Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Session 3g: Einzelbeiträge: HED
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Sinngenet/sische Bildung – Eine transdisziplinäre Forschungsarbeit zum Verstehen und zur Entwicklung transformativer Bildungsprozesse als Vorbedingung für gesellschaftliche Transformationsprozesse in Anwendung auf eine Verhältnisbestimmung zwischen glokaler Hochschulbildung und glokaler Schulbildung Europa-Universität Flensburg, Deutschland Der Ruf nach gesellschaftlicher Transformation wird mit zunehmender gesellschaftlicher Krisenhaftigkeit aufdringlicher. Wenn Krisen sich nicht ‚von selbst‘ lösen, in unterschiedlichen Ausdrucksformen zurück- oder wiederkehren, sich glokal und global potenzieren, vermeintliche Lösungsversuche scheitern, bleibt die Frage, wie ‚gelingende‘ Lösungen anzulegen seien, wenn vielfache Bestrebungen nicht zu den ‚gewünschten‘ Ergebnissen führen. Sie wird mit zunehmender Potenz der Krise existenziell. Vor diesem Hintergrund fragt die vorliegende Forschungsarbeit, was am Gegenstand von Bildung eigentlich unter ‚gewünscht‘ zu verstehen ist. Was bedeutet ‚erfolgreiche‘ Transformation? Transformation wohin? In welche Zukunft von Bildung soll ‚transformiert‘ werden und wie lässt sich am Gegenstand alltäglicher Bildungsprozesse aufzeigen, wie ‚gelingende‘ Transformation im kommunikativen Interagieren miteinander existenziell definiert, verstanden und selbst hervorgebracht werden kann? Um diesen Fragen nachzugehen werden aus einer qualitativ forschenden Perspektive zunächst objektiv-hermeneutische Sinnrekonstruktionen von schulischen Vermittlungs- und Interaktionsprozessen im Unterricht vorgestellt: Beanspruchte Bildungs- und Erziehungsziele sind in konkreten Unterrichtswirklichkeiten in ein eklatantes Spannungsverhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit eingebunden (Breidenstein & Rademacher 2017; Hoppe 2024). Es tritt eine grundlegende Anspruchs-Wirklichkeitsdifferenz ins Bewusstsein: Angestrebte Normative wie ‚Teilhabe‘, ‚Inklusion‘ und ‚Solidarität‘ als Normen von Gesellschaft tragen Anforderungen in sich, die sich als wünschenswerte gesellschaftliche Grundkompetenzen im Unterricht in pädagogischen Interaktions- und Handlungsformen oft nicht zeigen. Vielmehr ist trotz vielschichtiger pädagogischer Bemühungen und didaktischer Innovationen das Gegenteil der Fall. Mit der Vorstellung (fall)rekonstruktiver Deutungsprozesse von pädagogischen, schulisch institutionalisierten Bildungszusammenhängen wird auf mikrosoziologischer Ebene ein tieferer Einblick in die Entstehungsbedingungen von Differenzverhältnissen zwischen Anspruch und Wirklichkeit aufgezeigt. Das Verstehen und Erkennen dieser Differenz ist Vorbedingung für eine Bearbeitung derselben. Wie aber kann es nun gelingen vom Erkennen der Differenz in eine Bearbeitung derselben zu gelangen und inwiefern steht dieses Gelingen in einem Zusammenhang mit transformativen Bildungsprozessen als Ausgang für gesellschaftliche Transformationsprozesse? Sinngenet/sische Bildung bzw. eine sinngenet/sisch angelegte transdisziplinäre Forschungsarbeit (Knauß 2018) zu sinngenet/sischen Bildungsprozessen hat eine Bearbeitung von Anspruchs-Wirklichkeitsdifferenzverhältnissen in zweifacher Hinsicht zum Ziel: Zum Einen ist sie Sinnforschung, die entlang sinnrekonstruktiver Erschließungsvorgänge mikrosoziologische Entstehungs- und Veränderungsbedingungen von Entscheidungsvorgängen im kommunikativen Handeln erforscht; zum anderen ist sie Praxisforschung, die um transformative ‚Veränderungen‘ selbst herausarbeiten zu können zwischen einer sozialen und einer noch nicht sozial gewordenen Wirklichkeit i.S. emergenten Erlebens unterscheidet. Praxisforschend wird dieses emergente Erleben an Versprachlichungsprozesse angeschlossen, welche schließlich Differenzverhältnisse zwischen Anspruch und Wirklichkeit ‚gelingend‘ bearbeiten können. Eine sinnrekonstruktiv forschende Auseinandersetzung mit emergenten (neuem) Sinn trägt ein hoch transformatives Potenzial in sich. Dieses Potenzial wird entlang einer Verhältnisbestimmung zwischen glokaler Hochschulbildung und glokaler Schulbildung sichtbar gemacht. Localization and Globalization in an inter-institutional doctoral program realizing a Significant Learning Community (SILC) Universität Wien, Österreich Doctoral programs, as the pinnacle of higher education, aim to develop impactful scientists achieving excellence. This study focuses on doctoral students’ and facilitators’ experiences in a doctoral seminar conducted as a hybrid Significant Learning Community (SILC) (Motschnig-Pitrik, 2008), enabling in-class presence as well as online participation from a distance mediated by videoconferencing technology. The SILC is conducted in a sequence of 5 consecutive semester-long seminars with one primary facilitator and (inter-)national scientists as co-facilitators. While potentially participating from different locations, all participants are united by the theme of educational innovation in the context of digital transformation and the objective to achieve significant learning in the realm of their doctoral theses. Significant learning refers to a transformative process that enhances not only knowledge but also skills, attitudes, and dispositions, equipping learners to tackle real-world challenges and to grow personally and professionally. Moreover, the SILC-seminars aim to holistically support students in progressing toward their doctorate. | ||
