5e Congrès du paysage suisse 2026
3 - 4 septembre 2026
Davos, Suisse
Programme de la conférence
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Récapitulatif du jour |
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P23 Tourisme et paysage en mouvement
Sujets de la session: Tourisme et infrastructure dans le paysage
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| Présentations | ||
13:45 - 14:00
Mountainbiken im Wandel: Nutzergruppen und Tourenpräferenzen 2012–2025 Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW Résumé Mountainbiking ist seit Jahrzehnten im Alpentourismus verankert. Seit Mitte der 2010er-Jahre gewannen E-Mountainbikes stark an Bedeutung – mit neuen Reichweiten, erweiterten Nutzergruppen und heute über der Hälfte des schweizweiten Verkaufsanteils. Die Studie untersucht die aktuellen Tourenpräferenzen und damit u.a. das Erlebnis der Berglandschaft von Bikenden und E-Bikenden in der Schweiz und vergleicht sie mit Mustern von 2012, die mit einer ähnlichen Methode erhoben wurden. Grundlage ist eine Online-Erhebung 2025 unter 367 Bikenden einschliesslich eines Discrete-Choice-Experiments. Vier Nutzersegmente treten hervor: eine leistungsorientierte Gruppe mit langen, höhenmeterreichen und technisch anspruchsvollen Touren sowie drei Gruppen, die meist kürzere Touren unter vier Stunden wählen. Das Erlebnis der Berglandschaft wirkt in allen Segmenten positiv, und Bikende und E-Bikende unterscheiden sich in den Tourenpräferenzen kaum. Eine Gruppe bevorzugt komfortorientierte Touren; eine zweite wählt mittellange Touren mit moderaten Anstiegen und reagiert sensibel auf hohe Besuchendenzahlen; die dritte zeigt die stärkste Präferenz für Rundtouren. Im Vergleich zu 2012 bleiben die Unterschiede zwischen leistungsorientierten und komfortorientierten Bikenden klar erkennbar. Rundtouren zeigen eine höhere Attraktivität und die negative Wirkung der Begegnung mit vielen Wandernden fällt moderater aus. Zusatzinfo: Stichprobe wird 2026 vergrössert. 14:00 - 14:15
Bouldermagnet Magic Wood: Wie Ferrera nachhaltigen Tourismus gestaltet 1: ZHAW Forschungsgruppe Tourismus & Nachhaltige Entwicklung; 2: Gemeinde Ferrera; 3: Region Viamala; 4: Viamala Tourismus Résumé Das international bekannte Bouldergebiet Magic Wood zieht jährlich mehrere Tausend Besucher:innen in die kleine Berggemeinde Ferrera und prägt damit Landschaft, Nutzung und regionale Wertschöpfung. Die Infrastruktur stösst allerdings an ihre Grenzen, was oftmals zu Verkehrschaos und Nutzungskonflikten führt. Ferrera steht exemplarisch für alpine Landschaften, die vor der Herausforderung stehen, touristische Attraktivität, regionale Wertschöpfung und ökologische Verantwortung in Einklang zu bringen. Ziel ist es nicht mehr Gäste anzuziehen, sondern bestehende Besuchsströme besser zu lenken, Konflikte zu reduzieren und die Attraktivität der Gemeinde Ferrera als Wohn- und Arbeitsort zu stärken. Gemeinsam mit regionalen Akteur:innen wie der Gemeinde Ferrera, dem Naturpark Beverin, der Region Viamala, Viamala Tourismus, der IG Magic Wood und lokalen Leistungsträgern entwickelt die ZHAW im Rahmen eines NRP-Projekts ein nachhaltiges touristisches Gesamtkonzept. Dieses umfasst Themen wie landschaftsverträgliche Infrastruktur und touristische Angebote, nachhaltige Mobilität im Berggebiet, Besuchermanagement und eine Nachhaltige Entwicklung als übergeordnete Leitlinie der Gemeinde. Der Beitrag zeigt, wie durch partizipative Prozesse und transdisziplinäre Zusammenarbeit Wege gefunden werden, um Landschaft als Lebens- und Erlebnisraum in Balance zu halten – und Ferrera langfristig als resiliente, identitätsstiftende und landschaftsverträgliche Destination zu positionieren. 14:15 - 14:30
Erholst du dich oder störst du schon? Wildtier-Mensch-Interaktionen ZHAW – Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR) Résumé In naturnahen Gebieten stehen die Erholungsbedürfnisse der Menschen den Lebensraumanforderungen der Wildtiere gegenüber. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie positive Effekte von Wildtier-Mensch-Interkationen (z.B. Erholungswirkung, erhöhte Naturverbundenheit und Unterstützung von Naturschutz) gefördert und gleichzeitig Störungen von Wildtieren minimiert werden können. Zentral untersuchen wir, inwiefern Begegnungen mit Wildtieren, die in der Regel kaum Angst auslösen (Gämse oder Reh), zur wahrgenommenen Erholungsqualität von Naherholungssuchenden beitragen und wie solche Begegnungen die Einschätzung von Störungen von Wildtieren prägen. Hierzu analysieren wir mittels einer Online-Befragung jeweils die letzte Wildtierbegegnung mit Gämse oder Reh von rund 1150 Teilnehmenden. Der Fragebogen basiert auf dem von Johansson et al. (2021) entwickelten Rahmenkonzept zur Erholungswirkung von Wildtierbegegnungen in natürlicher Umgebung. Aufbauend darauf schätzen wir verschiedene multivariate Modelle, darunter Generalized Linear Mixed Models (GLMM) und hierarchische Regressionsmodelle. Auf planerischer Ebene liefern diese Ergebnisse Grundlagen für die Entwicklung von Massnahmen zur Förderung möglichst schonender Begegnungen mit Wildtieren, insbesondere in naturnahen Naherholungsgebieten. 14:30 - 14:45
Besucherlenkung in stadtnahen Erholungswäldern – Modell der Zukunft? 1: Berner Fachhochschule (BFH-HAFL); 2: Grün Stadt Zürich; 3: Czech University of Lif Sciences, Tschechische Republik Résumé Angesichts des wachsenden Interesses städtischer Bevölkerungsgruppen an Erholung in der stadtnahen Natur wird es zunehmend wichtig, das Besucherverhalten fundiert zu analysieren und darauf aufbauend wirksame praxisrelevante Steuerungsinstrumente zu entwickeln, um negative Auswirkungen auf die Landschaft zu begrenzen und gleichzeitig die Qualität der Naturerlebnisse zu verbessern. In diesem Beitrag präsentieren wir erste Erkenntnisse eines Kooperationsprojektes zwischen Tschechien und der Schweiz zur Förderung des nachhaltigen Tourismus in stadtnahen Landschaften. Konkret unterstützen wir den Spa-Wald im tschechischen Karlsbad, der mit einer übermässigen kontinuierlichen sowie saisonalen Besucherfrequenz zu kämpfen hat. Um dem Problem langfristig entgegenzuwirken, setzen wir automatische Zähler ein, die kontinuierlich die Besucherzahlen erfassen. Diese Daten werden durch eine Besucherumfrage ergänzt, die Aufschluss über die Motivationen und Präferenzen der Besucher*innen gibt. Zusätzlich fördern wir den systematischen Wissensaustausch mit Erholungswäldern in der Schweiz, die über etablierte Monitoring- und Besucherlenkungskonzepte verfügen. In diesem Tandembeitrag wird dabei exemplarisch auf den Uetliberg bei Zürich eingegangen. Basierend auf den Resultaten entwickeln wir gemeinsam mit den Forstbehörden in Karlsbad eine nachhaltige Besucherlenkungsstrategie. Ziel des Projekts ist es, ein für ähnliche stadtnahe Erholungslandschaften übertragbares Modell zu entwickeln. | ||