5. Schweizer Landschaftskongress 2026
3. - 4. September 2026
Davos, Schweiz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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P18 Bildung mit, in und für die Landschaft
Sitzungsthemen: Ökologische Infrastruktur, Biodiversität und Landschaft
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11:30 - 11:45
Enseigner et apprendre avec, dans et pour le paysage 1: Université de Genève; 2: Haute Ecole du Paysage, d'Ingénierie et d'Architecture de Genève Zusammenfassung L’équipe de didactique du paysage travaille depuis plusieurs années sur la manière d’enseigner et d’apprendre le paysage, de l’école enfantine aux formations universitaires, en passant par des dispositifs de sensibilisation extrascolaires et de médiation pour le grand public. Si le paysage demeure rare dans les plans d’étude, son potentiel heuristique en matière d’acquisitions de savoirs, savoir-faire et savoir-être, est grand. Les enseignant·es qui s’en saisissent en perçoivent les intérêts didactiques et pédagogiques : l’entrée progressive dans la complexité, les jeux d’échelles, de temporalités et systèmes d’acteurs, le recours à l’interdisciplinarité, la réflexivité liée à la durabilité, la mobilisation de l’approche sensible du paysage… Outil au service du sens critique, le paysage demeure peu travaillé à l’école primaire et secondaire. Il existe des freins à son utilisation à la fois comme outil et enjeu. Parmi eux, citons la difficulté à sortir avec les classes, à considérer que le paysage se réduit au seul « beau » paysage, esthétisé et patrimonialisé, ou encore qu’il n’y a guère à dire ou à penser avec le paysage. Cette communication de trois membres de l’équipe présentera deux dispositifs (la réalisation de maquettes, le jeu de rôles), analysés durant plusieurs années, qui favorisent les relations personnelles et collectives avec le paysage des élèves et étudiant·es, par un travail des dimensions politiques, sensibles et complexes, et ce, pour tous les âges. 11:45 - 12:00
Das Bildungspotenzial von (Alltags-)Landschaften für die Volksschule Pädagogisch Hochschule Zürich Zusammenfassung Fachpersonen der Landschaftsforschung sowie der Lehrplan 21 plädieren dafür, ein «integrales Landschaftsverständnis» (Mathieu et al. 2016, 323; Huser u. Keller 2023) an Schulen und Hochschulen zu vermitteln. Dazu bietet die Geografiedidaktik mit ihren ganzheitlich vermittelten Mensch-Umwelt-Beziehungen (Integrated Studies) geeignete Bildungszugänge. Der Beitrag zeigt anhand einer Studienwoche (n=144) im Studiengang Primarstufe der Pädagogischen Hochschule Zürich, wie Ziele der politischen Bildung, der Bildung für Nachhaltige Entwicklung, des außerschulischen Lernens sowie aus den Didaktiken Geografie, Geschichte und Ethik integrativ verknüpft werden. Forschungsansatz: Design-Based Research (Reinmann 2021). Ergebnisse: Die Landschaftsentwicklung im Nahraum eignet sich als Inhalt besonders gut, um demokratische Aushandlungsprozesse zu üben (auch mit künftigen Schüler:innen). Die Befragten bewerten die Auseinandersetzung mit der eigenen Landschaft als (teilweise stark) förderlich für den Aufbau von Visionsfähigkeit und Mündigkeit. Studierende zeigen nachher ein aktiv-teilhabendes und weniger ein passiv-distanziertes Raumverständnis (Huser 2021). - Huser, K. u. Keller, R. 2023. Nachhaltige Landschaftsentwicklungen an Hoch-/Schulen fördern. DOI: https://doi.org/10.25321/prise.2023.1435. - Mathieu, J. et al. 2016. Geschichte der Landschaft in der Schweiz. Zürich. - Reinmann, G. 2021: Reader zu Design-Based Research (DBR). https://journals.sub.uni-hamburg.de/EDeR/article/view/1554. 12:00 - 12:15
Interdisziplinäres Lernangebot: Resilienzlabor – Digital lernen 1: BAFU; 2: Fachhochschule OST Zusammenfassung Das «Resilienzlabor» richtet sich an Bachelor- und Master-Studierende aus den Bereichen Bauingenieurwesen, Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung, Landschaftsarchitektur sowie Raumentwicklung und Landschaftsarchitektur. Das «Resilienzlabor» bietet den Studierenden Zugang zu Simulationssoftware und Analyseinstrumenten für Fallstudienanalysen. Es werden neue Unterrichtsmaterialien und interdisziplinäre Lehrbausteine erstellt, um das Wissen hinsichtlich Naturgefahren und Klimaanpassungsmassnahmen in den Studiengängen zu vertiefen. In Projekt- und Abschlussarbeiten setzen die Studierenden die Analyse- und Simulationsprogramme selbständig ein, um Gestaltungsvorschläge zu simulieren und zu optimieren. Dadurch werden Wirkmechanismen und Zusammenhänge von Planungsmassnahmen anschaulich demonstriert. Das «Resilienzlabor» dient insofern auch einer neuen Form der Lehre, die den Studierenden die Möglichkeit bietet, Klimaanpassungsmassnahmen eigenständig auf ihre tatsächliche Wirkung im Siedlungsgebiet zu überprüfen, Planungsvarianten zu vergleichen und deren Wirkungen hinsichtlich einer widerstandsfähigen Planung kritisch zu reflektieren. Die interdisziplinären Unterrichtsbausteine ermöglichen es, aus verschiedenen Perspektiven und disziplinären Ansätzen auf ein gleiches Fallstudienprojekt zu schauen, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, um lokale Klimaschutzmassnahmen effizient zu entwickeln und die Bevölkerung vor Naturgefahren zu schützen. 12:15 - 12:30
AlpenLernen Projektwoche – als Klasse die alpine Landschaft erleben 1: Schweizer Alpen-Club SAC; 2: UNESCO-Weltnaturerbe TektonikArena Sardona Zusammenfassung Die AlpenLernen Projektwochen des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) verbinden schulische Bildung mit intensivem Lernen in, mit und über Landschaft. In Zusammenarbeit mit UNESCO-Welterbestätten wie der Tektonikarena Sardona ermöglichen sie Schulklassen, alpine Landschaften als komplexe Natur- und Kulturräume ganzheitlich zu erfahren. Während einer fünftägigen Projektwoche auf einer SAC-Hütte setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Bergsport, Landschaftsentstehung, Geologie, Flora und Fauna, Naturgefahren sowie der nachhaltiger Nutzung des Alpenraums auseinander – fernab von digitaler Ablenkung. Die Projektwochen basieren auf den Prinzipien der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Im Zentrum stehen handlungs-, erfahrungs- und reflexionsorientierte Lernprozesse, welche fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen fördern. Die Tektonikarena Sardona dient dabei als einzigartiger Lernraum, um Prozesse der Alpenbildung sichtbar zu machen und Landschaft als Ergebnis langfristiger geologischer und menschlicher Entwicklungen zu „lesen“. Alpine Landschaft wird nicht nur vermittelt, sondern körperlich, emotional und sozial erlebt: beim Gehen im Gelände, beim Bergsport, im Hüttenalltag, im Beobachten natürlicher Prozesse oder auch im Austausch über Nutzungskonflikte und Klimawandel. | ||