Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Session 2i: Forschungswerkstatt: Inklusion
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Bedeutungsdimensionen einer Didaktik der Vielfalt im Kontext von Glokalisierung: Perspektiven von Lehrkräften auf diversitätssensiblen und lernwirksamen Unterricht Universität Bielefeld, Deutschland Im Zentrum der Forschungswerkstatt steht die Vorstellung des Projekts „Didaktik der Vielfalt (DiVa)“, ein Verbundprojekt der Universitäten Bielefeld und Mainz sowie verschiedener Praxispartner:innen aus inklusiven Schulen. Ziel ist die Erforschung, die Entwicklung und der Transfer diversitätssensibler Unterrichtskonzepte mit Fokus auf fachliche und überfachliche Kompetenzen, insbesondere in den Fächern Deutsch und Mathematik, und unter besonderer Berücksichtigung der emotional-sozialen Entwicklung. Ausgangslage für dieses Projekt ist das Unterrichtskonzept der Didaktik der Vielfalt, in welchem Fragen diversitätsbewussten Lehrens und Lernens vor dem Hintergrund globaler Bildungsideale und deren lokaler Umsetzung partizipativ und unter Berücksichtigung der Perspektiven verschiedener Akteur:innen auf Unterricht zusammenfließen. Im Kontext der Glokalisierung wird Inklusion als ein globales Bildungsziel verstanden, das lokaler Adaptierungen bedarf und sich in konkreten schulischen Praktiken zeigt. Unterricht, der an den Prinzipien der Didaktik der Vielfalt (Groeben 2013, 2014) ausgerichtet ist, übersetzt globale Bildungsziele in konkrete schulische Praktiken. Insbesondere das Zusammenspiel von Individualisierung und Gemeinsamkeit sowie die ko-konstruktive Angebotsdifferenzierung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Durch die Integration individuellen, gemeinschaftlichen sowie emotional-sozialen Lernens wird Inklusion nicht nur als theoretisches Leitbild, sondern als lokal wirksame pädagogische Handlungspraxis erfahrbar gemacht. Die Anerkennung der Verschiedenheit aller Schüler:innen im Sinne einer egalitären Differenz (Prengel 2022) und die daraufhin ausgerichtete Angebotsdifferenzierung im Spannungsfeld zwischen Individualisierung und Gemeinsamkeit sind zentrale Aspekte der Didaktik der Vielfalt. Die Forschungswerkstatt soll insbesondere zum Austausch über das Arbeitspaket des Projekts, welches sich mit dem Handlungswissen der Lehrkräfte befasst, anregen. Dafür werden Gruppendiskussionen mit Lehrkräften geführt, die über zwei Jahre die Fortbildung „Werkstatt Lernen: individuell und gemeinsam“ (exempl. Groeben 2013) besucht haben, in der die Unterrichtsgestaltung im Sinne der Prinzipien der Didaktik der Vielfalt vermittelt und reflektiert wird. Die Gruppendiskussionen werden dokumentarisch ausgewertet (exempl. Bohnsack 2010), wobei folgender übergeordneten Forschungsfrage nachgegangen wird: Welches explizite und implizite Handlungswissen ist für die Umsetzung eines diversitätssensiblen und lernwirksamen Unterrichts relevant? Im Zentrum stehen daher die Rekonstruktionen der Orientierungen der Lehrkräfte zur Gestaltung diversitätssensiblen und lernwirksamen Unterrichts im Zusammenhang mit der besuchten Werkstatt-Fortbildung. Zur Umsetzung der Forschungswerkstatt: anhand von Auszügen aus den Gruppendiskussionen mit den Lehrkräften werden formulierende und reflektierende Interpretationen zur Diskussion gestellt. Dabei sollen v.a. transdisziplinäre Blicke auf das Material des sich in den Anfängen befindenden Forschungsprojekts ermöglicht werden. | ||
