5. Schweizer Landschaftskongress 2026
3. - 4. September 2026
Davos, Schweiz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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P04 Von Pärken lernen: Erfahrungen und Visionen für die Landschaft
Sitzungsthemen: Pärke als Modellregionen für wirtschaftliche, gesellschaftliche, ökologische und landschaftliche Entwicklung
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Landschaftsqualitäten der Nationalparkregion – Eine PPGIS-Pilotstudie 1: Universität Zürich; 2: WSL; 3: UNESCO Biosfera Engiadina Val Müstair; 4: Fundaziun Pro Terra Engiadina; 5: Naturpark Biosfera Val Müstair; 6: Forschungskommission des Schweizerischen Nationalparks, SCNAT; 7: Schweizerischer Nationalpark Zusammenfassung Seit 2010 erhebt das Programm Landschaftsbeobachtung Schweiz (LABES) die wahrgenommene Landschaftsqualität der Schweiz mittels Umfragen, in denen die Einwohner:innen die Landschaft ihrer Wohngemeinde bewerten. In Bergregionen mit teilweise sehr grossen, heterogenen Flächen und geringer Bevölkerungsdichte stellt dieser Ansatz eine Herausforderung dar; das Potenzial der Befragung von Besuchenden blieb bislang ungenutzt. Eine mögliche Herangehensweise besteht darin, die Landschaft an spezifischen Orten zu bewerten und dabei auch Gäste einzubeziehen. Im Modellvorhaben INSCUNTRAR wurde im Unterengadin erstmals eine Vor-Ort-Umfrage entlang eines Wanderwegs getestet. Sie zeigte den Mehrwert standortspezifischer Beurteilungen, ist jedoch für grössere Gebiete zu aufwändig. Daher wurde im Sommer 2025 in einer Pilotstudie ein partizipatives GIS (PPGIS) in der Nationalparkregion eingesetzt. Gäste und Einwohner:innen gaben während oder nach ihrem Aufenthalt geografisch verortete Bewertungen der besuchten Landschaften über eine Online-Umfrage ab. Wir zeigen auf, dass die räumliche Verortung eine präzisere Kartierung der Landschaftsbewertungen ermöglicht und damit das Management touristischer Regionen unterstützen kann, etwa durch die Identifikation von Qualitäts- und Aktivitäts-Hot- und Coldspots. Zugleich adressieren wir bestehende Schwierigkeiten und Unsicherheiten von Online-PPGIS, etwa bei der präzisen Eintragung eines Ortes auf mobilen Geräten, und diskutieren mögliche Lösungsansätze. Wildbienen als Botschafterinnen der Landschaft:Erfahrungen aus dem Parc Ela Verein Parc Ela Zusammenfassung Im Parc Ela ermöglichen Wildbienen neue Zugänge zur Landschaft: Sie verknüpfen Biodiversität, Landnutzung, Kulturgeschichte und Identität. Seit 2022 untersuchen wir das Vorkommen seltener Arten wie der Stängel-Blattschneiderbiene (Megachile genalis) und der Schwarzen Mörtelbiene (Megachile parietina) in verschiedenen Lebensräumen zwischen Albulatal und Engadin. Die Projekte verbinden Forschung, Landschaftsentwicklung und Vermittlung. Wir kartieren Niststrukturen, analysieren Pollenquellen, bewerten Lebensräume und entwickeln gezielte Aufwertungsmassnahmen zusammen mit Forst, Landwirtschaft und Gemeinden. Parallel dazu entstehen Ausstellungen, Führungen und Schulprogramme. Die Resonanz ist gross: Kinder, Landwirt:innen, Freiwillige und Fachleute bringen Beobachtungen ein, melden Funde und beteiligen sich an Monitoring-Einsätzen. Das stärkt das lokale Wissen über die Landschaft und schafft Stolz für die heimische Natur. Das Beispiel zeigt, wie kleine Tiere grosse Wirkung entfalten: Wildbienen machen ökologische Infrastruktur sichtbar, regen zu Diskussionen über Landnutzung an und verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit Emotion und Alltagserfahrung. Der Beitrag zeigt, wie Pärke als Modellregionen funktionieren können – durch Kooperation, Praxisnähe und Begeisterung für die eigene Landschaft. Objectif Chasseral, site naturel à l'épreuve de la médiation territoriale Parc naturel régional Chasseral Zusammenfassung Chasseral, dont l’antenne est visible de loin, est aussi un grand site naturel qui a permis la reconnaissance de la région alentour en tant que Parc naturel régional. En 2023, capitalisant sur cet emblème, la marque territoriale « Grand Chasseral » a été établie par les acteurs régionaux pour désigner la région du Jura bernois. Cette fonction d’étendard a renforcé le besoin d’une gestion de qualité du site de Chasseral. En effet, le sommet est très fréquenté tant par les habitants de la région que les populations urbaines environnantes, particulièrement en automne, conduisant à des problèmes de surfréquentation et de tensions pour lesquels le Parc est régulièrement sollicité. La mise en valeur du nom de Chasseral, l’accroissement constant de la fréquentation avec les nuisances induites, la qualité inégale de l'accueil, les enjeux de l'accès au site sont parmi les raisons ayant conduit à la nécessité de repenser l'avenir du site. Le Parc régional a initié en 2025 une vaste démarche participative, incluant une exposition photographique « Chasseral Vues de loin », afin de tester une vision d’avenir pour le développement de ce site en impliquant les usagers du site. En présentant cette démarche de médiation territoriale, cette contribution illustre les enjeux du paysage comme lieu de rencontre et les réponses possibles. | ||