Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.

 
 
Sitzungsübersicht
Sitzung
Individuelle Begleitung mit dem multidimensionalen Begabungs-Entwicklungs-Tool (mBET)
Zeit:
Freitag, 11.11.2022:
15:30 - 16:30

Chair der Sitzung: Florian Schmid, PH Salzburg / ÖZBF, Österreich
Ort: Hörsaal CUG.19b

CUG.19b 73 TN

Zeige Hilfe zu 'Vergrößern oder verkleinern Sie den Text der Zusammenfassung' an
Präsentationen
15:30 - 16:00

Begabungen individuell fördern mit dem multidimensionalen Begabungs-Entwicklungs-Tool (mBET)

Schmid, Florian1; Klug, Julia1; Michael, Hänsel2; Fischer-Ontrup, Christiane2

1PH Salzburg / ÖZBF, Österreich; 2Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Deutschland

Das multidimensionale Begabungs-Entwicklungs-Tool (mBET) unterstützt Lehrer_innen bei der ganzheitlichen Begabungsförderung von Schüler_innen der 2. bis 6. Schulstufe. Im Rahmen des Tools werden Begabungen sowie moderierende Persönlichkeits- und Umweltfaktoren anhand dreier mBET-Beobachtungsbögen (für Lehrpersonen, Eltern und Schüler_innen) – basierend auf etablierten Verfahren der Begabungsdiagnostik – eingeschätzt. Im mBET-Fördergespräch werden in der Zusammenschau der Bögen mit Eltern, Kind und Lehrperson individuell passende (schulische und außerschulische) Fördermaßnahmen entwickelt. Die ziel- und lösungsorientierte Haltung im Fördergespräch bietet die Möglichkeit eine individuelle (Lern-) Beratung und (Lern-) Begleitung im mit Blick auf die ganzheitliche und personenorientierte Begabungsförderung umzusetzen. Begabung wird als dynamisches Potenzial verstanden, das sich erst durch passgenaue Förderung entwickeln und entfalten kann. Im Vortrag wird einerseits das mBET Tool vorgestellt und anhand eines Fallbeispiels diskutiert, wie mit dem mBET praktisch gearbeitet wird. Andererseits wird ein Forschungsprojekt der PH Salzburg in Kooperation mit dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung (www.lif-nrw.de) der WWU Münster zur Wirksamkeit und zu den Gelingensbedingungen der mBET-Fördergespräche vorgestellt. In der ersten Phase dieses Forschungsprojektes werden im Schuljahr 2022/23 die nordrhein-westfälischen LemaS-Schulen adressiert, um die Durchführung und Auswertung schulischer Maßnahmen mit Hilfe des mBETs im Rahmen der Arbeit in den fakultativen Modulen „Diagnose und Beratung“ (Modul 3) und „Fordern und Fördern außerhalb des Regelunterrichts“ (Modul 4) der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ (www.leistung-macht-schule.de) zu untersuchen.

Abschließend wird Raum für Fragen zur Beratungstätigkeit mit dem mBET und zum Forschungsprojekt gegeben.



16:00 - 16:30

mBET-teen – Ein begabungsorientiertes Beratungs-Tool für die Sekundarstufe I?

Rosenboom, Martina

talentconsulting rosenboom, Deutschland

Das multiple Begabungs-Entwicklungs-Tool mBET wurde entwickelt, um Kinder, ihre Lehrkräfte und ihre Eltern in ein gemeinsames Gespräch über Begabungen und deren Förderung zu bringen. Meistens sind die geschulten mBET-Anwender:innen selbst Lehrkräfte, die hier die Rolle als Moderator:innen einnehmen. Der Einsatz vom mBET als Werkzeug für eine strukturierte Beobachtung in der Begabungs- und Begabtenförderung ist ein Türöffner zur konstruktiven Diskussion über individuelle Interessen, Potenziale und Stärken.

Die Fragen sind bei mBET an die jeweilige Zielgruppe (Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern) angepasst, ein besonderer Fokus liegt auf dem Fragebogen für die Kinder und ihre Eltern. Dabei wird die Zielgruppe jedoch eingeschränkt: Fragen an Kinder der Grundschule müssten für Kinder der Sekundarschule anders formuliert werden. Auch (schulische) Fördermaßnahmen können bei älteren Kindern anders umgesetzt werden. Für die Sekundarstufe I sollte aber die schlanke Form des mBET erhalten bleiben: Ein gemeinsames Fördergespräch auf Grundlage der Fragebögen und ggfs. ein Folgegespräch – gerade für Lehrkräfte ein vergleichsweise sparsamer Ressourceneinsatz.

Ausgehend von den mBET-Erfahrungen von geschulten Lehrkräften wurde der Fragebogen jetzt für Teenager (Klasse 5-8) überarbeitet. Wie werden die wissenschaftlichen Grundlagen gesichert? Wie wirkt sich das auf die Fragebögen der Eltern und der Lehrkräfte aus? Welche Änderungen lassen sich aus Praxiserfahrungen dabei mit einbringen? Für welche Schulformen ist ein solches Tool geeignet?

Das Vorgehen und erste Ergebnisse aus einem Beta-Test der modifizierten Version werden vorgestellt. Ein Erfahrungsaustausch mit erfahrenen mBET-Anwender/innen ist ausdrücklich erwünscht und kann für die anstehende wissenschaftliche Evaluation wichtige Impulse geben.



 
Impressum · Kontaktadresse:
Datenschutzerklärung · Veranstaltung: ÖZBF-Kongress 2022
Conference Software - ConfTool Pro 2.6.145
© 2001–2022 by Dr. H. Weinreich, Hamburg, Germany