Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Session 1/1h: Offenes Format: Gender
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Podiumsdiskussion: Bildung im Spannungsfeld glokaler Transformationsprozesse aus Frauenperspektiven Pädagogische Hochschule Tirol, Österreich Die Podiumsdiskussion ist im Rahmen des ÖFEB-Kongresses 2026 „Bildung in Zeiten der Glokalisierung“ verortet und adressiert Bildungsprozesse aus Frauenperspektiven. Im Zentrum steht die Frage, wie glokale Transformationsprozesse – verstanden als das Zusammenwirken globaler ökonomischer, politischer und kultureller Dynamiken mit lokalen institutionellen und lebensweltlichen Bedingungen – Bildungsbiografien, Professionalisierungsverläufe und Teilhabechancen von Frauen bedingen. Zugleich wird analysiert, wie geschlechtsspezifische Macht- und Ungleichheitsverhältnisse in Bildungsdiskursen, Organisationsformen und Steuerungslogiken reproduziert, stabilisiert oder transformiert werden. Konzeptionell folgt die Diskussion einem qualitativ-rekonstruktiven, diskursanalytisch informierten Zugang, der Bildung als relationales und strukturiertes Gefüge begreift. Dieses ist gleichermaßen durch globale Wettbewerbs- und Effizienzlogiken wie durch lokale institutionelle Arrangements, Care-Strukturen und geschlechtsspezifische Zuschreibungen geprägt. Ziel ist es, normative Setzungen und implizite Zuschreibungen sichtbar zu machen, die Bildungsdiskurse mitbestimmen und insbesondere weibliche Bildungs- und Erwerbsverläufe ermöglichen und begrenzen. Die Diskussion wird durch Impulse eröffnet und begleitet, die empirische Befunde (u. a. zu Bildungszugängen, Arbeitsmarktintegration, Care-Arbeit und mentaler Gesundheit), mediale Diskursfragmente sowie ausgewählte Zitate aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft einbeziehen. Diese Inputs fungieren als diskursive Analyseanlässe zur Bearbeitung zentraler Spannungsfelder glokaler Bildungsentwicklung aus Frauenperspektiven, etwa zwischen globalisierten Arbeitsmarktlogiken und lokalen Lebensrealitäten, zwischen institutionellen Strukturen und pädagogischen sowie psychosozialen Bedürfnissen, zwischen Leistungs- und Effizienzorientierung und Fragen des Wohlbefindens sowie zwischen utilitaristischen und emanzipatorisch-feministischen Bildungsverständnissen. Das Podium ist ausschließlich weiblich und dennoch multiperspektivisch angelegt: es vereint Akteurinnen aus Bildungsforschung, Bildungspolitik, Hochschulentwicklung, Berufs- und Schulpraxis, Wirtschaft, Interessenvertretung sowie angrenzenden professionsbezogenen Feldern. Die Zusammensetzung ermöglicht eine Verschränkung institutioneller Positionen mit geschlechtertheoretischen und frauenpolitischen Reflexionen und macht Erfahrungen zwischen Bildungsansprüchen, gesellschaftlicher Teilhabe und ökonomischen Erwartungshorizonten sichtbar. Die Moderation durch Bernadette Kofler und Iris Kahn (beide PH Tirol) ist reflexiv-strukturierend angelegt. Diskurslinien werden gebündelt, Positionierungen kontextualisiert und implizite Annahmen zu Geschlecht, gesellschaftlicher Teilhabe und Bildung expliziert. Die Session zielt nicht auf Konsensbildung, sondern auf die Konturierung von Konfliktlinien und die Generierung von Orientierungswissen für eine verantwortungsbewusste und emanzipatorische Bildungs- und Gesellschaftsentwicklung. Damit leistet die Podiumsdiskussion einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit glokalen Bildungsprozessen im Kontext von Feminismus und sozialer Ungleichheit. | ||
