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Sitzungsübersicht
Sitzung
Schulentwicklung und Implementierung
Zeit:
Freitag, 11.11.2022:
13:45 - 15:15

Chair der Sitzung: Sandra Leitner, PH Salzburg ÖZBF, Österreich
Ort: Hörsaal CUG.19a

CUG.19a 73 TN

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Präsentationen
13:45 - 14:15

Der Beitrag von Implementierungsforschung zur Planung und Evaluation schulischer Veränderungsprozesse

Schultes, Marie-Therese

Universität Zürich, Schweiz

Schulische Veränderungsprozesse zu implementieren ist ein komplexes Unterfangen, das oftmals Herausforderungen auf mehreren Ebenen mit sich bringt. Die Implementierungsforschung bietet Theorien und Methoden, welche zur systematischen Vorbereitung und Begleitung von Veränderungsprozessen herangezogen werden können. Anhand theoretischer Rahmenmodelle können beispielsweise Herausforderungen und Unterstützungsfaktoren auf individueller, organisationaler und politischer Ebene abgebildet und geeignete Strategien zum Umgang mit diesen Herausforderungen abgeleitet werden. Die Planung von Implementierungsvorhaben erfolgt hierbei bevorzugt in partizipativen Prozessen mit Vertreter:innen aller Personengruppen, welche an dem Veränderungsprozess beteiligt sind, wie zum Beispiel Schüler:innen, Lehrkräfte, Schulleitung und Bildungspolitik.

Bei der Evaluation von Veränderungsprozessen sollten zusätzlich zu den Zielen der Maßnahmen, wie zum Beispiel einer Förderung bestimmter Kompetenzen, auch die Ziele der Maßnahmenimplementierung im Fokus stehen. Indikatoren für die Wirksamkeit eingesetzter Implementierungsstrategien können beispielsweise die Akzeptanz von Maßnahmen oder deren Durchführbarkeit aus Sicht unterschiedlicher Beteiligter sein. Auch die implementierungstreue Durchführung von Maßnahmen in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen, d.h., ob diese tatsächlich so umgesetzt wurden wie geplant, bietet wichtige Informationen zur adäquaten Interpretation von Ergebnissen zur Maßnahmenwirksamkeit.

In diesem Beitrag wird die Bedeutung der Implementierungsforschung für den Erfolg schulischer Veränderungsprozesse anhand theoretischer Rahmenmodelle und praktischer Beispiele dargestellt. Weiters wird diskutiert, wie es gelingen kann, dass Erkenntnisse der Implementierungsforschung verstärkt bei der Planung und Evaluation schulischer Veränderungsprozesse berücksichtigt werden.



14:15 - 14:45

"Pilotprojekt BegIN-Begabungsförderung inklusiv in Niederbayern" Die Entwicklung und Implementierung eines Begabungszertifikats in Niederbayern.

Hansen (ehemals Schenz), Christina1; Hofer, Denise2

1Universität Passau, Deutschland; 2KPH Wien/Krems, Österreich

In diesem Vortrag wird das Pilotprojekt "BegIN - Begabungsförderung inklusiv in Niederbayern" vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Schulentwicklungsprojekt, welches darauf abzielt, Schulen zu zertifizieren, denen die Implementierung inklusiver Begabungsfördermaßnahmen auf organisatorischer und pädagogischer Ebene gelingt. Die Zertifizierung wird wissenschaftlich von der Universität Passau und der KPH Wien/Krems begleitet. Ausgewählte Pilotschulen in der Region werden auf ihrem Weg hin zu einer begabungsfördernden Schule von zB. Wissenschafter:innen, Schulentwicklungsberater:innen, Politiker:innen, uvm. unterstützt und begleitet. Ziel des Projekts ist es unter anderem, praktizierende und angehende Lehrkräfte im Bereich Begabungsförderung weiterzubilden und sie dazu zu befähigen, die gewonnene Expertise an ihre jeweiligen Schulen zu tragen.Die Lehrkräfte sollen in der Lage sein, die unterschiedlichsten Begabungsprofile von Kindern u. Jugendlichen im Rahmen von schulischen Bildungsprozessen zu erkennen u. systematisch zu fördern. Als Expert:innen für Begabungsförderung unterstützen sie die Schulleitung dabei, eine begabungsfördernde Leitkultur nachhaltig als Profilelement ihrer Schule zu verankern u. entlang der Rahmenbedingungen ihrer Schule ständig weiterzuentwickeln. Das Projekt fokussiert sich dabei explizit nicht auf den Bereich der Hochbegabungsdiagnostik und -förderung, sondern dezidiert auf die Entwicklung einer systematischen und diversitätssensiblen Förderkultur an Schulen und im Unterricht. Das inhaltliche Commitment über Begabungsförderung und Inklusion ist entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung. Damit soll gewährleistet werden, dass im Sinne der Salamanca-Erklärung jedes Kind "…einmalige Eigenschaften, Interessen, Fähigkeiten und Lernbedürfnisse hat" und "…dass Schulsysteme entworfen werden sollten, die dieser Vielfalt an Eigenschaften und Bedürfnissen Rechnung tragen."



14:45 - 15:15

Gymnasialer (Hoch)Begabtenzweig als Motor für Schulentwicklung am Beispiel Sir Karl Popper Schule Wien

Scheiber, Edwin

Sir Karl Popper Schule/Wiedner Gymnasium Wien, Österreich

Im Vortrag wird auf Basis des neuen Qualitätsrahmens für Schulen des BMBWF gezeigt, wie Begabungs- und Begabtenförderung und Schulentwicklung zusammenwirken. Dabei ist die integrative Förderung und Entwicklung von Begabungen besonders in der Sekundarstufe I ebenso wichtig, wie segregative Formen. Am Beispiel des Oberstufenzweigs für Hochbegabte Sir Karl Popper Schule am Wiednergymnasium in Wien wird illustriert, wie bedeutsam solche Formen auch in Österreich für Schüler:innen sein können. Besonderer Wert wird auf die dahinterliegende Konzeption der Personorientierten Pädagogik gelegt. Solche Zweige sind Chance und Motor für Schulentwicklungsmaßnahmen sowie Personal- und Unterrichtsentwicklung der gesamten Schule.



 
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