5. Schweizer Landschaftskongress 2026
3. - 4. September 2026
Davos, Schweiz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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P13 Baukultur im ländlichen Raum
Sitzungsthemen: Beziehungen zwischen Landschafts- und Baukultur
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11:30 - 11:45
Culture du bâti et processus de transformation dans les centres ruraux Institut Transform, Haute école d'ingénierie et d'architecture de Fribourg HEIA-FR Zusammenfassung En Suisse, la lutte contre l’étalement urbain favorise la densification des territoires urbanisés. Ce phénomène concerne autant les communes rurales. Lorsqu’elle se limite à la production de logements, cette densification tend à affaiblir la vitalité villageoise, transformant les localités en « communes-dortoirs ». Cette dynamique est renforcée par la dématérialisation, le regroupement et la disparition de nombreux services d’intérêt général (communication, transport, loisirs, santé, éducation), laissant dans le paysage des « vides » spatiaux et sociaux. Souvent reprogrammés de manière sporadique, par des administrations aux moyens limités, ces bâtiments vacants présentent pourtant un fort potentiel de transformation de la qualité de vie locale. Comment ces « vides » – anciennes gares, postes, églises – peuvent-ils réintégrer des services d’intérêt général ? Quelle culture du bâti peut contribuer à redynamiser les paysages ruraux, renforçant la complémentarité des fonctions résidentielles et collectives ? À partir d’étude de cas suisses et européennes et en mobilisant le Système Davos de qualité, cette recherche examine les synergies possibles entre paysage, projet architectural et reprogrammation d’intérêt général. Cette contribution, basée sur le projet COBASI (NRP81 Baukultur), propose un double apport : l’approfondissement théorique des enjeux de culture du bâti en territoire rural et l’identification de pistes opérationnelles pour le projet de revitalisation rurale. 11:45 - 12:00
Integration von Baukultur und Grundversorgung im ländlichen Raum WSL Zusammenfassung Ländliche Gemeinden stehen vor vielfältigen Herausforderungen: Demographischer Wandel (Alterung, Abwanderung), Klimawandel und ein Rückzug klassischer Dienstleistungen führen unter anderem zu Leerständen und schwächen das dörfliche Leben. Gleichzeitig bieten ungenutzte Gebäude und Infrastrukturen die Chance, neue Nutzungen anzusiedeln und Dorfzentren wieder zu beleben. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welchen Beitrag die Verbindung von Baukultur und Grundversorgung zur Revitalisierung des dörflichen Lebens leisten kann. Dieser bislang wenig beachteten Frage gehen wir im Projekt «Co-creating transformation processes of Baukultur and Services of general interest in rural municipalities» (SNF NFP81) nach. Auf Basis einer Literaturanalyse und Fallstudien in Schweizer Gemeinden haben wir förderliche und hinderliche Faktoren für erfolgreiche Umnutzungsprozesse identifiziert. Mittels Interviews mit Gemeindebehörden, Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Dienstleistern zeichneten wir lokale Transformationsprozesse nach. Die Ergebnisse zeigen, wie partizipative Ansätze, engagierte Akteure und eine vorausschauende Planung sowohl die Grundversorgung stärken als auch eine lebendige Bau- und Landschaftskultur fördern – und damit neue Impulse für vitale Dorfzentren setzen können. 12:00 - 12:15
Qualitätssicherung und Baukultur im ländlichen Raum plan:team S AG Zusammenfassung Die Sicherung einer hohen Planungs- und Gestaltungsqualität ist eine zentrale Aufgabe der Raumplanung – auch im ländlichen Raum. Während qualitätssichernde Planungsverfahren, Standards und Kriterien in städtischen Gebieten weitgehend etabliert sind, ist die Qualitätssicherung in ländlichen Regionen deutlich anspruchsvoller. Die Gründe dafür sind vielfältig: eine geringere Sensibilisierung, eine andere thematische Dringlichkeiten, mangelndes Fachwissen sowie begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen. Auch dort, wo im Zuge von Nutzungsplanungsrevisionen Fachgremien eingeführt wurden, ist Qualitätssicherung kein Selbstläufer – der Dialog über Qualität in Planung und Gestaltung muss häufig erst aufgebaut werden. Mit dem RPG 2 rückt die qualitätsvolle Entwicklung ausserhalb der Bauzonen stärker in den Fokus. Es braucht dringend geeignete Instrumente der Qualitätssicherung, eine frühzeitige Auseinandersetzung mit gestalterischen Fragen sowie fachliche Begleitung – auch dort, wo bislang wenige entsprechende Strukturen bestehen. Qualität in der Entwicklung des ländlichen Raums kann nicht fakultativ sein. Baukultur, Landschaft und Ortsbild sind zentrale Träger von Identität. Mehrere Kantone entwickeln hierzu Programme und Pilotprojekte. Der Beitrag stellt aktuelle Ansätze vor und initiiert einen Erfahrungsaustausch zur Stärkung von Baukultur und Qualitätssicherung im ländlichen Raum. 12:15 - 12:30
Wasserspeicher.Kultur.Landschaft – Schwammlandschaft als Lösungsansatz 1: BHP – Brugger und Partner; 2: steiger texte konzepte beratung; 3: RaumundZeit; 4: EMAC Zusammenfassung Klimawandel und sektorale Nutzungsinteressen stellen die Kulturlandschaften des Schweizer Mittellands vor zunehmende Herausforderungen. Längere Trockenperioden, häufigere Starkniederschläge und intensive Flächennutzung führen zu Wasserknappheit, Erosion, Ernteausfällen und hohen Schadenskosten. Das Projekt «Schwammlandschaften» entwickelt und erprobt integrierte Ansätze, um Wasser in der Landschaft zurückzuhalten, natürliche Retentionsräume zu reaktivieren und damit ökologische, landwirtschaftliche und gesellschaftliche Resilienz zu stärken. Fallstudien illustrieren unterschiedliche Herausforderungen: von entwässerten Agrarlandschaften mit Hochwasserrisiken bis zu Trockenstress und Bewässerungsbedarf. Durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Raumplanung, Wasserwirtschaft, Naturschutz und Verwaltung werden praxisnahe Lösungen entwickelt – etwa landschaftsbasierte Speicher- und Rückhaltemassnahmen, die Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Landschaftsqualität fördern. Das Projekt versteht Schwammlandschaften als Systemansatz, der natürliche und technische Wasserbewirtschaftung kombiniert, sektorübergreifende Planung ermöglicht und neue Formen der Kooperation schafft. Ziel ist es, konkrete Umsetzungsstrategien, Governance-Modelle und übertragbare Werkzeuge zu entwickeln, um Kulturlandschaften klimaresilient, biodivers und produktiv zu gestalten. | ||