Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Potenzialentfaltung und 21st Century Skills
Zeit:
Freitag, 11.11.2022:
10:45 - 12:15

Chair der Sitzung: Kathrin Claudia Hamader, PH Salzburg / ÖZBF, Österreich
Ort: Seminarraum A3.28

A3.28 24 TN

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Präsentationen
10:45 - 11:15

Kritisches Denken lehren und lernen. Perspektiven von Schüler*innen, Lehramtsstudierenden und Lehrpersonen.

Rott, David; Kohnen, Marcus

WWU Münster, Deutschland

Kritisches Denken (KD) erweist sich als unscharfes Konzept (Kohnen & Rott, 2021), das zwar im pädagogischen Kontext vielfach angesprochen, aber nicht näher verortet wird. Im Begabungsdiskurs wird KD u.a. im ACCEL-Modell (Sternberg, 2017) und im Kontext der 21st century skills (Fadel et al., 2015) gesetzt. Im deutschsprachigen Raum gibt es kaum einen Diskurs zum KD in Schule, anders als im internationalen Raum (z.B. USA). In Fragebogenstudien (online) wurden Schüler*innen (N1=324/N2=633), Lehramtsstudierende (N=60) und Lehrpersonen (N=50) befragt, was sie unter KD verstehen, welche Bedeutung KD für sie in Schule einnimmt und welche Eigenschaften Kritischen Denker*innen zugeschrieben werden. Eingesetzt wurden Fragebögen mit geschlossenen und offenen Fragen unter Nutzung neu entwickelter Items zum KD, aber auch bestehende Skalen etwa zur Ambiguitätstoleranz oder zur Selbstwirksamkeitserwartung. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass in Schule dem KD eine große Bedeutung beigemessen wird, bspw. geben alle Lehrkräfte ausnahmslos an, dass KD wichtig ist (MW=1, SD=0). Zum Begriffsverständnis von KD bestehen jedoch deutliche Unterschiede innerhalb und zwischen den befragten Gruppen. Die Ergebnisse geben einen Einblick in die Ausgestaltung von Lernarchitekturen und Aufschluss für Angebote, die sich an Lehramtsstudierende und Lehrpersonen richten, insbesondere im Hinblick auf die Begabungsförderung.



11:15 - 11:45

Förderung von 21st century skills bei der individuellen Potenzialentwicklung im Kontext von Enrichmentprojekten zur nachhaltigen Zukunftsgestaltung

Kohnen, Marcus; Fischer, Christian; Christiane, Fischer-Ontrup

WWU Münster, Deutschland

Das Enrichmentprojekt zur nachhaltigen Zukunftsgestaltung (im Kontext Leistung macht Schule, NRW) fokussiert die individuelle Potenzialentwicklung im Hinblick auf Fähigkeiten bzw. Kompetenzen wie bspw. Kollaboration, Kommunikation, Kreativität oder Kritisches Denken (Kohnen, Fischer & Fischer-Ontrup, 2021). Diese Bereiche sind auch als 21th century skills bekannt und gelten als Schlüsselkompetenzen für eine Bildung der Zukunft (Ananiadou & Claro, 2009; Fadel, Bialik & Trilling, 2015). Zudem lässt sich hier an den Paradigmenwechsel im Begabungsdiskurs anknüpfen, wie dieser u.a. in Sternbergs ACCEL Modell (2017), perspektiviert wird und sich teilweise mit den 21th century skills überschneidet.

Dieses Enrichmentprojekt orientiert sich am Triadischen Enrichmentmodell (Renzulli & Reis, 2014) mit dem besonderen Fokus kollaborativer Gruppen, die weitestgehend selbstbestimmt handeln sollen. Der Prozess zur Entscheidungsfindung zu einem selbstgewählten Thema im Kontext der Sustainable Development Goals in den Gruppen stellt einen Forschungsschwerpunkt dar, der sich durch die Interaktion zwischen den Schüler:innen selbst und durch die Kommunikation mit den Erwachsenen charakterisieren lässt. Forschungsfragen, die sich hier anschließen, betreffen einerseits die Individualebene, bspw. bezogen auf die Veränderung von Selbstwirksamkeit und andererseits bezüglich der Rolle von begleitenden Lehrpersonen, z.B. inwieweit sie selbstbestimmtes Handeln zulassen.

Methodisch wird in diesem Projekt ein Mixed-Methods Ansatz verfolgt, bei dem Testinstrumente u.a. mit Skalen zur Selbstwirksamkeitserwartung im Prä-/Postdesign eingesetzt werden und zudem begleitend Prozessdaten wie Audiographien von Gruppengesprächen, sowie Projektdokumentationen erhoben werden (rekonstruktive Auswertung).

In diesem Beitrag sollen erste Ergebnisse aus den Prozessdaten vorgestellt werden, an denen die möglichen Zusammenhänge der Interaktionsebenen zur individuellen Potenzialentwicklung diskutiert werden sollen.



11:45 - 12:15

Potenziale erkennen und entfalten – Einblicke in das ganzheitliche Lernprogramm „Jugend stärken“

Hamader, Kathrin Claudia

PH Salzburg / ÖZBF, Österreich

Im Vortrag wird primär das praxisorientierte und ganzheitliche Lernprogramm „Jugend stärken“ inhaltlich vorgestellt (Teufel, Jambor & Huber, 2020). Anschließend wird kurz auf die derzeit laufende Evaluation des Programms eingegangen.

Das Lernprogramm für die Sek. I zielt auf die Potenzialentfaltung von Jugendlichen ab. Es setzt sich aus verschiedensten Aufgaben („Challenges“) zusammen, die dem Lehrplan entsprechen und dadurch optimal in den Unterricht integriert werden können (Teufel, Jambor & Huber, 2020). „Entrepreneurial Challenge based Learning“, welchem „Jugend stärken“ zugeordnet ist, basiert auf dem TRIO-Modell und dem Entrepreneurship Referenzrahmen (Lindner, 2018). Im Zuge der Präsentation wird beispielhaft ein Einblick in die „Be A YES Challenge“ (Teufel, Jambor & Huber, 2020) ermöglicht, die auf Basis der positiven Psychologie (Seligman, 2011) entwickelt wurde.

Im Rahmen eines Pilotprojekts (Laufzeit: WS 2021 – SS 2025) wird „Jugend stärken“ derzeit an fünf Salzburger Mittelschulen in den Unterricht integriert. Zur Überprüfung der Wirksamkeit findet eine Begleitevaluation statt. Die längsschnittliche Fragebogenerhebung zielt darauf ab, zu überprüfen, ob die am Programm teilnehmenden Jugendlichen ihre eigenen Stärken häufiger einsetzen, ein Growth Mindset sowie ein Entrepreneurial Mindset entwickeln und ob das Programm die Selbstwirksamkeit, die Empathiefähigkeit sowie das allgemeine Wohlbefinden steigert. Überdies soll durch den Einsatz von Interviews der Nutzen des Programms aus Sicht der Lehrer:innen sowie der Schüler:innen eruiert werden und eine eventuelle Veränderung über die Messzeitpunkte hinweg aufgezeigt werden. Da die Evaluation zum Zeitpunkt des Kongresses noch nicht abgeschlossen ist, ermöglicht der Vortrag Einsicht in das geplante Evaluationskonzept und den Status quo des Projekts. Erste Ergebnisse der qualitativen Erhebung schließen die Präsentation ab.



 
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