Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Postersession moderiert
Zeit:
Freitag, 11.11.2022:
15:30 - 16:30

Chair der Sitzung: Sara Hinterplattner, PH Salzburg / ÖZBF, Österreich
Chair der Sitzung: Sandra Leitner, PH Salzburg ÖZBF, Österreich
Ort: Foyer


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Präsentationen

Evaluation des Wiener Begabungssiegels für Volksschulen

Ellmauer, Wolfgang; Katschnig, Tamara; Hofer, Denise

KPH Wien/Krems, Österreich

Seit dem Schuljahr 2007/08 wird von der Bildungsdirektion Wien das Begabungssiegel für Volksschulen verliehen. Damit besteht für Wiener Volksschulen die Möglichkeit, ihre Bemühungen, den vielfältigen Begabungen ihrer Schüler:innen gerecht zu werden, nach außen sichtbar zu machen. Um ein Begabungssiegel verliehen zu bekommen, müssen die Bewerberschulen bestimmte, in der Modellbeschreibung festgelegte, Qualitätskriterien erfüllen (z.B. schulumfassende Förderkonzepte, vielfältige Förderangebote sowie einschlägige Qualifizierungsmaßnahmen der Lehrpersonen). Bei Erfüllung der Kriterien erfolgt eine Verleihung des Begabungssiegel durch die Bildungsdirektion für drei Jahre. Nach diesem Zeitraum wird über eine Wiederverleihung entschieden. Hier stellt sich die Frage, was die einzelnen Schulen für die Rezertifizierung leisten müssen. In diesem Kontext besteht aktuell eine Kooperation der Bildungsdirektion Wien mit der KPH Wien/Krems in Form eines gemeinsamen Forschungsprojekts im Bereich der Evaluation der Begabungssiegelschulen. Im Frühjahr 2023 sollen multiperspektivisch die Einschätzungen der Schüler:innen (3. und 4. Schulstufe), Eltern sowie jene der Lehrpersonen in den Bereichen begabungsfördernde Lehrperson, begabungsfördernder Unterricht und begabungsfördernde Schule mittels Online-Fragebogen erhoben werden. Dafür wird derzeit ein Erhebungsinstrument konzipiert. Die Durchführung der Evaluation erfolgt durch die Schulen über IQES online in Form einer Selbstevaluation. In einem weiteren Schritt ist geplant, den einzelnen Standorten anhand der Evaluationsergebnisse passgenaue Fort- und Weiterbildungsangebote durch die Pädagogischen Hochschulen zur Verfügung zu stellen (Fremdevaluation). Damit soll die Schul- und Unterrichtsqualität der Begabungssiegelschulen nachhaltig verbessert werden.



Salutogene Begabungsförderung Schnittstellen, Maßnahmen und Limitationen

Gratzer, Verena; Wukowitsch, Michael

Pädagogische Hochschule Wien, Österreich

Objektive Schnittstellen zwischen Gesundheitsförderung und Begabungsförderung im Unterricht zeigen sich durch die Verwendung eines dynamischen Begabungsbegriffs im Kontext zu den Grundprinzipien der Gesundheitsförderung. Salutogener Unterricht wirkt sich nicht nur positiv auf das Gesundheitsverhalten und den Gesundheitszustand der Schüler*innen aus, sondern fördert ebenso die Weiterentwicklung von individuellen Begabungen. Im Rahmen von Expert*innen-Interviews wird von Lehrkräften aus dem Wiener Netzwerk Gesundheitsfördernde Schulen erhoben, welche tatsächlich vorhandene Kongruenz in den Bereichen Gesundheits- und Begabungsförderung in der Praxis vorliegt/besteht/stattfindet/zugegen ist; weiterführend werden nach Maßnahmen zur Vertiefung gefragt sowie Grenzen im schulischen Alltag aufgezeigt.



Pilotprojekt BegIN - Begabungsförderung inklusiv in Niederbayern. Eine Schule für alle: Schulentwicklung im Zeichen von Inklusion und Begabungsförderung

Hofer, Denise

KPH Wien/Krems, Österreich

Seit 2021 bemüht sich die Regierung Niederbayerns, in Kooperation mit der Universität Passau und der KPH Wien/Krems um die Entwicklung und Implementierung eines Begabungszertifikats.

Es handelt sich dabei um ein Schulentwicklungsprojekt, welches darauf abzielt, Schulen zu zertifizieren, denen die Implementierung inklusiver Begabungsfördermaßnahmen auf organisatorischer und pädagogischer Ebene gelingt. Die Zertifizierung dieser Schulen wird wissenschaftlich begleitet. Ziel des Projekts ist es unter anderem, praktizierende und angehende Lehrkräfte im Bereich (inklusiver) Begabungsförderung weiterzubilden und sie dazu zu befähigen, die gewonnene Expertise an ihre jeweiligen Schulen zu tragen.

Im Rahmen eines Dissertationsprojekts wird diese Implementierung wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Es handelt sich um eine Mixed-Methods-Studie. Im Frühjahr 2022 werden alle Lehrpersonen der teilnehmenden Pilotprojektschulen (n=ca. 400) zu ihrem Vorwissen und ihre Unterrichtsmethoden im Kontext Inklusion und Begabungsförderung mittels Online-Fragebogen befragt.

Drei Monate später werden alle Schulleiter:innen mittels eines Leitfaden-Interviews zu ihrer Rolle, den Herausforderungen und Gelingensbedingungen in diesem Projekt befragt.

Diese quantitative und qualitative Befragung wird ein Jahr später (also im Jahr 2023) wiederholt.

Forschungsfrage (derzeit): Wie kann die Implementierung inklusiver Begabungsförderungsmaßnahmen aus der Perspektive der teilnehmenden Lehrpersonen und der Schuleiter:innen gelingen? Welche Rolle nehmen Schulleiter:innen in diesem Prozess ein? Wie können Schulen in so einem Entwicklungsprojekt unterstützt werden?



MORG: Montessori-Pädagogik als Ansatz systemischer Begabungsförderung

Gürtler, Barbara; Schwaiger, Julia

PH Salzburg / ÖZBF & MORG Grödig, Österreich

Montessori-Pädagogik und Begabungsförderung sind zwei Begriffe, die sich nicht ausschließen, sondern vielmehr ineinandergreifen. So sind etwa die Förderung vielfältiger Begabungen, individuelle Einzelangebote, die Möglichkeit der Mitgestaltung im Unterricht und die Eigenverantwortung der Schüler_innen wesentliche Faktoren für begabungs- und exzellenzfördernden Unterricht und auch Merkmale der Montessori-Pädagogik (vgl. Fischer, 2001; und Mönks, 1995, 1998; Weinert, 2000;). Gemäß eines systemischen Ansatzes (vgl. Ziegler und Stöger, 2009) ist die Entwicklung einer Begabung nicht nur vom angeborenen Potenzial eines Menschen abhängig, sie ist vor allem bestimmt durch die Umwelt, in der er aufwächst und sich entfalten kann. Somit nimmt die Gestaltung der individuellen Lehr- und Lernumgebung maßgeblich auf die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler Einfluss. Diese nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik und den Erkenntnissen der Begabungsförderung zu optimieren, ist dafür Voraussetzung.

Maßnahmen zur BBF finden sich am MORG auf 3 Ebenen wieder:

Maßnahmen auf Schulebene/Strukturebene

• Individualisierung, Differenzierung und Vertiefung in der Freien Wahl der Arbeit (in einer vorbereiteten Umgebung)

• Vertiefung und Vernetzung in fächerübergreifende Projekttage (Atelierbetrieb)

• Spezialisierungen in den Wahlpflichtfächern

Maßnahmen auf Klassenebene

• Bedeutung der Eigenverantwortlichkeit und Eigenaktivität (Schülerinnen und Schüler als „Baumeister ihrer selbst“)

• Förderung der Entwicklung von nicht-kognitiven Persönlichkeitsmerkmalen („Moderatoren“ im MHBM), z.B. im Fach Soziales Lernen

Maßnahmen auf Individualebene

• individuelle Lernbegleitung (Coaching)

• Enrichment-Angebote (z.B. basierend auf Drehtürmodell und Lernverträgen)

Das Poster stellt Schnittpunkte der Montessori-Pädagogik und der klassischen Begabungsförderung dar und beschreibt konkrete Maßnahmen in der praktischen Umsetzung auf den drei Ebenen.



Einfluss von Unterricht auf das komplexe und kollaborative Problemlösen bei Schülerinnen und Schülern

Kipman, Ulrike

PH Salzburg

Problemlösekompetenz ist ein wichtiges Bildungsziel in vielen Ländern. Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler Probleme lösen können, die in einem unbekannten oder ungewohnten Kontext auftreten.

Folgende Fragestellungen werden im Rahmen der Posterpräsentation beantwortet:

• Welche Art von Unterricht fördert die oben genannten Kompetenzen?

• Welche Inhalte sind besonders wichtig zu vermitteln?

• Welche Kontextfaktoren beeinflussen diese Kompetenzen positiv?

Die Auswertung von PISA 2015 führt kurzgefasst zu folgenden Ergebnissen:

Relevante Einflussgrößen sind beim komplexen Problemlösen der ökonomische, soziale und kulturelle Status, das Selbstkonzept, das Interesse, die Selbstwirksamkeit, die Offenheit für Problemfragestellungen und die Erfahrung mit innermathematischen Aufgaben sowie die Vertrautheit mit mathematischen Konzepten (v.a. die Erfahrung mit Gleichungssystemen und Gleichungen an sich).

Beim gemeinschaftlichen Problemlösen sind neben Einflussgrößen aus dem Elternhaus (Status) auch Unterrichtsfaktoren wie die Unterstützung durch die Lehrkraft, die Erklärungen des Lehrperson, die Instruktionen und auch die Selbstwirksamkeit und die Freude am Lernen von naturwissenschaftlichen Inhalten Faktoren, die mit dem gemeinschaftlichen Problemlösen in Verbindung stehen, wobei zu viel Unterstützung die Leistung verringert. Besonders die Erklärung der Anwendung erlernter Prinzipen wirkt sich positiv aus. Beim gemeinschaftlichen Problemlösen kommen soziale Faktoren wie das „Sich Wohl Fühlen in der Schule“ oder das „sich Beliebt fühlen“ deutlich mehr zur Geltung als beim komplexen Problemlösen.

Zusammengefasst heißt das, dass der Unterricht ein wesentlicher Faktor sein kann, um die Problemlösekompetenz der Schülerinnen und Schüler zu verbessern, einerseits durch die vermittelten Inhalte selbst, als auch durch gute Instruktionen, ohne zu viel Unterstützung zu geben.



Twice Exceptional - Hochbegabte mit ADHS

Gut, Christina

Universität Basel, Schweiz

Für viele Lehrpersonen ist eine hohe oder besondere Begabung gleichbedeutend mit hohen Leistungen. Nicht alle Hochbegabten zeigen jedoch solche hohen Leistungen. Die Problematik der hochbegabten Minderleistenden ist in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen nicht flächendeckend ein wissenschaftsbasiertes Thema. Ein differenzierteres Begabungsverständnis wäre dringend notwendig, um Hochbegabte auch dann zu erkennen, wenn diese ihr Potential kaum zeigen.

Besonders häufig von Minderleistung betroffen sind sogenannte Twice Exceptional, Hochbegabte mit einer zusätzlichen Herausforderung. Eine Diagnose bzw. das Erkennen dieser Lernenden ist noch anspruchsvoller als bei hochbegabten Minderleistenden ohne Einschränkungen. Zugleich ist die Förderung gerade für die Betroffenen sehr wichtig. In beiden Fällen, Minderleistung und Twice Exceptional, ist Wissen die Basis für einen anderen Zugang. Hochbegabung muss als Potential verstanden werden, welches in einem geeigneten Umfeld und dank adaptiver Förderung in Leistungen dieser besonderen Gruppe Lernenden sichtbar wird.

Um zu zeigen, welche Entwicklungspotentiale hier liegen, wird auf verschiedene Definitionen von hohen und besonderen Begabungen und die daraus resultierenden Konsequenzen eingegangen. Die Kombination "Hochbegabung und ADHS" dient als Beispiel für Twice Exceptional und wird genauer betrachtet. Anschliessend werden Möglichkeiten der Erkennung und der Förderung präsentiert und diskutiert.



Gemeinsam Lernen sichtbar machen! Formatives Feedback im Begabungs- und Begabtenförderungsmodul Wiesen-Werkstatt

Frühwirth, Barbara; Pustak, Sonja

Pädagogische Hochschule Steiermark, Österreich

Im Bezirk Oberwart wurde seit September 2020 ein Begabungsmodul für Kinder der Grundstufe 2 initiiert. Dieses wurde konzipiert und durchgeführt von Dipl.-Päd. Barbara Maria Frühwirth, BEd und im Rahmen ihrer Abschlussarbeit zur Erlangung des ECHA Certificates an der Pädagogischen Hochschule Steiermark theoriebasiert evaluiert.

Ausgangspunkt für diesen empirisch-praktischen Einzelbetrag ist die Forschungsfrage „Inwiefern kann durch den Einsatz von formativen Feedbacktechniken das Lernen im Modul Wiesen-Werkstatt sichtbar gemacht werden?“ In der Auseinandersetzung mit einschlägiger Literatur wurden vier Hypothesen zu formativem Feedback aufgestellt, und :folgende Feedback-Instrumente in der Praxis erprobt und evaluiert: Befragung, Informationsblatt, Zielscheibe, Feedbackkarten, Forscherauftrag, Minutenpapier, Fünf-Finger-Feedback, Koffer packen, Präsentation, Lapbook-Beurteilungsbogen und Fragebogen.

Ziel dieses empirisch-praktischen Einzelbetrages ist es einerseits, ein im Sinne des Enrichment Typ I von J. Renzulli begabungsförderndes Konzept vorzustellen, und andererseits ausgewählte Forschungsergebnisse der Wiesen-Werkstatt 2020/21 zu präsentieren, um Pädagog*innen praktische Tipps zum begabungsfördernden Einsatz von formativem Feedback zu geben, um Lernen und Lehren begabungsfördernd zu gestalten.

Bibliografie:

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (2017). Grundsatzerlass zur Begabungs- und Begabtenförderung. BMB-10.060/0099-I/8/2016. Wien: BMB.

Klippert, H. (2019). Reflexion- und Feedbackkarten für die Grundschule. 48 farbige Karten mit Impulsen zur Reflexion von Verhalten und Unterricht in den Klassen 1-4. Augsburg: Auer.

Hattie, J. (2020). Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von Visible Learning for Teachers besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler, Schneider Verlag Hohengehren.



Außerschulische Beratungsangebote für Eltern besonders begabter Kinder als ergänzende Ressource zur schulischen Beratungsarbeit

Hanebuth, Kirsten1; Rosenboom, Martina2

1Begabungspsychologische Beratung Kirsten Hanebuth, Deutschland; 2Talentconsulting Rosenboom, Deutschland

Mit dem ganzheitlichen Blick auf Einflussfaktoren, welche auf die Entfaltung der Begabung wirken, sind Eltern bemüht, Peers für ihre Kinder zu finden, mit denen sie sich Interessen zuwenden können und bei denen sie sich verstanden fühlen.

Auch in schulischen Elterngesprächen ist meist der Fokus auf die Möglichkeiten und Herausforderungen der Kinder gerichtet.

Der Blick und die Unterstützung durch die Eltern kann als ein wichtiger Gelingensfaktor für eine positive Entwicklung der Kinder in herausfordernden Zeiten angesehen werden.

Außerschulische Beratungsangebote für Eltern besonders begabter Kinder bieten diesen Eltern Raum:

Auch für die Eltern selbst sind Peers ein stärkender Faktor. Im geschützten Rahmen können sie in Elterngruppen ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig ermutigen.

Die Autorinnen stellen beispielhaft unterschiedliche Beratungsmodelle vor und laden ein, über mögliche Wege der Vernetzung zwischen Schule und außerschulischer Beratung als einer ergänzenden Ressource ins Gespräch zu kommen.

Folgende Aspekte der außerschulischen Beratungsarbeit werden vorgestellt:

- Qualität: Herausforderungen für Beratende und Gruppenleitungen, fachliche und persönliche Anforderungen, Fortbildungsmöglichkeiten

- Regelmäßiger Austausch: Mentoring, Netzwerkmöglichkeiten

- Individualität: Beratungsformate und -bedingungen, Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten

- Unterstützung: Gelingensbedingungen für die Elterngruppen, Transparenz in Bezug auf Erwartungen an die Beratenden

Die Autorinnen stellen folgende Netzwerke zur Unterstützung Beratender von Eltern hochbegabter Kinder in Deutschland vor, in denen sie aktiv sind: Hamburger Zirkel Hochbegabung, Vernetzung der DGhK-Elterngruppenleitungen, Netzwerk der SENG-Facilitators Deutschland sowie das Netzwerk ElternLeben.



Naturwissenschaftliche Potenziale im Übergang von der Kita in die Grundschule

Müller, Freya; Köster, Hilde

Freie Universität Berlin, Deutschland

Im Übergang von der Kita in die Grundschule kann eine institutionsübergreifende Weitergabe von Informationen zu identifizierten domänenspezifischen Potenzialen bei Kindern entscheidend für eine erfolgreiche Entwicklung von Begabungen sein (Fuchs, 2018, 2019). Aktuell herrscht jedoch ein Mangel an Instrumenten zur Erfassung naturwissenschaftlicher Potenziale bei Kindern im Elementarbereich und die derzeitige Unbestimmtheit des Potenzialbegriffs für diesen Bereich erschwert die pädagogische Diagnostik in der Praxis zusätzlich (Müller et al., 2021).

Im Rahmen eines Teilprojekts des Forschungsverbunds „Leistung macht Schule (LemaS)“ wird der Fragestellung nach Anforderungen für eine praxistaugliche Bildungsdokumentation zur Potenzialerfassung im Elementarbereich nachgegangen. Um den Anspruch einer anwendungs- und theoriebasierten Bildungsdokumentation zu gewährleisten, wurde ein iterativer Design-based Research (DBR) Ansatz gewählt (Reinmann, 2005).

Durch die Angaben aus der Voruntersuchung zu Beginn des DBR-Zyklus mithilfe leitfadengestützter Interviews (N=12 Pädagog:innen) konnte einerseits die Relevanz des Forschungsvorhabens zur Konzipierung einer Bildungsdokumentation zur frühen Potenzialerkennung gestützt werden. So zeigte sich, dass teilweise keine Dokumentation für den naturwissenschaftlichen Bereich genutzt wird. Überdies gab es in der Praxis auch keine Schwerpunktsetzung hinsichtlich einer naturwissenschaftlichen Potenzialerfassung. Andererseits gaben die Pädagog:innen wichtige Hinweise hinsichtlich der Konzipierung eines praktikablen Instruments für die Praxis. So ließen diese erkennen, dass geschlossen-strukturierte sowie auch offene Elemente für eine Anwendung geeignet sind. Auf Grundlage der Angaben wurde ein Bogen zur Potenzialerfassung entwickelt und in der Praxis erprobt. Aktuell befindet sich die Instrumentenwicklung in der Validierungsphase des DBR-Zyklus mit dem Ziel, einen evidenzbasierten und praxisevaluierten Bogen hervorzubringen.



 
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