Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Session 3k: Einzelbeiträge: Lesen
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„Bitte noch ein Buch vorlesen...“ – Vorleseprojekt in der Familie für 4-jährige Kinder RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Das Vorlesen in der frühen Kindheit schafft „ein uneinholbares Startkapital für das Lesenlernen“ (Stiftung Lesen, 2018, S. 35) und ermöglicht einen ersten Zugang zu Literalität (vgl. ebd.). Laut der Vorlesestudie der Stiftung Lesen (2019) lesen ca. 32% der Eltern ihren Kindern im Alter von zwei bis acht Jahren zu selten vor. Sprach- und leseanregende Aktivitäten (vgl. Stiftung Lesen 2019) beim Vorlesen können in der Familie die Förderung der Buchkultur unterstützen. Die Familie gilt insbesondere "als biographisches Zentrum und wichtiger bildungsbiographischer Möglichkeitsraum" (Brake & Büchner, 2013, S. 485). An dieser Stelle knüpft das geplante Forschungsvorhaben an. Das Dissertationsvorhaben fokussiert ein in mehreren Phasen gegliederten Entwicklungsprozess eines Literacy-Programmes für Familien mit 4-jährigen Kindern. In der qualitativen Studie wird untersucht, wie ein Literacy-Programm für Familien konzipiert sein sollte, um Buchkultur zu ermöglichen. Methodisch orientiert sich das Forschungsprojekt an dem Design-Based Research Ansatz (vgl. Reinmann, 2018). Leitfadengestützte Interviews wurden nach der Erprobung mit den Eltern zu Modifikationsaspekten des Programmes geführt und ergänzend wurden Audioaufnahmen in den einzelnen Familien aufgenommen. Die Auswertung der Daten erfolgte mit der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2014). Im Vortrag im September 2026 wird ein erster Einblick in die Re-Designs des Programmes und Vorlesesituationen gegeben. Teacher satisfaction and Grade 4 reading literacy achievement: An Austrian perspective using International Large-Scale Assessment data University of Innsbruck, Österreich The complexity of the teaching environment requires now more than ever a satisfied and fulfilled teacher population (Sibieta, 2018; Toropova, 2021). This study uses the Austrian Progress in International Reading Literacy Study (PIRLS) 2021 data to uncover those factors specifically associated with the school environment when controlling for school socio economic status as predictors of teacher dissatisfaction. For purposes of the current study, the focus is on teaching and instruction (as measured by the school´s emphasis on academic success and teaching that is limited by a number of lacking elements), and school safety, specifically for those teachers who were less than satisfied with the teaching profession as evidenced by PIRLS 2021 in Austria. In providing evidence of safety, teaching and instruction, the current study conceptualizes school climate from an organizational tradition that describes the perceptions of role players of the school and the effects on their behaviour, most often measured through teachers’ perceptions of the school environment. (Rudasill et al., 2018). While a broader, systemic definition could have applied, the current study aims to uncover those factors specifically associated with the school environment when controlling for school socio-economic status as predictors of teacher dissatisfaction from a developed education system perspective. Results from the linear regression show that the current model explains 22% of the variance, yet school emphasis on academic success, teaching being limited by a number of lacking elements and school safety were found to be of no statistical significance. The study provides two important points to consider, namely the role of short cycle teachers in producing reading literacy scores well above those of their degreed counterparts, and the significant role of socio-economic status and its effect on achievement. The study concludes that a systems perspective that considers the shared beliefs and values, relationships and social interactions, leadership, and physical environment may shed more light on the underlying dynamics that can be associated with those less than satisfied teachers. Suggestions for future research in this area suggests a focus on those affective and cognitive appraisals that point to relationships within schools: issues such as the influence of shared beliefs and values, and the relationship between social interactions and leadership. For educators or policy makers, future research may be of interest in understanding what professional development and relational environments can support teacher satisfaction and, in turn, quality education. Digitale Leseförderung neu denken: Design-Based Research als Motor professioneller Kompetenzentwicklung PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULE GRAZ, Österreich Digitale Medien bieten vielfältige Potenziale zur Förderung zentraler Komponenten der Lesekompetenz im Primarbereich, etwa zur Unterstützung der Dekodierfähigkeit, Leseflüssigkeit und des Leseverständnisses sowie zur adaptiven Differenzierung und formativen Diagnostik. Dennoch berichten viele Lehrkräfte von Unsicherheiten hinsichtlich der didaktisch fundierten Integration digitaler Werkzeuge in den fachlichen Unterricht. Für eine qualitätsvolle Implementation bedarf es neben technischem Wissen insbesondere fachdidaktischer Kompetenz (Pedagogical Content Knowledge, PCK), technologisch-fachlicher Kenntnisse zur Auswahl geeigneter Werkzeuge für spezifische Leseteilkompetenzen (Technological Content Knowledge, TCK) sowie technologisch-pädagogischer Kompetenz (TPK) zur sinnvollen Einbettung in Unterrichtsprozesse. Bisherige Forschung fokussiert jedoch häufig auf technologische Merkmale einzelner Tools, während die didaktische Qualität technologiegestützter Leseförderung und die dafür erforderlichen professionellen Kompetenzen weniger untersucht sind. Insbesondere empirische Befunde zu strukturierten, differenzierungsorientierten Fortbildungsformaten für heterogene Klassen fehlen weitgehend. Forschungsfrage, Ziele, Hypothesen Der Beitrag geht der Frage nach, inwiefern eine designbasierte, iterativ weiterentwickelte Fortbildung die Kompetenz von Grundschullehrkräften zur differenzierten digitalen Leseförderung steigert. Ziel ist die Untersuchung von Veränderungen in:
Methodisches Vorgehen Die Fortbildung wurde im Rahmen eines Design-Based-Research-Ansatzes entwickelt und auf Basis einer bundesweiten Fragebogenstudie konzipiert. Diese erfasste bestehende Praktiken, Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe digitaler Leseförderung. Das mehrteilige Fortbildungsprogramm wurde mit Grundschullehrkräften (N = 22) in zwei iterativen Durchgängen (2024/25; 2025) durchgeführt. Das Mixed-Methods-Design umfasste standardisierte Pre-Post-Fragebögen, Fallvignetten sowie Gruppendiskussionen. Quantitative Daten wurden mittels Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test analysiert, Effektstärken wurden berechnet. Qualitative Daten wurden strukturierend inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse und Diskussion Die Pre-Post-Analysen zeigen signifikante Kompetenzzuwächse in der Integration digitaler Werkzeuge zur differenzierten Leseförderung. Insbesondere verbesserten sich die Kenntnisse zu kostenfreien und KI-gestützten Tools, das Verständnis funktionaler Merkmale (z. B. adaptive Textvereinfachung, Audio-Unterstützung, Wortschatzscaffolding), die Fähigkeit zur passgenauen Tool-Auswahl bei spezifischen Förderbedarfen. Die Effekte fielen im zweiten Entwicklungszyklus stärker aus, was auf Optimierungen im Fortbildungsdesign hinweist. Dagegen zeigten sich kaum Veränderungen in allgemeinen Einstellungen gegenüber digitalen Medien oder in Erwartungen hinsichtlich Arbeitsentlastung. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass professionelle Kompetenz gezielt entwickelbar ist, während Überzeugungen stabiler erscheinen und längerfristige Interventionen erfordern. | ||
