5e Congrès du paysage suisse 2026
3 - 4 septembre 2026
Davos, Suisse
Programme de la conférence
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Récapitulatif du jour |
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P21 Développement du paysage et régional dans les Alpes
Sujets de la session: Aménagement du paysage: planifier, construire, développer en montagne et en plaine
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| Présentations | ||
13:45 - 14:00
Commons der Alpen–Ein offenes Archiv für Handwerk, Tradition und Innovation FHNW Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel Résumé Das SNF-Projekt Commons der Alpen – Ein offenes Archiv für Handwerk, Tradition und Innovation https://data.snf.ch/grants/grant/10000223 entwickelt ein interoperables digitales Archiv, das traditionelles und innovatives Handwerkswissen aus vier Bündner Naturpärken (Modellregionen) sammelt, strukturiert und zugänglich macht. Auf Basis eines skalierbaren Datenmodells (Dublin Core) entsteht ein prototypischer Design-Commons, der als digitales Wissensallmend erweitert werden kann. Untersucht wird, wie digitale Infrastrukturen den Zugang zu lokalem Wissen, dessen Wahrnehmung und Weitergabe verändern – insbesondere in Regionen, in denen Handwerkstraditionen gefährdet sind. Im Fokus stehen handwerkliche Kenntnisse im Spannungsfeld von Tradition und Innovation, in den Bereichen Textilien, Holzverarbeitung, Sgrafitto, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Kräuterwissen u.a. – vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Durch Open-Source-Entwicklung, Co-Creation mit regionalen Expert:innen sowie die Sichtbarmachung weiblicher Akteur:innen entsteht eine neue Wissensökologie für alpine Kulturräume. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Zukunft digitaler Commons, zur Transformation analoger Traditionen in nachhaltige Wissensräume und zur langfristigen Sicherung alpiner Handwerkspraktiken. 14:00 - 14:15
Wertschätzung und Wertschöpfung der ‹Nationalen Naturlandschaften› 1: ARL - Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft; 2: Universität Würzburg Résumé Natur erbringt vielfältige, nutzenabhängige- als auch in nutzenunabhängige Leistungen für die Gesellschaft (Pearce/Turner 1990). Der Ökosystemleistungs-ansatz bildet die Grundlage für die Ermittlung des ökonomischen Gesamtwertes, welcher all diese Leistungen beinhaltet (TEEB DE 2016). Da Natur in ihrer Gesamtheit nur unzureichend erfassbar ist, können naturschutzgesetzlich prädikatisierte Landschaften als geeignete Repräsentanten dienen. In Deutschland bilden die Nationalen Naturlandschaften (NNL) die Dachorganisation für den Naturschutz auf 33 % der Landesfläche. Zu ihnen zählen 141 Nationalparks, Naturparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete, welche unterschiedliche Schutzziele verfolgen, aber gemeinsam zur nachhaltigen Entwicklung dieser Landschaften beitragen (NNL e.V. 2025). Bislang wird ihr Wert in politischen Entscheidungsprozessen oft nur unzureichend berücksichtigt. Ein zentraler Grund dafür ist das fehlende Wissen über die gesellschaftliche Bedeutung. Über 25 Jahre gesammelte Daten zur regionalwirtschaftlichen Wirkung der getätigten Ausgaben von Naturtouristen und damit des konkreten Mehrwerts der Schutzgebiete vor Ort, sollen Natur künftig sichtbarer und wirkungsvoller in politische Entscheidungsprozesse einbringen. Zudem wurde im Rahmen eines bevölkerungsrepräsentativen Discret Choice Experiments die monetäre Bewertung von Ökosystemleistungen im Rahmen einer Total Economic Valuation der NNL durchgeführt (BfN 2026). 14:15 - 14:30
Übersetzung der Alpenkonvention in die österreichische Raumplanung 1: Technische Universität Wien; 2: CIPRA Österreich Résumé Die Alpenkonvention legt in ihrer Rahmenkonvention und den Protokollen Leitprinzipien für ein nachhaltiges Leben in den Alpen fest. Sie wird international oft als Beispiel für eine gelungene Abstimmung zu Prinzipien einer räumlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zwischen Staaten gesehen. Die Realität zeigt, dass die Umsetzung der Alpenkonvention gerade in der räumlichen Entwicklung aufgrund allgemeiner Formulierungen und fehlender Kriterien herausfordernd bleibt. Mit der CIPRA Österreich wurde daher ein Leitfaden zur Integration der Ziele und Maßnahmen der Alpenkonvention in der österreichischen Raumplanung – insbesondere auf kommunaler Ebene – verfasst und 2025 publiziert. Im Frühjahr 2026 folgt ein Workshop mit Planer:innen zur Erarbeitung von Umsetzungspfaden. Der Beitrag reflektiert zu Zielsetzungen und Vorgaben der Alpenkonvention und ihrer Protokolle für die räumliche Entwicklung und inwiefern diese bereits erreicht oder durch bauliche/infrastrukturelle Entwicklungen konterkariert werden. Neben der Frage der Verbindlichkeit der Konvention, wird der Frage nachgegangen, welche Hilfestellung sie für eine nachhaltige räumliche Entwicklung in den Alpen leisten kann. 14:30 - 14:45
«Das Konzept Zentraler Freiräume» zur Steuerung steigender Raumansprüche 1: ARL - Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft; 2: Universität Würzburg Résumé Industrienationen überschreiten in immer kürzeren Zeitabständen ihr jährliches ökologisches Ressourcenbudget (Wackernagel und Rees 1996). Besonders im Alpenraum führt die räumliche Begrenztheit zu einer intensiven Konkurrenz um nutzbare Flächen, wodurch ökologisch wertvolle Gebiete zunehmend unter Druck geraten (Ströbel et al. 2025). Diese Freiräume erfüllen zentrale ökologische und gesellschaftliche Funktionen, indem sie als verbindende Strukturen wirken und essenzielle Ökosystemleistungen bereitstellen. In einer vergleichenden Dokumentenanalyse für Südtirol und die Planungsregion Oberland in Bayern wurden raumplanerische Instrumente hinsichtlich ihrer Wirksamkeit im Freiraumschutz untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Obwohl Planungssysteme den ökologischen Wert von Freiräumen klar anerkennen, mangelt es an verbindlichen, räumlich konkreten Zielvorgaben, wodurch bestehende Flächenziele kaum eingehalten werden. Neben einer präziseren Verantwortungszuweisung und stärkeren Steuerungsinstrumenten plädieren wir für ein erweitertes Planungsnarrativ über das Konzept Zentraler Freiräume, das ökologische Multifunktionalität als zentrale Grundlage raumplanerischer Entscheidungen versteht. Es zielt darauf ab, Schutzwirkungen zu erhöhen und verbindliche «No-Go-Flächen» zu definieren, um die langfristige Sicherung ökologisch bedeutender Räume vor einer Inanspruchnahme zu gewährleisten. Der Beitrag wird im Rahmen der geplanten AlpPlan Session eingereicht. | ||