5. Schweizer Landschaftskongress 2026
3. - 4. September 2026
Davos, Schweiz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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M10 - Tourismus, Identität & Regionalentwicklung
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Wie viel Tourismus brauchen die Alpen? CIPRA Schweiz Zusammenfassung Der Beitrag präsentiert die Ergebnisse des CIPRA Forums 2026, das am 11. Juni 2026 von CIPRA Schweiz gemeinsam mit ihren Mitgliedorganisationen durchgeführt wird. Ziel des Forums ist es, zentrale Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Tourismus im Alpenraum zu analysieren sowie gemeinsam Strategien und Positionen für eine nachhaltige Entwicklung zu formulieren. Am Forum sollen Fachpersonen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft Visionen, Thesen und konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln. Das Forum knüpft an die aktuelle Erarbeitung der nationalen Tourismusstrategie und die wachsende Bedeutung von Klimawandel, Netto-Null-Zielen und Anpassungsprozessen an. Dabei fliessen auch Ansätze wie Degrowth sowie Erfahrungen aus den alpinen Organisationen ein. Ein besonderer Schwerpunkt soll beim Forum auch auf der Frage liegen, wie junge Menschen für Alpenschutz und nachhaltigen Tourismus aktiviert werden können und wie deren Perspektiven systematisch eingebunden werden. Der Beitrag zeigt die erarbeiteten Themen und Massnahmen auf, erläutert die Chancen und Konfliktfelder und ordnet die Resultate in aktuelle politische Prozesse und Projekte der alpinen Akteurslandschaft ein. Tourismusleitbild Prättigau / Davos Regionalentwicklung Prättigau/Davos Zusammenfassung Ziel des touristischen Leitbildes ist die kurz-, mittel- und vor allem langfristige Entwicklung und Stärkung des Tourismus. Das touristische Leitbild ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung und bildet einen Orientierungsrahmen für die Gemeinden und die Akteure und eine Grundlage für Entscheidungen und Handlungen. Die Regionalentwicklung als Ganzes und damit auch der Tourismus basieren auf den externen Rahmenbedingungen, welche uns vorgegeben sind. Dazu gehört die Natur, die Wirtschaft inklusive ihrer technologischen Entwicklung und die Gesellschaft mit ihren Regeln beziehungsweise Gesetzen. Innerhalb der Region Prättigau/Davos bilden die Wertschöpfung, die Bedürfnisse der Bevölkerung beziehungsweise der Unternehmungen sowie die finanziellen, personellen und natürlichen Ressourcen das relevante Fundament der Regionalentwicklung Die Ressourcen der Region Prättigau/Davos schaffen die Grundlage für touristische Angebote. Sie prägen die Region und sind im Gegensatz zum Angebot nur bedingt beeinflussbar. Der Tourismus hingegen kann die Ressourcen beeinträchtigen und ihre Entwicklung beeinflussen. Die Landschaft ist eine der bedeutendsten Ressource und bietet aufgrund ihrer Naturräume Potenzial für die Förderung von Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität. Besonders das Prättigau Das Prättigau weist verschiedene hohe Landschaftswerte und wertvolle Kulturgüter auf. Deren Erhalt und Pflege auch bei der Stärkung und Entwicklung des Tourismus zu berücksichtigen ist. Bergsteigerdörfer – Balance zwischen Nutzen, Entwickeln und Schützen 1: Schweizer Alpen-Club SAC; 2: ZHAW – Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen Zusammenfassung Immer mehr Menschen sind in den Bergen unterwegs – auf der Suche nach authentischen Naturerlebnissen. Hier setzt die Initiative Bergsteigerdörfer an. Eine Auszeichnung als Bergsteigerdorf bedingt ein hohes Mass an Angebots-, Landschafts- und Ortsbildqualität, Bergsportkompetenz, sowie Offenheit für Kooperationen. Das Netzwerk von 43 Orten im Alpenraum verfolgt das Ziel, einen natur- und kulturnahen Tourismus zu fördern und regionale Wertschöpfung zu stärken. Zugleich wollen sie die Gäste für einen respektvollen Umgang mit der lokalen Bevölkerung sensibilisieren und auf einen sorgsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen aufmerksam machen. Im Projekt Bergsteigerdörfer Schweiz 2024–2027 werden diese Handlungsfelder weiterentwickelt – in enger Zusammenarbeit mit lokalen Leistungsträger/-innen und der Bevölkerung. Wichtige touristische und bergsportnahe Impulse werden initiiert und bis zur Umsetzung begleitet; Partnerbetriebe werden in ihrer nachhaltigen Weiterentwicklung unterstützt und Kooperationen innerhalb der Dörfer werden gestärkt. Anhand der Bergsteigerdörfer-Partnerbetriebe, welche auf Swisstainable Level II anerkannt sind, werden die Werte der Initiative aufgezeigt und konkrete Beispiele von Massnahmen und Projekten in den Handlungsfeldern Kooperation, Umweltsensibilisierung und Regionale Wertschöpfung aufgezeigt. Die Plattform localiti.ch zur touristischen Inwertsetzung der Landschaft 1: Association Localiti; 2: HES-SO Valais-Wallis Zusammenfassung Localiti ist eine digitale Plattform zur Förderung eines nachhaltigen, gemeinwohlorientierten Tourismus in ländlichen und alpinen Räumen. Ziel der Plattform ist es, touristische Wertschöpfung mit dem Schutz von Natur- und Kulturlandschaften zu verbinden, indem Besucher:innen über kuratierte Reiserouten gezielt gelenkt und für lokale Besonderheiten sensibilisiert werden. Die Routen werden in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen wie Gemeinden, Museen, Kulturvereinen oder lokalen Produzent:innen entwickelt und basieren auf regionalem Wissen sowie bestehenden Initiativen. Zentraler Bestandteil von Localiti ist eine interaktive Kartenanwendung, die Points of Interest, historische Archive, Fotografien und narrativ aufbereitete Inhalte integriert. Dadurch entsteht ein niedrigschwelliger digitaler Zugang zu kulturellem Erbe und regionalen Geschichten, der sowohl Bildung als auch Bewusstseinsbildung fördert. Ein Pilotprojekt im Verzasca-Tal verdeutlicht den Mehrwert des Ansatzes. Dort wurden fünf ethnografische Routen digitalisiert und iterativ gemeinsam mit einem Museum weiterentwickelt. Individuelle Logos, sorgfältig kuratierte Archivmaterialien und die Veröffentlichung auf einer einheitlichen Karte erhöhten die Sichtbarkeit des kulturellen Angebots und verbesserten die Nutzererfahrung. Insgesamt leistet Localiti einen Beitrag zu einer ausgewogenen Besucherlenkung, zur Stärkung regionaler Identität und zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung touristischer Räume. STEPS – Smart Tourism Evaluation, Prediction and Sustainable Development 1: Tourism Research Unit, University of Bern; 2: Institute of Geography, University of Bern; 3: Institute of Computer Science, University of Bern Zusammenfassung Following the increase of visitor numbers in recent years, many tourism destinations experience a higher utilization of local resources, such as landscapes and infrastructure. While this development brings economic opportunities, it entails the risk of overstressing both natural and socio-cultural resources, particularly in sensitive alpine environments. The implementation of sustainable management is frequently constrained by a lack of objective information to support decision making and by institutional regimes that inadequately balance conservation and use interests. The interdisciplinary project STEPS integrates data-driven monitoring from computer science with institutional analysis of resource use in human geography focusing on Lauterbrunnen, Grindelwald and the Aletsch Arena Region as case studies. We analyze the interplay of visitor flows, resource systems, stakeholder constellations, and governing institutional regimes with the objective of identifying sustainability challenges and creating indicators to measure the development.This is supported through the advancements in digitalization and data availability by developing innovative methodologies for the fusion and analysis of heterogeneous data sources, The comprehensive approach advances scientific understanding and actionable tools for stakeholders in Alpine tourism destinations, supporting digitally-enabled sustainable transformation in line with the needs of local communities, businesses and the environment. | ||