler et al., 2024). Obwohl eine Reihe von Studien, die die Nutzung von KI-Chatbots durch Schüler:innen untersuchen (Abdelghani et al., 2025; Philipp et al., 2025; Schmid-Meier & Schulz, 2025; Schuldhauer & Bündgens-Kosten, 2025; Schulz & Gunkel, 2025; Steinhoff, 2025; Yuan, 2024), gibt es erst wenige Studien zu KI im Zusammenhang mit Inklusion (Schmid-Meier & Stoltz, 2025, S. 29). Zudem liegen bislang kaum Ergebnisse vor, die auf der sprachlich-interaktionalen Ebene untersuchen, wie KI-Chatbots von Schüler:innen genutzt werden (z.B. Schulz & Gunkel, 2025), um aus sprachdidaktischer Sicht Implikationen abzuleiten. Erkenntnisse diesbezüglich stellen demnach ein Desiderat dar (Abdelghani et al., 2025, S. 15). Das Projekt verfolgt das Ziel, die Interaktionskompetenz von Schüler:innen im unteren Leistungsniveau der Sekundarstufe I mit KI-Chatbots zu erfassen und zu fördern. Der Aufbau dieser Kompetenz ist im Kontext eines sprachbewussten Fachunterrichts verortet (Schmellentin & Lindauer, 2020), um sprachliche Hürden abzubauen und allen Schüler:innen die Partizipation am Fachunterricht zu ermöglichen. Da Erkenntnisse zur sprachlich-interaktionalen Nutzung von KI-Chatbots durch Schüler:innen ein Desiderat darstellen (Abdelghani et al., 2025, S. 15), leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Schliessung dieser Forschungslücke. Das Projekt ist als Design-Based Research (DBR, u.a. Dube & Dannecker, 2024; McKenney & Reeves, 2019; Prediger et al., 2015) konzipiert. In drei Zyklen werden unterschiedliche Teilaspekte und -ziele untersucht. Die Unterrichtsdesigns werden für eine Klasse entwickelt und erprobt (18 Schüler:innen; davon 7 Schüler:innen mit besonderem sprachlichen Bildungsbedarf; Niveau B; Stadt Zürich). Die involvierte Lehrperson arbeitet im Projekt als sog. Co-Designerin in der Designentwicklung und -evaluation mit (Drepper & Uhl, 2025; Gregori, 2025). Die Schüler:innen partizipieren über Feedbackschlaufen ebenfalls am Unterrichtsdesign. Im Rahmen der drei Erprobungen der Unterrichtsdesigns werden jeweils die Chatprotokolle von allen Schüler:innen werden mittels Inhaltsanalyse (Kuckartz & Rädiker, 2022) und Konversationsanalyse (Deppermann, 2008; Lotze, 2016) ausgewertet. Mit jeweils 4 Fokuskindern werden mittels Stimulated Recall (Gass & Mackey, 2017) die kognitiven und metakognitiven Strategien beim Verfassen der Prompts sowie beim Rezipieren der Chat-Outputs erfasst und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Daten und Methoden werden im Kontext von DBR trianguliert (Bakker, 2018; Dierdorp et al., 2011; Flick, 2011, 2020; Gregori, 2025). Vorgängig zu den DBR-Designzyklen wird eine Initialerhebung anhand eines digitalen Fragebogens (Abdelghani et al., 2025; Bernabei et al., 2023) vorgenommen, in der Erfahrungen mit KI-Chatbots, Einstellungen und Wahrnehmung zur Nutzung von KI-Chatbots, metakognitive Kompetenzen sowie sprachlichen Ressourcen und die Sprachbiografie der Lernenden erhoben werden. Der Projektstart ist im August 2026 vorgesehen. Zum Zeitpunkt des Kongresses werden die Datenauswertungen der Initialerhebung vorliegen. Entsprechend werden im geplanten Posterbeitrag die Projektkonzeption und erste Datenauswertungen berichtet. | |