5. Schweizer Landschaftskongress 2026
3. - 4. September 2026
Davos, Schweiz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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M06 - Klimaresilienz & Transformation
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Die Schweiz im Klimawandel gestalten 1: Akademie der Naturwissenschaften Schweiz, Forum Landschaft, Alpen, Pärke Haus der Akademien; 2: Eidgenossische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Zentrum Landschaft; 3: Alpenwanderer; 4: Global Mountain Biodiversity Assessment, University of Bern and Lausanne; 5: Impuls AG; 6: World Wildlife Fund; 7: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich; 8: Schweizer Alpen Club; 9: Steiger Texte Konzepte Beratung Zusammenfassung Die grosse landschaftliche Vielfalt der Schweiz geht einher mit einer breiten Palette an Ökosystem- oder Landschaftsleistungen. Jedoch verändert der Klimawandel sowohl die Landschaften wie auch ihre Leistungen. Wie können wir Landschaften so gestalten und nutzen, dass ihre Leistungen für Mensch und Umwelt langfristig gewährleistet sind? Wer ist dafür verantwortlich? Um gewisse Landschaftsleistungen auch unter einem sich verändernden Klima zu sichern, braucht es neue Planungs- und Schutzstrategien, und eine gesamtgesellschaftliche Abwägung der Interessen und Zielen des Klimaschutzes mit jenen der Landschaftsentwicklung. Ein integrativer Landschaftsansatz, der Natur, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zusammenführt und die verschiedenen Akteurinnen und Akteure und Sektoren einbezieht, kann solche breit abgestützte Lösungen schaffen. Solch ein Ansatz macht Zusammenhänge sichtbar, hilft Zielkonflikte frühzeitig zu erkennen und schafft eine Basis für tragfähige Handlungsoptionen. Dieser Vortrag präsentiert diese und weitere Hauptbotschaften des Faktenblattes der Akademien Schweiz zum Thema «Schweizer Landschaften im Klimawandel». Anhand zentraler Ergebnisse zweier Forschungsprojekte zu Landschaften im Klimawandel und von Praxisbeispielen, werden Handlungsoptionen im Rahmen einer ganzheitlichen und partizipativen Landschaftsgestaltung vorgestellt. Proaktive Klimaanpassung als Standortfaktor Generis AG Zusammenfassung Der Klimawandel transformiert Landschaft, Infrastruktur und touristische Angebote. Anpassungsstrategien bleiben jedoch häufig reaktiv, lokal begrenzt und unverbunden mit Wirtschafts- und Standortentwicklung. Wir treten mit dem Ansatz an, proaktive Klimaanpassung als strategische Chance für Wertschöpfung und Resilienz zu verstehen. Mit einem praxisnahen Beitrag am Marktplatz, zeigen wir Ansätze auf, in denen Klimaanpassung, Standortförderung, touristische Infrastruktur und Regionalentwicklung verknüpft sind und aus einer Chancenperspektive betrachtet werden. Wir zeigen, wie: • proaktive Klimaanpassungsmassnahmen wertschöpfungsorientiert in der Zentrumsentwicklung, der Standortförderung oder der Tourismusentwicklung eingesetzt werden. • welche Voraussetzungen für ganzheitlich gedachte Lösungen im Bereich proaktiver und wertschöpfungsorientierter Klimaanpassung geschaffen werden müssen. • öffentliche und private Akteure durch koordinierte Governance-Modelle, gemeinsame Investitionslogiken und regional abgestimmte Entwicklungsprozesse in die Lage versetzt werden, Klimarisiken nicht nur zu managen, sondern in neue ökonomische und gesellschaftliche Nutzenpotenziale zu transformieren Als generis arbeiten wir an der Schnittstelle zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft. Im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung betreuen wir mehrere Förderprogramme des Bundes und führen seit über 25 Jahren die Wirtschaftsförderung und die RSE-Stelle des Kantons Schaffhausen. Holistischer Landschaftseinsatz im Klimawandel am Beispiel des Westbalkans Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (BFH-HAFL) Zusammenfassung Durch den Klimawandel nehmen extreme Wetterereignisse zu, die sowohl natürliche als auch kulturelle Landschaftsflächen erheblich beeinträchtigen. Auf globaler Ebene reicht die blosse Bekämpfung von Waldbränden nicht mehr aus, sondern es wird zunehmend empfohlen, in Vorsorge und Prävention zu investieren. Alles deutet darauf- es erfordert ein integrales Risikomanagement. Seit einigen Jahren besteht ein Bewusstsein dafür, dass ein holistischer Ansatz auf Landschaftsebene nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig ist, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen. Obwohl die meisten Stellen nur einen konkreten Teil der Landschaft bewirtschaften, ist eine Zusammenarbeit mit anderen Stakeholdern derselben Landschaft gefragt. Um das gemeinsame Ziel der Resilienz einer Landschaft zu erreichen, ist es unerlässlich, dass alle Beteiligten Offenheit zeigen, den Äusserungen anderer Aufmerksamkeit schenken, ihre Sprache verstehen und die Bereitschaft mitbringen, gemeinsam innovative Massnahmen zu entwickeln. Das Projekt «Landscape Fire Management in the Western Balkans» zeigt, wie diese Prinzipien in der Praxis umgesetzt werden, indem gemeinsam mit Schweizer Stakeholdern neue Ansätze zur Prävention und Bewältigung klimabedingter Risiken entwickelt werden. Klimawandel sursilvan: Reflexionen aus Wissenschaft, Kunst, und Praxis 1: Transdisziplinaritätslabor, ETH Zürich; 2: ITD Research Group, Eawag; 3: Master Transdisziplinarität, Zürcher Hochschule der Künste Zusammenfassung Der Klimawandel schreitet in den Alpen besonders rasch voran. So auch in der Surselva im Kanton Graubünden, wo mit der Klima-Toolbox schon vor bald 10 Jahren eine erste Auslegeordnung zur Anpassung an den Klimawandel entstand. An unserem transdisziplinären Marktstand erkunden wir, was seitdem geschehen ist. Was bedeuten Anpassung und Resilienz auf gesellschaftlicher Ebene? Wie werden Klimawandel und die Anpassung daran in der Landschaft sichtbar? Und welche neuen Lösungsansätze gibt es? Diese und ähnliche Fragen reflektieren wir anhand von Künste-Wissenschaften-Kollaborationen, die im Rahmen eines forschungsbasierten Lehrprojekts an der ETH Zürich und der Zürcher Hochschule der Künste entstanden. Die Beiträge nehmen den Klimawandel im Berggebiet in Sektoren wie Naturgefahren, Landwirtschaft, Wasser und Tourismus in den Blick. Basierend auf der Einbindung verschiedener Stakeholder aus der Region machen sie lokales Wissen explizit und verbinden es mit wissenschaftlicher Evidenz und künstlerischer Reflexion. Eingebettet sind die Beiträge in den Kontext des Forschungsprojektes Anthro:Relate an der ETH Zürich, das transformative Beziehungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft im Anthropozän untersucht. Unser Marktstand lädt die Besuchenden dazu ein, sich der Anpassung an den Klimawandel aus verschiedenen Perspektiven zu nähern. Er liefert zudem Impulse für einen konstruktiven Dialog von Wissenschaft, Kunst, und Praxis – in der Surselva und in anderen Regionen der Alpen. Une altitude sous influence, 1400 m 1: HEPIA filière architecture du paysage, Suisse; 2: HES-SO Master Zusammenfassung Sous l’effet du réchauffement climatique, les dynamiques alpines semblent s’inverser : la végétation remonte vers des seuils plus favorables et les humains cherchent toujours plus haut des lieux de vie et de loisirs. Ce phénomène révèle les limites des ressources naturelles et le décalage entre le temps long de formation du paysage et la consommation rapide du sol. La moyenne montagne, seuil stratégique et dernier rempart accessible à l’urbanisation, devient un espace très sollicité où cohabitent des usages fragiles. L’association Altitude 1400 alerte depuis longtemps sur le mitage du paysage, la pression foncière et le bouleversement des milieux. Ses travaux nous ont permis de saisir l’importance de ce repère altimétrique. Nos observations, menées à l’étage des mayens et aux départs des télécabines, se sont enrichies d’entretiens avec des professionnel·les et des habitant·es. Leurs témoignages évoquent des pistes sur la gestion des ressources, le vivre ensemble et la qualité paysagère. Ce matériau constitue le point de départ de notre enquête, non exhaustive mais centrée sur les transformations et la qualité des paysages à 1400 m. L’objectif est de prendre le pouls de réalités parfois disjointes, révélatrices des tensions qui traversent aujourd’hui la moyenne montagne. Klimaresiliente Schulareale durch Simulation und Partizipation 1: ZHAW / Dept. Architektur, Gestaltung & Bauingenieurwesen, Schweiz / Institut Urban Landscape; 2: ZHAW / Dept. LSFM, Schweiz / Institut Umwelt und Natürliche Ressourcen; 3: Landscale AG Zusammenfassung Schulareale zählen zu den wichtigsten öffentlichen Freiräumen für Kinder und Jugendliche, werden in der Klimaanpassung jedoch bislang kaum berücksichtigt. Die Studie entwickelt und erprobt einen interdisziplinären Ansatz zur klimaresilienten Weiterentwicklung von Schularealen am Beispiel der Kantonsschulen Rychenberg und Im Lee in Winterthur. Ziel ist die Bewertung von Hitzeminderungsmassnahmen hinsichtlich ihrer klimaökologischen, sozialen und planerischen Wirkung. Die Besonderheit des Projekts liegt in der Verknüpfung von Partizipation und Simulation. Perspektiven von Schüler:innen und Mitarbeitenden wurden durch partizipative Erhebungen erfasst und mit Biodiversitätsbewertungen sowie Klima- und Gebäudesimulationen kombiniert. Zum Einsatz kamen Stadtklima-, Quartierklima- und Gebäudemodelle für die Zeithorizonte 2035 und 2060. Die Ergebnisse zeigen, dass Entsiegelung, Begrünung und Beschattung die höchste Wirksamkeit erzielen. Lokale Reduktionen der thermischen Belastung von bis zu 20 °C sowie deutliche Verbesserungen der Aufenthaltsqualität konnten nachgewiesen werden. Gleichzeitig fördern diese Massnahmen Biodiversität, Gesundheit und Lernumgebung. Die Studie zeigt, wie naturbasierte Lösungen und digitale Simulationswerkzeuge zur Planung klimaresilienter urbaner Räume beitragen können. Der Ansatz ist auf weitere Bildungsstandorte übertragbar und versteht Schulareale als Living Labs für Klimaanpassung, Biodiversität und gesellschaftliche Transformation. | ||