5. Schweizer Landschaftskongress 2026
3. - 4. September 2026
Davos, Schweiz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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P24 Landschafts- und Biodiversitätsmanagement
Sitzungsthemen: Ökologische Infrastruktur, Biodiversität und Landschaft
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13:45 - 14:00
Rare species affected by management in semi-natural Swiss grasslands WSL Zusammenfassung Semi-natural grasslands are important economically for grazing of domestic animals, but they also host high biodiversity. Grasslands are highly managed and this management is known to influence biodiversity but comprehensive analyses that simultaneously considers the influence of management intensity, and abiotic factors, on grassland biodiversity are limited. Using a robust set of plots collected within several nationwide Swiss survey programs we evaluated the relative importance of management and abiotic factors on grassland diversity. We find that management variables were among the main factors influencing species richness. Further, management had a stronger influence on species richness than when this richness was weighted by abundance indicating that rare species are likely most susceptible to management. Sites with frequent mowing and high nitrogen have lower species richness, confirming expected effects of management on diversity; a pattern that is consistent in both low and high elevation grasslands. By evaluating the importance of management in the context of other drivers of biological diversity allowing us to provide more informed management recommendations. 14:00 - 14:15
Modellvorhaben «Agrarpark Limmattal»-Vorbild ÖI in Agglomerationslandschaft 1: Fachhochschule OST-ILF; 2: Stiftung Landschaftsschutz Schweiz; 3: SKK und Gersbach Landschaftsarchitekten, Arbeitsgemeinschaft; 4: Bundesamt für Landwirtschaft Zusammenfassung Der kantonsübergreifende und schweizweit erste Agrarpark im Limmattal befindet sich seit 2025 in den ersten Umsetzungen. Er hat das Potential, «Role-Model» für eine vorbildliche Vorgehensweise zur Inwertsetzung einer qualitätsvollen Agglomerati-onslandschaft zu werden. Die verschiedenen Nutzungsansprüche werden in Koexistenzen organisiert und für Erholungssuchende aufgewertet, wobei die Grundlage dazu die wirkungsvolle Implementierung der ökologischen Infrastruktur (ÖI) ist. Der «Agrarpark Limmattal» vereint mit einem integralen Ansatz vielfältige Fragestellungen, die für die meisten siedlungsnahen Kulturlandschaften in den Schweizer Agglomerationen anwendbar sind: - Wie gelingt es, die Landschaft des 21. Jahrhunderts aktiv zu gestalten (Landschaftskonzept Schweiz, 2020)? - Wie können die Aspekte klimaangepasste landwirtschaftliche Nutzung, Landschaftsästhetik, ÖI und Naherholung grossräumig und integral gedacht und in konkreten Multikomponentenprojekten umgesetzt werden? Insbesondere auch auf den gut nutzbaren Böden (FFF) des Schweizer Mittellandes, die rein raumtypologisch in Konflikt mit einer rasanten Siedlungs- und Verkehrsinfrastrukturentwicklung stehen. Ziele: - Ästhetik und Umsetzung der ÖI als Reallabor im Sinne einer lernenden Planung, - Arbeitsthilfen, - Kommunikations- und Medienkonzept, - Bildungsformate für Gemeinden, Bevölkerung und Verwaltung 14:15 - 14:30
Projekt ALPEX: Das Alpen Experiment für Biodiversität und Klima 1: Schweizerische Greina-Stiftung; 2: Geologisches Institut, ETH Zürich; 3: Department of Environmental System Science, ETH Zürich; 4: WSL Zusammenfassung Projekt ALPEX schafft ein kollaboratives Netzwerk, welches wissenschaftliche Experten, Naturschutz-Organisationen, lokale Akteure und Bundesämter miteinander verbindet, um entscheidende Erkenntnisse aus Langzeitbeobachtungen von Flüssen zu gewinnen. Dazu werden hochauflösende Sensoren, Kohlenstoffisotopenanalysen (14C, 13C) und environmental-DNA (eDNA) eingesetzt, um sowohl den Kohlenstoffkreislauf zu erfassen sowie die Artenvielfalt langfristig zu dokumentieren. Auf diese Weise fördert ALPEX einen synergetischen Ansatz, der sicherstellt, dass die gewonnenen Daten wirksam zur Gestaltung evidenzbasierter Naturschutzstrategien und zur Bewältigung dringender Herausforderungen in der Schweiz beitragen. Projekt ALPEX baut auf einer soliden Grundlage früherer Forschungsprojekte der ETH Zürich auf und integriert dabei eine starke gesellschaftliche Komponente, bei der die Schweizerische Greina-Stiftung mit ihrer langjährigen Erfahrung massgeblich beiträgt. Letztlich schafft ALPEX die Grundlage für ein weltweit relevantes Rahmenwerk zur langfristigen Umweltbeobachtung und gesellschaftlichen Beteiligung – mit der Schweiz als führendem Beispiel des Schweizer Wegs für Naturschutz in den Alpen. 14:30 - 14:45
Lebendige Trafotürme – Kulturlandschaft für mehr Biodiversität planikum ag Zusammenfassung Trafotürme sind historische Bauwerke aus der Zeit der Elektrifizierung, die ab dem späten 19. Jahrhundert mit der flächendeckenden Stromversorgung entstanden. Sie wandelten Hochspannung aus dem Netz in haushaltsübliche Niederspannung um. Zwischen den 1920er- und 1960er- Jahren entstanden vielerorts massive Turmbauten, oft nach Typenplänen. Viele erhielten regionale Elemente wie Giebeldächer oder besondere Fassadenfarben, um sich ins Ortsbild einzufügen. Mit der Erdverlegung von Leitungen und neuen, kompakteren Anlagen verloren Trafotürme ihre Funktion. Nur noch wenige sind heute im Betrieb. Durch gezielte Artenförderung und ökologische Aufwertungen können die architektonisch und historisch wertvollen Zeitzeugen sinnvoll mit der Förderung von Biodiversität verbunden und umgenutzt werden. Unsere Vision lautet: Vom Elektrizitätsnetzwerk zum Biodiverisitätsnetzwerk. Idealerweise werden die Transformationen mit verschiedenen Nutzungen überlagert. Dadurch ergeben sich auch Mehrwerte für die Gesellschaft, den Erhalt der Baukultur und die ästhetische Aufwertung der Umgebung. Auf dem Weg dorthin wollen wir Trafotürme individuell auswählen, analysieren und massgeschneiderte Massnahmen entwerfen, mit denen die Bauwerke ökologisch, baukulturell und gesellschaftlich aktiviert werden können. Über die Zeit kann so aus dem ehemaligen Stromnetz ein identifikationsstiftendes Biodiversitätsnetz als Bestandteil einer wertvollen Kulturlandschaft entstehen. | ||