5e Congrès du paysage suisse 2026
3 - 4 septembre 2026
Davos, Suisse
Programme de la conférence
Vue d’ensemble et détails des sessions pour cette conférence. Veuillez sélectionner une date ou un lieu afin d’afficher uniquement les sessions correspondant à cette date ou à ce lieu. Cliquez sur une des sessions pour obtenir des détails sur celle-ci (avec résumés et téléchargement si disponibles).
|
Récapitulatif du jour |
| Session | ||
P16 Planifier l'urbanisation et les infrastructures
Sujets de la session: L’espace alpin et la plaine entre exode urbain et exode rural
| ||
| Présentations | ||
11:30 - 11:45
Hochwertige Siedlungsentwicklung – Gratwanderung zwischen Stadt und Land 1: Bundesamt für Raumentwicklung; 2: ETH Zürich, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung (IRL) Résumé Das revidierte Bundesgesetz über die Raumplanung am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Es hat einen sehr grossen Einfluss auf die Landschaft. Seither werden weniger Bauzonen eingezont und innerhalb der Bauzone muss qualitätsvoll «verdichtet» werden. Seit 2014 hat sich aber auch Einiges verändert. Der Begriff «qualitätsvolle» Innenentwicklung hat eine neue Bedeutung gewonnen, Klimaaspekte sind bedeutend wichtiger. Zudem stellt sich auch die Frage, welche Potenziale im Bestand genutzt werden können oder braucht es wegen der Wohnungsknappheit gar wieder Einzonungen? Wie können wir zudem rascher schweizweit vergleichbare raumplanerische Informationen nutzen und gleichzeitig mit Entwicklungsszenarien verbinden? In der Schweiz sind viele gute Datengrundlagen vorhanden. Im Hinblick auf die Digitalisierung werden diese noch zu wenig miteinander verknüpft, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Sie sind entweder nur in spezialisierter Form bearbeitbar oder sind nicht harmonisiert und deshalb nicht interoperabel. Ein zentrales Beispiel sind die Bau- und Zonenordnungen der Schweizer Gemeinden, welche die Grundlage für die Nutzung des Raumes und der baulichen Möglichkeiten bieten. Die Siedlungsentwicklnung nach innen ist eine Gratwanderung zwischen «Stadt und Land sowie Tal und Berg». Je mehr es gelingt, innerhalb der bestehenden Siedlung eine hochwertige Siedlungsentwicklung umzusetzen, umso mehr lassen sich auch Qualitäten der Landschaftsräume ausserhalb der Siedlungen entwickeln. 11:45 - 12:00
Messung der Zersiedelung in der Schweiz: Zeitreihen seit 1919 1: Bundesamt für Raumentwicklung (ARE); 2: Concordia University Montreal; 3: Eidg. Forschungsanstalt WSL Résumé Um die Wirkung der Raumplanung zu messen, setzt das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) der Schweiz eine Vielzahl von Indikatoren ein. Darunter ist auch die Messgrösse der Zersiedelung. In Zusammenarbeit mit der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und der Concordia University in Montreal hat das ARE eine Zeitreihe der Zersiedelung bis 1919 berechnet und auf seiner Internetseite publiziert Zersiedelung. Die Zersiedelung hat sich auf gesamtschweizerischer Ebene in den letzten 3 Jahren stabilisiert, nimmt jedoch in bestimmten Gebieten weiterhin zu. Die Messgrösse der Zersiedelung berücksichtigt die Grösse der Siedlungsfläche, deren räumliche Streuung sowie ihre Nutzungsdichte durch die Bevölkerung, entwickelt von C. Schwick und J. Jaeger 2010 an der ETH. Seit 2014 wird sie im Programm Landschaftsbeobachtung Schweiz (LABES) und als Umweltindikator im Monitoring der Nachhaltigen Entwicklung (MONET). Seit 2023 ist sie Teil der Leistungsvereinbarung zwischen Parlament und ARE. Die Brücke zwischen Forschung und Praxis zu schlagen, ist anspruchsvoll. Konsistente Datengrundlagen und geeignete Werkzeuge zur Berechnung der Messgrösse sind hierfür entscheidende Erfolgsfaktoren. Mit der jährlichen Aktualisierung der Datengrundlage der Siedlung, der Bereitstellung eines Open-Source-Plugins für die Berechnung, sowie der regelmässigen Publikation der neuen Resultate stehen die Instrumente für den praktischen Einsatz nun bereit. 12:00 - 12:15
Raumplanerische Interessenabwägung EspaceSuisse Résumé Die raumplanerische Interessenabwägung ist die zentrale Methode zur Entscheidfindung in der Raumplanung. Der Beitrag zeigt auf, wie diese Methode auf den verschiedenen Stufen der Raumplanung – von der Sach- und Richtplanung über die Nutzungsplanung bis zum Projekt – angewendet wird und wie Landschaftsinteressen systematisch einbezogen werden können. Im Fokus stehen die Schritte der Interessensermittlung, -bewertung und -abwägung, der Begründung der gewählten Lösung sowie der Dokumentation, die für Behörden, Planende und Betroffene zentrale Orientierung bietet. Besonderes Augenmerk gilt der Berücksichtigung landschaftlicher Werte wie Erholung, Biodiversität, Identität und landschaftliche Qualität, die oftmals schwer quantifizierbar sind und daher eine sorgfältige fachliche Herleitung erfordern. Der Beitrag beleuchtet typische Herausforderungen wie Nutzungskonflikte zwischen Siedlungsentwicklung, Landwirtschaft, Infrastruktur und Landschaftsschutz, politische Erwartungen und die Einbindung vielfältiger Anspruchsgruppen. Zudem werden Erfolgsfaktoren für eine stufengerechte und umfassende Interessenabwägung aufgezeigt und Anforderungen welche sich aus aktueller Rechtsprechung ergeben dargelegt. Der Beitrag zeigt damit Wege auf, wie raumplanerische Entscheide zu einer nachhaltigen und landschaftsverträglichen Entwicklung beitragen können. 12:15 - 12:30
Gestalten oder Verstecken? Nationalstrassen im Wandel der Ästhetik 1: Fachhochschule OST; 2: ASLA Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur Résumé Die Präsentation beleuchtet die Eingliederung des Schweizer Nationalstrassennetzes in die Landschaft aus Sicht der Landschaftsplanung. Anhand markanter Streckenabschnitte wie der Axen- und der Walenseestrasse wird gezeigt, wie sich gestalterische Ansätze im Laufe der Zeit verändert haben. Grundlage bilden historische Materialien aus dem Schweizerischen Archiv für Landschaftsarchitektur (ASLA), die die Arbeit prägender Akteure dokumentieren. So entwarf Walter Leder 1955 eine harmonische Einbettung der Axenstrasse durch gezielte Bepflanzung mit Föhren, Buchen und Sträuchern, ohne die Aussicht für Autofahrer zu beeinträchtigen. Knapp zehn Jahre später setzte Johannes Schweizer bei der Walenseestrasse in gewissen Abschnitten ganz auf Koniferen, um ganzjährigen Blendschutz gegenüber vorbeifahrenden Zügen zu gewährleisten. Der landschaftliche Wandel wurde bereits mit dem Bundesbeschluss über die Nationalstrassen von 1960 vorgezeichnet. Seither haben sich die Anforderungen an Trassierung und Ausgestaltung – nicht zuletzt durch die rasante Zunahme des Verkehrsaufkommens – erheblich verändert. Je nach Art der Eingliederung unterscheiden sich Intensität und Wirkung des Eingriffs deutlich. Der Beitrag fragt: Für wen wird geplant – für die Landschaft oder den Autofahrer? Welche Erwartungen an Ausblicke bestehen heute, und wie verändern sich ästhetische Massstäbe? Ein Blick zurück eröffnet Perspektiven für die Zukunft: Welche Prinzipien bleiben, welche müssen neu gedacht werden? | ||