Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Digitale Medien
Zeit:
Freitag, 11.11.2022:
10:45 - 12:15

Chair der Sitzung: Florian Schmid, PH Salzburg / ÖZBF, Österreich
Ort: Seminarraum AEG.17

AEG.17 24 TN

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Präsentationen
10:45 - 11:15

Medienbildung im Deutschunterricht der Volksschule als Chance für begabungs- und interessenförderlichen Unterricht. Lehrer_innenbefragung zum Einsatz digitaler Lernangebote im Deutschunterricht

Schmid, Florian

PH Salzburg, Österreich

Kinder wachsen bereits seit vielen Jahren in einer durch und durch mediatisierten Welt auf (Moser, 2019). Internetfähige Endgeräte bestimmen den außerschulischen Alltag der Kinder. Die Grundschule in Österreich nimmt auf diese Lebenswelt (nicht erst seit der COVID-19-Pandemie) mehr und mehr Bezug. Nicht zuletzt mit dem Referenzrahmen für digitale Kompetenzen für die vierte Schulstufe (digi.komp4) und dem Grundsatzerlass „Unterrichtsprinzip Medienerziehung“ von 2014 wird in österreichischen Grundschulen verstärkt das Ziel verfolgt, Kinder auf den sinnvollen Umgang mit digitalen Medien vorzubereiten und sie zu kompetenten und reflektierten Mediennutzerinnen und Mediennutzern zu machen (BMBWF, 2019; BMBF, 2014). Wie sich diese Initiativen in Haltungen und Kompetenzen der Lehrkräfte und deren Lernangebote widerspiegeln, stellt das grundlegende Forschungsinteresse dieser qualitativen Studie dar.

In leitfadengestützten Interviews wurden 10 Lehrpersonen im Zeitraum zwischen September 2020 und April 2021 zu ihrem Zugang zu Medienbildung und der bisherigen Implementierung der Medienbildung in ihrem Regelunterricht im Fach Deutsch befragt und mithilfe qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Zusätzlich wird in den Interviews erhoben, ob Lehrkräfte im Einsatz digitaler Hilfsmittel eine Chance – und wenn ja welche – für begabungs- und interessensförderlichen Unterricht sehen. Im Vortrag werden folgende Fragen des Forschungsprojektes zentral behandelt:

• Welche generelle Haltung nehmen Lehrkräfte zum Thema Medienbildung ein?

• Welche Chancen sehen Lehrerinnen und Lehrer für begabungs- und interessensförderlichen im Rahmen der Implementierung digitaler Lernumgebungen?

• Welche Unterstützung wünschen sich Lehrkräfte im Zusammenhang mit digitalen Medien?

Abschließend werden mit den Teilnehmer_innen digitale Lernumgebungen besprochen, die besondere Möglichkeiten für begabungs- und interessensförderlichen Unterricht bieten.



11:15 - 11:45

Nutzen von digitale Tools in Forderkonzepte für Begabte an Schulen

Lesch, Stefan

Martinum Emsdetten, Deutschland

Ausgehend von der Kultur der Digitalität und dem aktuellen Verständnis von Begabung wird im Rahmen dieses Vortrages vorgestellt, wie das Fordern von Schüler*innen im Unterricht, im außerunterrichtlichen und außerschulischen Bereich systematisch mit digitalen Tools unterstützt und umgesetzt werden kann. Folglich gliedert sich der Vortrag in die Chancen von digitalen Tools im regulären Unterrichtssetting, im außerunterrichtlichen aber schulischen Kontext und den außerschulischen Fordermöglichkeiten. Zu jedem Bereich werden erprobte Interventionen vorgestellt und die Rückmeldungen zu meiner fobizz-Online-Fortbildung zu diesem Thema berücksichtigt.



11:45 - 12:15

Mathe-Plus-Webinare für die Volksschule während des Vormittagsunterrichts

Higatzberger, Katja

Talentegarten Mödling, Österreich

Mathematisch begabte Kinder stellen Volksschullehrer/innen vor große Herausforderungen. Während manche Kinder im ersten Halbjahr der ersten Klasse bis 10 zählen und rechnen lernen, bewegen sich andere vor Schuleintritt bereits sicher im 100-er Raum, beherrschen neben Additionen und Subtraktionen auch Malrechnungen oder erkunden mit Begeisterung Minuszahlen (Käpnick, 2008).

Häufig wird bei der Differenzierung auf das Mittel der Akzeleration zurückgegriffen und das Schulbuch der nächsten Klassenstufe verwendet. Dies führt jedoch zur Loslösung von der Klasse und beim Übergang zur weiterführenden Schule zu Problemen. Es werden verstärkt rechnerische Fähigkeiten geschult, während es am wichtigsten wäre, die Intuition und das logische Verständnis der Kinder zu stärken. Die produktivste Zeit einer Mathematikerin / eines Mathematikers liegt vor dem vierzigsten Lebensjahr (Gardner, 1991). Ein Verschieben einer sinnvollen Förderung auf später ist daher nicht zielführend (Bardy, 2007).

Katja Higatzberger kann auf eine langjährige Erfahrung bei der Förderung mathematisch hochbegabter Kinder zurückblicken. Nach punktuellen Enrichmentkursen für begabte Kinder in ganz Niederösterreich (2011) wurde für die in diesen Kursen unterforderten Kinder der Kurs „Mathe extrem“ im Talentegarten Mödling eröffnet. Aufgrund der weiten Anfahrt konnten jedoch viele Kinder nicht erreicht werden.

Durch Corona und die damit verbundene Einführung der Webinare des Landes NÖ wurden auch Kinder aus peripheren Gebieten erreicht. Es blieb jedoch der Nachteil der Unterforderung während des Vormittagsunterrichts und „das Opfern“ der Freizeit am Wochenende.

Im Frühjahr 2021 startete das Pilotprojekt „Mathe-Plus-Webinare während des Vormittagsunterrichts“ in zwei Schulen. Februar 2022 wurde es in Kooperation mit dem LSR NÖ auf die Schulen in einem ländlichen Bezirk ausgedehnt. Nach der Evaluation ist ein flächendeckender Ausbau geplant.

In der Session werden Durchführung und Evaluation vorgestellt.



 
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