5. Schweizer Landschaftskongress 2026
3. - 4. September 2026
Davos, Schweiz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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P10 Landschaft klimaresilient gestalten
Sitzungsthemen: Klimawandel und Landschaft
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10:15 - 10:30
Klimaresiliente Landschaftsentwicklung in Armenien WSL Zusammenfassung Der Beitrag zeigt, vor welchen Herausforderungen eine klimaresiliente Landschaftsentwicklung in Armenien steht und wie diese Herausforderungen bewältigt werden können. Hintergrund für diesen Beitrag ist das von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit finanzierte Projekt Forest Restoration and Climate Change in Armenia FORACCA, das in verschiedenen Bereichen versucht, eine klimaresiliente Entwicklung zu unterstützen. Dabei geht es zum einen um neue Landnutzungsformen wie Agroforstwirtschaft, Aufforstungen, Wasserspeicher und Bewässerung. Zum anderen geht es um die Entwicklung und Vermittlung von neuem Wissen (z. B. regionalisierte Klimaszenarien, lokale Klimafolgenprofile). Das Projekt arbeitet transdisziplinär, inklusiv und sektorübergreifend und geht dabei von den lokalen Bedürfnissen in Gemeinden und staatlichen Behörden aus. Daher gehören zu den Arbeitsformaten im Projekt u.a. partizipative Workshops in Gemeinden zur Entwicklung und Umsetzung von Klimaanpassungsmassnahmen, die Entwicklung von Fortbildungsmaterial für die E-Learning-Plattform des Ministeriums für territoriale Administration und Infrastruktur oder Trainings zur Klimamodellierung für Mitarbeitende des nationalen meteorologischen Dienstes. All das erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern (u.a. armenische NGOs) und wird mit anderen internationalen Entwicklungsorganisationen vor Ort abgestimmt. 10:30 - 10:45
Wandel im Armenischen Wald: Schwierigkeiten und Chancen bei der Aufforstung WSL Zusammenfassung Das FORACCA (Forest Restoration and Climate Change in Armenia) Projekt unterstützt armenische NGOs und staatliche Organisationen mit wissenschaftlich fundierten Empfehlungen zu Aufforstung, naturnaher Waldpflege und den Auswirkungen des Klimawandels. Im Bereich Waldmanagement möchte das transdisziplinäre Projekt Anpassungen und Handlungsoptionen im Hinblick auf den Klimawandel konkretisieren. Dabei stehen Erkenntnisse über Waldleistungen, erfolgreiche Aufforstung und naturnahe Waldbewirtschaftung im Fokus. Die Wälder Armeniens verlieren seit der Besiedelung durch den Menschen stetig an Fläche. Trotz jüngster Bemühungen, steht die Wiederaufforstung vor schwerwiegenden Herausforderungen: Institutionelle Schwierigkeiten, fehlende Ressourcen in ländlichen Gegenden und herausfordernde ökologische Konditionen, welche verstärkt werden durch den stetig zunehmenden Einfluss des Klimawandels. Entsprechend, könnte es in Zukunft häufiger zu Dürre und Hitzeperioden, in einem schon warmen und trockenen Armenien kommen. Um langfristig nachhaltig Forst- und Landwirtschaft betreiben zu können, sind landschaftliche Anpassungen sowie strukturelle Änderungen nötig. In diesem Vortrag teilen wir erste Einblicke in spezifische Waldleistungen, Aufforstungserfolge an extremen Standorten und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den armenischen Partnern. 10:45 - 11:00
Stadt–Natur im Blick: Digitale Kartierung zeigt Potentiale und Konflikte auf Fachhochschule OST Zusammenfassung Die zunehmenden Abhängigkeiten zwischen Siedlungs- und Landschaftsraum sowie klimabedingte Belastungen verstärken räumliche und soziale Spannungen in Schweizer Metropolitanregionen. Hitzebelastung in Städten erhöht den Ausweichdruck auf stadtnahe Landschaften, während zentrale Bevölkerungsgruppen – insbesondere Jugendliche und ältere Menschen – in Landschaftsdialogen kaum vertreten sind. Das Forschungsprojekt untersucht in den Grossräumen Genf und Zürich, wie kartenbasierte Bevölkerungsumfragen als dialogorientiertes Instrument genutzt werden können, um Wahrnehmungen, Aktivitäten und gesundheitliche Bedürfnisse sichtbar zu machen und Ausschlussmechanismen in Planungsprozessen aufzudecken. Die Fallstudie Genf zeigt, dass besonders Gewässerräume wie das renaturierte Vallon de l’Aire starkem Nutzungsdruck unterliegen. Die Konkurrenz zwischen Erholung, Landwirtschaft und Naturschutz verdeutlicht die enge Verflechtung von ökologischen Schutzansprüchen, Gesundheit sowie Bewegungs- und Sozialräumen. Gleichzeitig verschärfen unklare Zugänge und mangelhafte Kommunikation bestehende Konflikte. Erreichbarkeit wirkt dabei als zentraler Nutzungstreiber; sozial benachteiligte Quartiere mit geringer Freiraumversorgung sind besonders belastet – ein Hinweis auf Umweltungerechtigkeiten. Die Studie zeigt die Relevanz empirischer Nutzungsdaten für klimaadaptive, gesundheitsorientierte Landschaftsentwicklung und für einen inklusiven Dialog zwischen Siedlungs- und Naturraum. 11:00 - 11:15
Stassenbäume für die Stadt St. Gallen Umland – Gestaltung städtischer und ländlicher Freiräume Zusammenfassung Wie kann der Strassenraum wirtlicher werden? Dies auch in Anbetracht des bevorstehenden Klimawandels? Mit dem neuen Artikel zum Klimaschutz in der Gemeindeordnung, welcher von der Bevölkerung 2020 beschlossen wurde, hat sich die Stadt verpflichtet, geeignete Massnahmen zu treffen und den negativen Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Wir erarbeiteten hierfür das Strassenbaumkonzept, welches im vergangenen Frühjahr vom Stadtrat veröffentlicht wurde. Es dient als langfristige Strategie der Strassenraumgestaltung. Stärkung oder Ausformulierung von Identität und Orientierung sind wesentlicher Bestandteil des Konzepts. In Abhängigkeit der Quartierscharakteren wurden unterschiedliche Strategien zur Baumpflanzung und Ausbildung der Baumstreifen vorgeschlagen. Die Biodiversität wird mit den Strassenbäumen gefördert. Ein Bepflanzungstyp, welcher in den Strassenräumen vorgesehen ist, dient ausschliesslich der ökologischen Vernetzung von Wildtieren. Diese führen von umgebenden Heckenstrukturen durch das Siedlungsgebiet hindurch. An der Umsetzbarkeit des Konzepts wurde intensiv gearbeitet, da dies entscheidend für deren Realisierung ist. Viele verschiedene Anforderungen und Interessen sind an einen Strassenraum vorhanden, die sich häufig widersprechen. Der Platz für die Massnahmen ist jedoch beschränkt. Konflikte wurden aufgezeigt, Prioritäten benannt, Zielwerte für die Kronenbedeckung der Strassenparzellen formuliert und Beurteilungskriterien für Variantenentscheide entwickelt. | ||