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Sitzungsübersicht
Sitzung
Neurowissenschaft und Psychologie
Zeit:
Freitag, 11.11.2022:
15:30 - 16:30

Chair der Sitzung: Claudia Resch, PH Salzburg / ÖZBF, Österreich
Ort: Hörsaal CUG.18 Stefan Zweig

CUG.18 240 TN

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Präsentationen
15:30 - 16:00

Science oder Fiction? Nicht-invasive Gehirnstimulation zur Lernförderung

Grabner, Roland H.

Universität Graz, Österreich

In der kognitiv-neurowissenschaftlichen Begabungs- und Lernforschung besteht derzeit wachsendes Interesse an der Methode der elektrischen Gehirnstimulation zur Unterstützung von Lernprozessen. Bei dieser nicht-invasiven Methode, der transkraniellen elektrischen Stimulation (tES), wird über zwei oder mehr Elektroden auf der Schädeloberfläche ein sehr schwacher Strom appliziert, der die Erregbarkeit darunter liegender Gehirnregionen verändert. Eine Vielzahl an Studien hat gezeigt, dass durch diese unbedenkliche und kaum wahrnehmbare Stimulation gezielt eine Reihe von kognitiven Prozessen, von Wahrnehmung über Arbeitsgedächtnis bis Kreativität, positiv beeinflusst werden können. Daher wurde in den letzten Jahren intensiv diskutiert, inwieweit auch Lernprozesse gefördert und dadurch der Lernerfolg gesteigert werden kann – sowohl bei Personen mit Lernschwierigkeiten als auch im höheren Leistungsbereich. Mittlerweile liegen bereits einige empirische Befunde, insbesondere für den Bereich des Mathematiklernens, vor, die es erlauben, eine erste Zwischenbilanz zu dieser innovativen Forschungsrichtung zu ziehen. In diesem Vortrag werde ich nach einer kurzen Einführung in die Methode der tES zentrale Befunde zu den Effekten dieser Gehirnstimulation auf mathematische Lernprozesse vorstellen. In diesem Kontext werde ich auch eine aktuelle Metaanalyse präsentieren, die Aufschluss über die Stärke der Effekte bei schulrelevanten Leistungen gibt. Am Ende des Vortrags werde ich auf ausgewählte Herausforderungen und zukünftigen Perspektiven in diesem Forschungsfeld eingehen und ein kurzes Fazit ziehen.



16:00 - 16:30

Gibt es ein „mathematisches Gehirn“? Neue Einblicke aus der psychologischen und neurowissenschaftlichen Forschung

Grabner, Roland H.

Universität Graz, Österreich

Mathematische Fähigkeiten gehören zu den zentralen Kompetenzen, die im Rahmen der Schulausbildung vermittelt werden. Sie sind nicht nur fundamentaler Bestandteil der menschlichen Intelligenz, die für den Ausbildungs- und Berufserfolg eine wichtige Rolle spielt; mehrere Befunde sprechen sogar dafür, dass mathematische Kompetenzen ebenso bedeutsam sind wie Lese- und Rechtschreibfähigkeiten. Die bisherige psychologische und neurowissenschaftliche Forschung zu den Grundlagen mathematischer Kompetenzen beschäftigte sich vor allem mit dem unteren (Personen mit Lernschwierigkeiten) bis durchschnittlichen Leistungsbereich. Vergleichsweise wenig wissen wir darüber, worin sich mathematische Expertise auszeichnet. In diesem Vortrag werde ich ausgehend von historischen Untersuchungen an eminenten Mathematikern aktuelle psychologische und neurowissenschaftliche Studien zu mathematischer Expertise präsentieren. Insbesondere werde ich die bislang größte systematische Studie von Fähigkeits- und Persönlichkeitsmerkmalen von Mathematiker/innen sowie ausgewählte Untersuchungen der neuronalen Korrelate von höheren mathematischen Prozessen bei Erwachsenen vorstellen. Am Ende des Vortrags werde ich einen kurzen Überblick über Forschungsdesiderata und weitere geplante Studien in diesem noch sehr jungen Forschungsfeld geben.



 
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