5e Congrès du paysage suisse 2026
3 - 4 septembre 2026
Davos, Suisse
Programme de la conférence
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Récapitulatif du jour |
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M09 - Enfants, paysage & éducation
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| Présentations | ||
Paradisea – Landschaft als Lernraum erleben Pädagogische Hochschule GR Résumé Das Bildungsprojekt Paradisea ist Teil des Reallabors San Bernardino (PH Graubünden) und macht alpine Kulturlandschaften beidseits des Passes zum Lernort. Dabei werden schulische Bildungsangebote mit natur- und kulturbezogenen Fragestellungen im Gelände verbunden. Ziel ist ein Schulmodell, das Landschaft als Erfahrungsraum nutzt und Mehrsprachigkeit, regionale Verbundenheit sowie nachhaltiges Denken fördert. Im Rahmen des Teilprojekts EsTeLS (Esperire il territorio e la lingua straniera) wird Paradisea um Materialien in der ersten Fremdsprache (Italienisch oder Deutsch) erweitert. In enger Zusammenarbeit mit Schulen, Fachhochschulen und Naturpärken werden Fachinhalte und Sprache integrativ vermittelt. Die entwickelten Materialien stehen digital zur Verfügung und richten sich sowohl an die Schule als auch an ausserschulische Akteure. Sie ermöglichen neue Formate nachhaltiger touristischer Bildungsangebote – etwa begleitete Entdeckungsrouten oder Module zur Vermittlung von landschaftlichem Kulturerbe. Paradisea leistet zudem einen Beitrag zur Kohäsion zwischen Nord- und Südbünden: Durch den Einbezug von Lernorten und Akteuren beidseits des San-Bernardino-Passes fördert das Projekt das gegenseitige Verständnis, den sprachlich-kulturellen Austausch und eine gemeinsam getragene Zukunftsperspektive für den alpinen Raum. Kinder gestalten die Landschaft und stärken ihre Selbstwirksamkeit Verein Waldexperiment Résumé Im Waldexperiment bauen Kinder über einen längeren Zeitraum eine persönliche Beziehung zu einem Waldstandort auf. Sie aktivieren dabei ihre eigenen Ressourcen, entwickeln Ideen und gestalten gemeinsam den Wald. Dies geschieht in einem geschützten Umfeld ohne Vorgaben. Die Kinder erleben und entdecken den Naturraum auf ihre Art und Weise. Sie werden mit dem Wald vertraut, ohne dass Erwachsene intervenieren und steuern. Dies bedeutet, dass die Kinder einen Umgang miteinander finden und gemeinsame Entscheide fällen müssen. Sie erleben dadurch Eigenverantwortung, Selbstwirksamkeit, Teamarbeit und einen hohen Grad an Partizipation. Sie eignen sich Kompetenzen an, welche zu den Future Skills gehören; sowohl zwischenmenschlich, im Selbstmanagement als auch in kognitiven Fähigkeiten. Der Wald dient daher als Reallabor für das Miteinander. Gestützt auf die bisherigen Erfahrungen der letzten Jahre wird die Methode Waldexperiment vorgestellt, Erfahrungen zusammengefasst und Folgerungen gezogen rund um die Kernfragen «Wie kann eine Beziehung zum Wald aufgebaut werden?», «Wer entscheidet im Raum?» respektive «Wie weit darf und soll die Raum-Aneignung im Wald gehen?». Jugend gestaltet mit – Partizipation und Leadership im Parc Ela Verein Parc Ela Résumé Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Partizipation. Das steht im Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK). Viele Kinder und Jugendliche wissen jedoch nicht, dass sie dieses Recht haben. Das möchten wir ändern! Im Projekt «Partizipation im Parc Ela» machen wir Jugendlichen ihr Recht auf Mit-sprache in der Gesellschaft bewusst und unterstützen sie dabei, sich für ihre Bedürf-nisse einzusetzen – konkret: ihre Wünsche und Ideen in die Tat umzusetzen. In Workshops, die während des Schulunterrichts stattfinden, erfahren die Kinder und Jugendlichen, was Partizipation bedeutet. Anschliessend entwickeln sie eigene Pro-jektideen, die sie mit Unterstützung in ihrer Freizeit umsetzen können – wenn sie das möchten. Neben diesem Bottom-up Ansatz möchten wir das Recht auf Mitsprache auch auf der Gemeindeebene verankern. Dazu sollen Strukturen geschaffen werden, Meinungen und Bedürfnisse von Jugendlichen in Projekte einfliessen zu lassen, die sie betreffen (z. B. Umbau von Schulhäusern, Spielplätze, Öffentlicher Verkehr). Auch die Eltern der Kinder und Jugendlichen wollen wir sensibilisieren, damit dieses wichtige Thema breite Unterstützung und Akzeptanz erhält. Landwandel: Spielend die Landschaft verändern ETH Zürich, Schweiz Résumé Die Kulturlandschaft der Schweiz muss sehr unterschiedliche Funktionen erfüllen. Die Zielkonflikte darin zu bearbeiten ist eine zentrale Aufgabe der integrierten Landschaftsentwicklung. Im digitalen Spiel «Landwandel» steht der Zielkonflikt zwischen der Nahrungsmittelproduktion und der Möglichkeit CO2 zu sequestrieren im Fokus. Die Spielenden haben im Spiel die Aufgabe Landnutzungen so zusammenstellen, dass die beiden Ziele möglichst optimiert werden. Das Spiel erlaubt Kindern und Erwachsenen sich spielerisch mit der Thematik auseinanderzusetzen. Sie gestalten im Spiel die Landschaft auch nach ästhetischen Gesichtspunkten und bekommen laufend Feedback zur Produktion von Nahrungsmitteln und der Sequestrierung von CO2. Der Beitrag diskutiert die Möglichkeiten, wie Spielformen auf unterhaltsame Weise für Themen der Landschaftsentwicklung sensibilisieren können. Weiter klärt der Beitrag die Möglichkeiten zu Anwendung solcher digitalen Spielformen für schulische und ausserschulische Lernorte. | ||