Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Salzburger Bildungslabore
Zeit:
Freitag, 11.11.2022:
15:30 - 16:30

Chair der Sitzung: Manuela Mascher, PH Salzburg / ÖZBF, Österreich
Ort: Seminarraum AEG.17

AEG.17 24 TN

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Präsentationen
15:30 - 16:00

Interdisziplinarität in der Begabungsförderung: Theoretische Perspektiven aus Sicht der Salzburger Bildungslabore

Nagele, Fabio; Greiner, Ulrike

Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Österreich

Begabungsforschung und Begabtenförderung konzentriert sich in der Regel auf allgemeine kognitive oder fach- und domänenspezifische Potentiale, weniger oft werden Begabungen im interdisziplinären Bereich von Orientierungswissen, kritischer Urteilsfähigkeit und des vernetzenden Denkens und Handelns angezielt. Gesamtgesellschaftliche Phänomene und Herausforderungen, wie bspw. die COVID 19 - Pandemie oder der Klimawandel, erfordern jedoch mehr denn je die Fähigkeit zum inter- bzw. transdisziplinären Denken und Handeln. Davon ausgehend verstehen sich die Salzburger Bildungslabore als ein Projekt, das sich zum Ziel setzt Kooperationsprojekte zwischen Hochschule und Praxisfeld Schule zu fördern und zu entwickeln, welche gesellschaftlich relevante Themenfelder aufgreifen und diese mit Studierenden und Schüler*innen inter- bzw. transdisziplinär bearbeiten. Der Beitrag möchte darauf aufbauend daher Perspektiven aufzeigen, welche Bedeutung die inter- bzw. transdisziplinäre Bearbeitung gesellschaftlich relevanter Themenfelder für die Begabungsförderung hat, bspw. hinsichtlich der Frage nach der Domänenspezifität von Begabung, dessen Überschreitung im kollaborativen Handeln und dementsprechender disziplinübergreifender Fähigkeiten . Das Potenzial von Projekten, wie sie von und mit den Salzburger Bildungslaboren konzipiert werden, zeigt sich für die Begabungsförderung durch mindestens zwei Merkmale: (1) Durch die Kombination mehrerer Disziplinen, wodurch die kritische Urteilsfähigkeit in der Einschätzung von komplexen Sachverhalten gefordert wird und (2) durch die Möglichkeit, dass Schulklassen im Rahmen der Projekte in engen Kontakt mit Vertreter*innen der Hochschulen treten.



16:00 - 16:30

Towards Scientific Literacy – forschendes Lernen und Change im Unterricht zum Thema Klimaregulierende Ökosystemleistungen von Bäumen

Hof, Angela1; Nagele, Fabio2; Auer, Verena3; Havlena, Silvia Alexandra4; Helletsgruber, Carola1

1Universität Salzburg, Fachbereich Umwelt und Biodiversität, Österreich; 2Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Österreich; 3Universität Salzburg, Fachbereich Chemie und Physik der Materialien, Österreich; 4Pädagogische Hochschule Salzburg, Institut für Didaktik, Unterrichts- und Schulentwicklung, Österreich

Der Klimawandel stellt ein gesamtgesellschaftliches Problem dar, das - nach Klafki - als epochaltypisches Schlüsselproblem (Umwelt- und Ökologieproblem) gelten kann. Zur Lösung bzw. Bearbeitung damit einhergehender Herausforderungen bedarf es inter- bzw. transdisziplinärer Ansätze, wodurch im Allgemeinen Akteur*innen aus der gesamten Gesellschaft gefordert sind, multiperspektivisch zu denken und zu handeln. Hierfür ist es wichtig, dass bereits in der Schule der Grundstein dafür gelegt wird, Schüler*innen zur aktiven Mitwirkung am gesellschaftlichen Handeln zu befähigen. Daraus resultiert ein schulischer Bildungsauftrag, der nicht nur domänenspezifisch Begabung, sondern auch inter- und transdisziplinäre Betrachtungsweisen eines Problems fördert. In diesem Sinne verstehen wir Begabungsförderung auch als den Auftrag, bereits im schulischen Bereich diese Kompetenzen zu entwickeln und zu fördern.

Ausgehend vom OECD-Framework „Scientific Literacy” stellt der Vortrag Beispiele für Forschendes Lernen zur fächerübergreifenden Thematik „Klimaregulierende Ökosystemleistungen von Bäumen” vor. Ökosystemleistungen sind Beiträge von Ökosystemen zum menschlichen Wohlergehen. Durch die Speicherung von Kohlenstoff sind Bäume Schlüsselorganismen im Kampf gegen den anthropogen verursachten Klimawandel. Zusätzlich tragen sie durch Beschattung wesentlich zur Klimaanpassung im Siedlungsraum und zur Verbesserung des thermischen Komforts von Menschen bei. Im Vortrag wird ein Lernsetting vorgestellt, in welchem Schüler*innen klimaregulierende Ökosystemleistungen anhand von Experimenten erforschen können.

Um die Wirksamkeit der Lernsettings (Experimente, Messungen und Programmieren von Sensoren, Datenanalyse) und die Stärkung des fächerübergreifenden Denkens empirisch zu ergründen, werden in diesem quasi-experimentellen Studiendesign u.a. Concept Maps eingesetzt. Die Ergebnisse werden im Vortrag vorgestellt, diskutiert und Empfehlungen für die Praxis des „Change im Unterricht“ abgeleitet.



 
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