5e Congrès du paysage suisse 2026
3 - 4 septembre 2026
Davos, Suisse
Programme de la conférence
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Récapitulatif du jour |
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W1 Univers d'expériences hybrides : le paysage, une archive vivante
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Workshop: Landschaft als lebendiges Archiv 1: Hochschule Luzern – Design Film Kunst, Schweiz; 2: Hochschule Luzern – Wirtschaft Résumé Landschaften sind mehr als Orte – sie sind lebendige Gedächtnisse. In ihnen sammeln sich Geschichten, Handwerkswissen, ökologische Prozesse und kulturelle Praktiken. Im Workshop «Landschaft als lebendiges Archiv» wollen wir gemeinsam ausloten, wie Menschen und nicht-menschliche Akteure Landschaft formen und wie Landschaften wiederum Identität, Wissen und Zusammenhalt prägen. Mit kreativen, assoziativen Methoden laden wir Teilnehmende ein, ihren eigenen Zugang zur Landschaft zu reflektieren: Welche Erfahrungen, Praktiken oder Erinnerungen verbinden wir mit ihr? Was bewahren Landschaften – und was geht verloren? Im Austausch mit Akteur:innen aus Regionen, in denen Landschaft eng mit immateriellem Kulturerbe verknüpft ist (z. B. Köhlerei, Alpenkultur, Volksmusik), diskutieren wir drei zentrale Fragen: 1. Wie werden lokale Praktiken in Landschaften eingeschrieben und weitergegeben? 2. Wie können Landschaften als offene «Museen», resp. als formbare Gedächtnisräume gedacht werden, die viele Stimmen einbeziehen? 3. Welche Rollen spielen Partizipation, institutionelle Strukturen und regionale Netzwerke, um Landschaft als kulturellen Resonanzraum zu stärken? Ziel des Workshops ist es, neue Sichtweisen, Verantwortlichkeiten und Kooperationen sichtbar zu machen – und gemeinsam zu erkunden, wie Landschaften als ökologische und kulturelle Archive gestaltet werden können. Hybride Erfahrungswelten: Kulturerbe als Resonanzraum Hochschule Luzern Résumé Der hybride Resonanzraum setzt Landschaften, Orte, Praktiken und Menschen über physisch-digitale Schnittstellen in Beziehung. Durch die Resonanz wird das immaterielle Kulturerbe in einer lebendigen Erfahrungswelt inszeniert, die sinnlich, sozial und emotional erlebbar wird. Resonanz, angelehnt an Hartmut Rosa, beschreibt in diesem Zusammenhang eine innige und wechselseitige Beziehung zwischen Besuchenden, Akteur:innen, Landschaften und Traditionen, die auf einem Moment des gegenseitigen Entdeckens beruht. Digitale Technologien wie Augmented Reality, mobile Anwendungen oder geolokalisierte Audiowalks sollten in diesem Sinne nicht primär der technisierten Vervielfältigung des immateriellen Kulturerbes dienen, sondern der Ermöglichung tieferer Beziehungserfahrungen. Im Zentrum der Vermittlungsangebote steht nicht das Konsumieren, sondern das aktive Mitgestalten und Erleben durch partizipative Archive, Co-Kreation und die Einbindung von Kunst- und Kulturschaffenden. Anhand zweier Fallbeispiele – der Köhlerei im Napfgebiet und der Musik im Alpsteingebiet – zeigen wir auf, wie das engmaschige Verhältnis zwischen immateriellen Kulturpraktiken und Landschaft durch virtuelle und augmentierte Medien erlebbar wird. Die Köhlerei im Spannungsfeld zwischen Forstwirtschaft und immaterieller Kultur Hochschule Luzern Résumé Die Köhlerei im Entlebuch zählt zu den letzten lebendigen Handwerkspraktiken der Schweiz und wird bis heute unter freiem Himmel betrieben. Als immaterielles Kulturerbe verbindet sie jahrhundertealtes Erfahrungswissen, handwerkliche Fertigkeiten und eine tiefe kulturelle Verankerung in der Landschaft des Napfgebiets. Gleichzeitig ist sie einem zunehmenden Wandel ausgesetzt, bedingt durch gesellschaftliche Transformationen, demografische Veränderungen, zunehmenden Tourismusdruck und den Verlust tradierten Wissens. Der Kinodokumentarfilm «Köhlernächte» des Filmemachers Robert Müller begleitete die Köhler:innen im Napfgebiet über fünf Jahre hinweg bei ihrer Tätigkeit. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs mit Vertreter:innen des Köhlerverbandes wird ein kurzer Ausschnitt des Films gezeigt und dabei Einblick in die enge Verbindung zwischen Köhlerei als tradierte Form der Forstwirtschaft und der Waldlandschaft gegeben. Kann die Köhlerei heute als immaterielles Kulturerbe eingestuft werden und noch die politische Kraft entfalten, die benötigt wird, um Einfluss auf die Forstwirtschaft zu nehmen? | ||