Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Panel8: Partizipation
Zeit:
Freitag, 17.09.2021:
9:00 - 10:30

Chair der Sitzung: Sonja Ganguin
Chair der Sitzung: Christian Pieter Hoffmann
Chair der Sitzung: Julian Ernst
Virtueller Veranstaltungsort: Zürcher Zoom (3)
Meeting-URL: https://phzh-ch.zoom.us/j/69055561867?pwd=a0g2L2lPMGJzNkZNTGNPSlhBbmlMUT09 Meeting-ID:690 5556 1867 Kenncode:mpaed2021

Medien gestalten - Gesellschaft gestalten. Zu den partizipativen Potenzialen digitaler Medien.

Nutzer:innen sozialer Medien nehmen nicht nur eine rezipierende, sondern auch eine aktive Rolle in der Gestaltung der Plattformen ein. Diese Partizipationsmöglichkeiten und ihr pädagogisches Potenzial werden als entscheidende Komponenten in der Diskussion um die Rolle der Medien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt angesehen.


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Präsentationen
9:00 - 9:30
ID: 116 / Panel8: 1
Präsentation mit Bezug zum Call
Themen: Präsentation mit Bezug zum Call
Stichworte: digitale Teilhabe, digitale Exklusion, Lernwerkstatt, Theorie des geplanten Verhaltens, ältere Menschen

Wahrgenommene Exklusion und Determinanten der Nutzung digitaler Medien durch ältere Menschen auf der Basis der Theorie des geplanten Verhaltens. Eine qualitative und quantitative Studie im Rahmen des Forschungsprojekts DigiKomS

Heike Hausmann, Erko Martins

Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Rostock und Schwerin, Deutschland

Fragestellung

Inwieweit hängt wahrgenommene Exklusion von älteren Menschen mit der (Nicht-)Nutzung digitaler Medien zusammen? Welche Variablen beeinflussen die Nutzung digitaler Medien durch Ältere? Wie kann daraus ein Lernwerkstatt-Konzept entwickelt werden, das Ältere befähigt, digitale Medien (verstärkt) zu nutzen und daraufhin vermittelt über diesen Weg am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Beitrag/Relevanz

Wenn gesellschaftlicher Zusammenhalt etwas „grundsätzlich Gutes und Erstrebenswertes“ ist, muss gefragt werden, ob es gesellschaftlichen Zusammenhalt geben kann, wenn z.B. ältere Menschen als Bevölkerungsgruppe vom Prozess der Digitalisierung systematisch ausgeschlossen sind? Kann es gesellschaftliche Teilhabe – als Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt – ohne digitale Teilhabe geben? Einen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen will das Forschungsprojekt „DigiKomS“ (Sicherung der Inklusion von älteren Menschen durch Programme zum Erhalt und zur Förderung digitaler Kompetenzen; gefördert vom BMBF, Förderkennzeichen: 13FH027SX8) liefern. Dabei wird neben dem grundsätzlichen Zugang zu digitalen Medien (z.B. Internetanschluss) das kompetente und alltagsrelevante Handeln mit digitalen Medien als Grundlage für digitale Teilhabe aufgefasst. Einer (wahrgenommenen) Exklusion Älterer soll durch eine verstärkte Nutzung digitaler Medien entgegengewirkt werden, indem sowohl digitale Kompetenzen als auch die Einstellung gegenüber der Nutzung digitaler Medien und die Nutzungsmotivation durch die geplante Lernwerkstatt für Ältere gefördert werden.

Theoretische Grundlage

Damit eine zielgerichtete Gestaltung der Lernwerkstatt möglich ist, sind Nutzungsverhalten, Nutzungsabsichten und deren Determinanten zu analysieren. Die theoretische Basis dafür liefert Ajzens vielfältig adaptierbare Theorie des geplanten Verhaltens (Theory of planned Behavior, TPB; Ajzen, 1991), die in diesem Falle auf die Medienwahl und das Medienverhalten angewendet wird. Neben dem Ziel der Steigerung digitaler Medienkompetenzen sind hiernach die Einstellung gegenüber digitalen Medien und die normativen Überzeugungen des persönlichen und gesellschaftlichen Umfeldes – Stichwort: Altersbilder (z. B. Suden, 2020) – sowie weitere Determinanten (Doh, 2020) zu betrachten. Für die spätere Gestaltung der digitalen Lernwerkstatt wird daraus eine Theorie der geplanten Medienwahl und des geplanten Medienverhaltens im Kontext digitaler Medien erarbeitet.

Methode

In einem stufenweisen Design aus qualitativen Interviewstudien mit Älteren (N=25) und einer darauf aufbauenden standardisierten Querschnittbefragung (N=100) sollen Determinanten der Medienwahl und des Medienverhaltens exploriert, zudem ihre Stärke und Bedeutung quantitativ bestimmt und in den Zusammenhang zum wahrgenommenen sozialen und gesellschaftlichen Exklusionsempfinden (Wenzel, 2013) gestellt werden.

Ergebnisse

Ein empirisch fundiertes Modell der Determinanten der digitalen Mediennutzung im Zusammenhang mit wahrgenommener Exklusion wird daraus entstehen, welches als Basis für die Gestaltung und (längsschnittliche) Evaluation einer Lernwerkstatt für Ältere dient.

Limitationen

Die empirischen Untersuchungen werden sich auf Personen aus Mecklenburg-Vorpommern beschränken. Einschränkungen in der externen Validität sind möglich aufgrund des erschwerten Zugangs zu Älteren angesichts der Corona-Pandemie.

Theoretische/ praktische Implikationen

Die erwarteten Erkenntnisse zur spezifischen Struktur von Verhaltensabsichten hinsichtlich der Nutzung digitaler Medien können zum einen Aufschluss darüber geben, welche digitalen Aktivitäten einen alltagspraktischen Nutzen für ältere Menschen haben und zum anderen, welche Faktoren (Einstellung, subjektive Norm, Verhaltenskontrolle) besonders beachtet werden müssen, um älteren Menschen den Einstieg und den kompetenten Umgang mit digitalen Medien zu erleichtern. Bei erfolgreicher Evaluation der Lernwerkstatt kann der Forschungsablauf auf die Erarbeitung von Lernwerkstätten für andere Bereiche oder Zielgruppen übertragen werden. Im Rahmen der Evaluation kann zudem die angestrebte Theorie der geplanten Medienwahl geprüft werden.

Literatur

Ajzen, I. (1991). The theory of planned behavior. Organizational Behavior and Human Decision Processes, 50(2), 179–211. (http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/074959789190020T [19.01.2021])

Doh, M. (2020). Auswertung von empirischen Studien zur Nutzung von Internet, digitalen Medien und Informations-und Kommunikations-Technologien bei älteren Menschen. (Expertisen zum Achten Altersbericht der Bundesregierung). Deutsches Zentrum für Altersfragen.(https://www.researchgate.net/publication/344044707_Auswertung_von_empirischen_Studien_zur_Nutzung_von_Internet_digitalen_Medien_und_Informations-_und_Kommunikations-Technologien_bei_alteren_Menschen_Expertisen_zum_Achten_Altersbericht_der_Bundesregier/link/5f4f9744458515e96d22fea4/download [07.01.2021])

Suden, W. (2020). Digitale Teilhabe im Alter: Aktivierung oder Diskriminierung? In S. Stadelbacher & W. Schneider (Hrsg.), Lebenswirklichkeiten des Alter(n)s: Vielfalt, Heterogenität, Ungleichheit (S. 267–289). Springer Fachmedien. https://doi.org/10.1007/978-3-658-29073-3_9

Wenzel, K. (2013). „Wenn die Welt keinen Wert auf einen legt“—Entstehung und Auswirkungen subjektiv empfundener Exklusion [Universität Kassel]. (https://kobra.uni-kassel.de/bitstream/handle/123456789/2014060245464/DissertationKristinWenzel.pdf;jsessionid=0C48152F5BAEF85F9513A3359A54DCC1?sequence=9 [11.02.2021])



9:30 - 10:00
ID: 117 / Panel8: 2
Unabhängige Präsentation / Projektbericht
Themen: Präsentation mit Bezug zum Call, Unabhängige Präsentation / Projektbericht
Stichworte: Bildungsraum YouTube, Autor*innenschaft auf YouTube, Deutungsmacht des formalen Bildungssystems

Die Rezeption von Erklärvideos durch Schüler*innen auf YouTube: Prävalenz curricularer Deutungsmacht oder ein Riss im Wissensmonopol formaler Bildungssysteme?

Verena Honkomp-Wilkens1,2, Karsten D. Wolf1,2, Patrick Jung1,2

1Universität Bremen, Deutschland; 2ZeMKI, Zentrum für Medien- Kommunikations- & Informationsforschung

Abstract

In einer tiefgreifend mediatisierten Welt eröffnen digitale Medien Zugänge zu Bildungsressourcen jenseits formaler Bildungsangebote. Insbesondere die Videoplattform YouTube prägt durch die Bereitstellung von Tutorials und Erklärvideos die alltäglichen Lernerfahrungen von Jugendlichen in hohem Maße. Ca. 90% der Jugendlichen nutzen YouTube regelmäßig, mehr als 50% zur Informationsrecherche im Internet, nur Suchmaschinen wie z. B. Google werden bei der Suche nach Informationen häufiger als YouTube genannt (vgl. MPFS 2019). YouTube-Kanäle wie der simpleclub werden von Schüler*innen regelmäßig genutzt, um sich auf Klassenarbeiten vorzubereiten oder um sich Nicht-Verstandenes erklären zu lassen (vgl. Wolf et al im Erscheinen). Droht dem Bildungssystem Schule dadurch der Verlust seines hegemonialen Wissens- und Erklärmonopols?

Das Forschungsprojekt „Digitale außerschulische lern- und bildungsbezogene Handlungspraxen von Jugendlichen“ (Dab-J) untersucht das Spannungsfeld zwischen digitalen, informellen Angeboten, sich verändernden Lern- und Rezeptionsverhalten der Jugendlichen und daraus resultierenden Veränderungsbedarfen für formale Bildungssysteme.

In diesem Rahmen werden mindestens 30 qualitative leitfadengestützte Interviews per Videoanruf mit Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren aus Deutschland geführt. Die Interviews werden inhaltsanalytisch ausgewertet. Im Sinne einer Multi-Site Studie wurden zusätzlich schulische und nicht-schulische Erklärvideos ebenfalls inhaltsanalytisch ausgewertet. Für die Rekonstruktion der Medienrepertoires der Teilnehmenden werden außerdem von diesen erstellte Netzwerkkarten analysiert.

Erste Ergebnisse zeigen in Bezug auf schulbezogene Themen, dass das formale Bildungssystem auch im digitalen Raum auf YouTube durchaus Durchsetzungsmacht besitzt. Jugendliche nutzen bei schulbezogenen Themen besonders jene Erklärvideos und Tutorials, welche ihre Inhalte den Curricula der schulischen Bildungspläne möglichst deckungsgleich anpassen. Die Kanäle fokussieren dabei insbesondere auf das in Schulen tatsächlich geprüfte bzw. prüfbare Wissen. Aber auch die Akteur*innen der am meisten geschauten Kanäle entsprechen im Bereich schulbezogener Erklärvideos und Tutorials den stereotypen Vorstellungen von Lehrenden: weiße, überwiegend männliche Bildungsbürger.

Dagegen beschreiben die Interviewpartner*innen für den außerschulischen Bereich nicht nur eine Fülle an Themen, die sie auf YouTube rezipieren, sondern nennen zahlreiche Kanäle mit einer diversen Autor*innenschaft von YouTuber*innen.

Die Unterschiede in der Diversität sowohl von Themen als auch Autor*innenschaft sollen zunächst detailliert vorgestellt werden. Anschließend soll auf Basis einer Situationsanalyse nach Adele Clarke (vgl. Clarke/Friese/Washburn 2018) erörtert werden, warum die produzierende Beteiligung im Themenfeld schulischer Erklärvideos weniger divers ist und die Inhalte stärker normiert sind als im außerschulischen Bereich. Ebenfalls soll diskutiert werden, ob und wie YouTube Jugendlichen unabhängig von ihrem sozialen Status einen neuen, niedrigschwelligen Zugang zu Wissen und Information bietet (vgl. Wolf 2015), gleichzeitig aber hegemoniale Verteilungsstrukturen von Wissen erhält.

Literatur

Clarke, Adele E., Carrie Friese, und Rachel S. Washburn. 2018. Situational Analysis: Grounded Theory After the Interpretive Turn. 2. Aufl. Thousand Oaks, CA et al.: Sage.

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (MPFS) (2019): JIM-Studie 2019. Jugend, Information, Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger: https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2019/JIM_2019.pdf, Stand 24.02.2021.

Wolf, K. D./Cwielong, I./Kommer, S./Klieme, K. (im Druck): Selbstoptimierung von Schüler/innen durch schulbezogene Erklärvideonutzung: Entschulungsstrategie oder Selbsthilfe? In Bettinger, P./Rummler, K./Wolf, K. D. (Hrsg.), Optimierung in der Medienpädagogik. Forschungsperspek- tiven im Anschluss an den 27. Kongress der DGfE, medienpädagogik.

Wolf, K.D. (2015): Bildungspotenziale von Erklärvideos und Tutorials auf YouTube: Audio-Visuelle Enzyklopädie, adressatengerechtes Bildungsfernsehen, Lehr-Lern-Strategie oder partizipative Peer Education? merz, 59(1), 30-36.



10:00 - 10:30
ID: 138 / Panel8: 3
Präsentation mit Bezug zum Call
Themen: Präsentation mit Bezug zum Call
Stichworte: Co-Creation, Lokaljournalismus, Partizipation, Mediennutzungsverhalten; Nutzer

Co-Creation von Apps für den Lokaljournalismus. Eine Blaupause für die nutzer*innen-zentrierte Entwicklung zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Adrian Roeske, Hoch Hendrik

Institut für Informationsmanagement Bremen, Deutschland

Lokaljournalismus befindet sich in einer komplexen Situation: Einerseits sinkt seit Jahren die durchschnittliche Auflage von lokalen und regionalen Abonnementzeitungen, was sich mit einer sinkenden Reichweite überschneidet (BDZV 2020; IfD Allensbach 2020). Andererseits ist ein konstantes Interesse an regionalen und lokalen Ereignissen bei Rezipient*innen auszumachen (Oehmichen/Schröter 2011): Lokale Medien und Berichterstattung gelten als zentral, um „Vertrauen in alle Medien“ zu ermöglichen und gleichzeitig Zivilgesellschaft auf lokaler Ebene sicherzustellen (Snyder 2020). Lokaljournalismus leistet einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem beispielsweise lokalpolitische Geschehnisse aufarbeitet und somit Einfluss auf Vertrauen in öffentliche Institutionen stattfindet (Leupold et al. 2018, Yamamoto 2011).

In Zeiten tiefgreifender Mediatisierung konkurrieren Medienproduzenten jedoch zunehmend um die Aufmerksamkeit von Nutzer*innen (Lobigs 2016). Traditionelle lokale Medienhäuser versuchen ihr Angebot im Internet zu etablieren, obgleich die Einnahmen aus Onlineanzeigen häufig nicht ausreichen, um die Produktion zu finanzieren (Möhring/Keldenich 2018). Zudem können Netzwerk- und Skaleneffekte eine Zentralisierung oder gar Monopolisierung von digitalen Angeboten begünstigen (Haucap 2015). Mit Blick auf den Journalismus sind Tendenzen einer zunehmenden Monopolisierung des Zeitungsmarktes zu beobachten, die gleichzeitig Auswirkungen auf den Lokaljournalismus hat, indem sich dort Qualitätsverluste bemerkbar machen (Formatt-Institut 2012) und Informationsdefizite sowie abnehmende Leserzahlen die Folge sind (vgl. Harte et al. 2019; Tang/Lai 2018; Ytry-Arne/Moes 2018).

Wie kann Lokaljournalismus sowohl seiner zugeschriebenen Rolle gerecht werden als auch einen Umgang mit diesen Tendenzen finden? Um ein Szenario zu entwickeln, dass sich dieser Fragestellung annähert, ist im Projekt “Tinder die Stadt” der partizipative Ansatz Co-Creation gewählt worden, in dem gesellschaftliche Akteur*innen als "Co-Forschende" verstanden werden. "Ziel ist es soziale Wirklichkeit zu verstehen und zu verändern” (vgl. Von Unger 2014: 1). Mit den Möglichkeiten zur aktiven Partizipation an Forschung soll gesellschaftliche Teilhabe gefördert (ebd.) und damit gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden. Durch die Bezugspunkte zu partizipativer Softwareentwicklung und zu Service Design kann die Bereitstellung passender Angebote und die Verbesserung von Partizipation erreicht werden (vgl. Aichholzer/Strauß 2015; Nambisan/Nambisan 2013). Verstanden als Werkzeug bietet Co-Creation die Möglichkeit, die Diversität von Ideen zu steigern, zu einer verbesserten Artikulation und gleichzeitig zu einem verbesserten Verständnis der Nutzenden zu kommen (Roeske; Heitmann 2019). Im Projekt wurden Nutzer*innen in sämtliche Phasen der Entwickung und Verwertung einbezogen (vgl. Voorberg/Bekkers/Tummers 2015), um ein Medienangebot zu konzipieren, über welches lokale Nachrichten und Events aggregiert, aufbereitet und bereitgestellt werden. Dabei decken sich die Erkenntnisse der methodischen Herangehensweise im Projekt mit vielen Ansprüchen, die aus Nutzer*innensicht wünschenswert sind (Buschow/Wellbrock 2020).

Co-Creation greift als partizipative Methode soziale Beziehungen als ein Element gesellschaftlichen Zusammenhalts auf, agiert z.B. im Kontext bestimmter Alterskohorten und zieht das Mediennutzungsverhalten als Basis für die Schaffung eines Angebots für den gemeinsamen Erlebnisraum der lokalen Öffentlichkeit heran, um wiederum das Interesse am Lokalen zu fördern. Daraus entstanden ist in der Folge die Plattform „molo.news“, welche partizipativ entlang von Nutzer*innen entwickelt wurde, sich somit gleichzeitig in ein zentrales Diskussionsfeld der Medienpädagogik einordnen lässt (Rössler 2021) und damit über lokaljournalistische Zusammenhänge hinaus zur Geltung kommen kann.

Bibliografie
Roeske, A. (2021, in Druck): Datafizierung, Daten(quellen) und die (Re)produktion digitaler Ungleichheiten in Schule und Schulsozialarbeit. In: Freier, C., König, J., Manzeschke, A., Städtler-Mach, B. (Hrsg.) (2021): Gegenwart und Zukunft sozialer Dienstleistungsarbeit. Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Sozialwirtschaft, Wiesbaden: VS.
Helbig, C.; Roeske, A: (2020): Konsequenzen der Digitalisierung für Studium/Ausbildung, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften. In: Kutscher, N. et al. (Hrsg.): Handbuch Soziale Arbeit und Digitalisierung. Weinheim: Beltz Juventa
Roeske, A.; Heitmann, K. (2019): Nutzerwünsche an eine alternative Nachrichtenplattform: Co-Creation als Methode partizipativer Sozialforschung. In: Brüggemann, M.; Eder, S.; Tillmann, A. (Hrsg.): Medienbildung für alle. München: Kopaed.


 
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