Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | ||
Session 1/2a: Einzelbeiträge: Fort- und Weiterbildung LehrerInnenbildung
| ||
| Präsentationen | ||
Erwachsenenpädagogisches Handeln von Lehrkräftefortbildner:innen im Fokus PH Kärnten, Österreich Der Vortrag basiert auf einer im Oktober 2025 verteidigten Dissertation der Autorin. Diese Dissertation untersucht das erwachsenenpädagogische Handeln von Lehrkräftefortbildner:innen in Österreich. Insgesamt wurden fünfzehn Lehrkräftefortbildner:innen dazu befragt, wie sie ihre (erwachsenenpädagogische) Praxis beschreiben, wie sie sich erwachsenenpädagogisches Handeln angeeignet haben und wie sich ihre Professionalisierung gestaltet. Zur Anwendung kamen drei Methoden qualitativer Sozialforschung – Reflective Papers, Beobachtungen und themenzentrierte leitfadengestützte Interviews, die chronologisch aufeinander folgten. Ziel war es, ein dichtes Bild der Praxis dieser Lehrkräftefortbildner:innen zu zeichnen. Die empirisch erhobenen Daten wurden mittels inhaltlich-strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse systematisch ausgewertet. Final wurden durch die Kontrastierung der Einzelpersonen der Fallauswahl, Metathemen herausgearbeitet, die in einer Grafik veranschaulicht sind. Die Datenauswertung zeigt, dass erwachsenenpädagogisches Handeln von Lehrkräftefortbildner:innen durch viele Kontextfaktoren bedingt wird, da die Lehrkräftefortbildung als spezifische Domäne beruflicher Erwachsenenbildung eigenen Handlungslogiken und Anforderungen unterliegt. Die bisherige Berufsbiografie beeinflusst das Handeln der Lehrkräftefortbildner:innen. Fach und Fachdidaktik sowie diesbezügliche Qualitätsansprüche stehen für das professionelle Handeln aus Sicht der Befragten im Vordergrund. Erwachsenenpädagogische Prinzipien – Teilnehmendenorientierung, Sach- und Inhaltsorientierung, Handlungs- und Situationsorientierung – werden von den befragten Lehrkräftefortbildner:innen in der Gestaltung von Fortbildungen umgesetzt, wobei diese Prinzipien nicht bewusst als theoretische Reflexionsfolien für das eigene Handeln herangezogen werden. Lehrkräftefortbildung wird von den Befragten als zusätzliche Aufgabe innerhalb ihres Tätigkeitsprofils wahrgenommen. Ihr gezielter Fokus auf die eigene erwachsenenpädagogische Professionalisierung ist daher weniger stark ausgeprägt. Letztlich beschreiben die befragten Lehrkräftefortbildner:innen diese Berufsgruppe als heterogen und stehen einer systematischen Förderung ihrer erwachsenenpädagogischen Fähigkeiten ambivalent gegenüber. Schulleitungshandeln und die (Nicht-)Teilnahme von Lehrpersonen an beruflicher Fort- und Weiterbildung: Mehrebenenanalysen mit TALIS 2008, 2018 und 2024 1: Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig, Österreich; 2: Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen (IQS) Global-lokale („glokale“) Dynamiken verändern die Arbeitswelt von Schulen und stellen neue Anforderungen an die professionelle Entwicklung von Lehrpersonen. Fort- und Weiterbildung ist zentral für Professionalisierung, doch zeigen wiederkehrende Teilnahmebarrieren, dass institutionelle Rahmenbedingungen und Führungspraktiken Zugänge und Beteiligung wesentlich mitbestimmen (Heijens, 2024; Müller & Andreitz, 2019). Vor diesem Hintergrund untersucht der Beitrag, inwiefern Schulleitungshandeln, konkrete Unterstützungsmaßnahmen und schulische Kontextfaktoren (z. B. Partizipation, kooperatives Klima) mit der Teilnahme bzw. Nicht-Teilnahme an beruflicher Fort- und Weiterbildung zusammenhängen. Theoretisch stützt sich das Projekt auf Befunde zu pädagogischer Führung, Professionalisierung und Kontextwirkungen schulischer Organisationen (Scherrer et al., 2025). Empirisch nutzt die Studie eine sekundäranalytische Mehrebenen-Strategie: Multi Level-Modelle auf Lehrpersonen- und Schulebene werden separat für die TALIS-Zyklen 2008, 2018 und 2024 geschätzt (Stichprobengröße: rund 4000 Lehrpersonen aus ca. 200 Schulen pro Studie/Land). Als zentrale Prädiktoren werden Indikatoren von Leadership (z. B. Instructional Leadership, eigene Fortbildungsbeteiligung der Schulleitung, institutsfördernde Maßnahmen) erfasst; Outcomes sind die Wahrscheinlichkeit formaler Fortbildungsbeteiligung sowie berichtete Barrieren (z. B. Zeitmangel, Relevanz, Zugang). Zur Prüfung bedingter Effekte werden Cross-Level-Interaktionen zwischen Leadership-Variablen und schulischen Kontextmerkmalen modelliert. Die Analyse beantwortet vier Forschungsfragen: Die Ergebnisse (noch in Arbeit) sollen empirisch zeigen, wie Schulleitungen als »Brücke« zwischen globalen Herausforderungen (z. B. Digitalisierung, steigende Komplexität) und lokal verankerten Entwicklungsstrategien professionelles Lernen fördern und Barrieren abbauen können. Die Ergebnisse dieser Analysen werden beim ÖFEB-Kongress 2026 präsentiert. | ||
