5e Congrès du paysage suisse 2026
3 - 4 septembre 2026
Davos, Suisse
Programme de la conférence
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Récapitulatif du jour |
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P15 – Perception de la production d'énergie dans le paysage
Sujets de la session: Production d'énergie et impacts sur le paysage
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| Présentations | ||
11:30 - 11:45
Windenergie in der Schweiz – wo befinden sich die geeigneten Gebiete? Bundesamt für Energie Résumé Windenergie ist ein zentraler Baustein, um die Energie- und Klimaziele der Schweiz zu erreichen. Sie liefert Strom genau dann, wenn er am meisten benötigt wird: im Winter. Zwei Drittel des Windstroms werden im Winter produziert, wenn Solaranlagen und Wasserkraftwerke weniger liefern. Eine moderne Windenergieanlage produziert auf kleiner Fläche so viel Winterstrom wie eine Solaranlage mit einer Modulfläche von 19 Fussballfeldern. Strenge Umweltverträglichkeitsprüfungen garantieren den Schutz von Natur und Landschaft. Seit 2018 sind die Kantone gesetzlich verpflichtet Eignungsgebiete für die Windenergie auszuscheiden. Wie funktioniert dieser Prozess und wo stehen die verschiedenen Kantone heute mit ihrer Planung bei der Abwägung von Schutz- und Nutzungsinteressen. 11:45 - 12:00
PV en Cohabitation 1: Stiftung Landschaftsschutz Schweiz; 2: Société Mont-Soleil Résumé Auf dem Mont Soleil im Berner Jura, auf rund 1300 Metern über Meer, produziert eine freistehende Photovoltaik-Anlage seit 1992 Strom. Zwischen 1996 und 2010 sind 16 Windturbinen dazugekommen, die inzwischen bereits teilweise durch neue Maschinen ersetzt wurden. Nun folgt das nächste Kapitel der Fortsetzungsgeschichte: Im Rahmen des Solarexpress plant die Société Mont Sol eine weitere freistehende Photovoltaik-Anlage, die jährlich rund 11.4 GWh Strom liefern soll, wovon 4.57 GWh im Winter. Durch das Konzept «PV en cohabitation» soll die Anlage schonend in die landwirtschaftliche Nutzung und in den Landschaftstyp des Pâturage boisé integriert werden. Wie bereits bei den Windanlagen haben die Stromproduzentin und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz die Standorte für die PV-Felder gemeinsam eruiert. Als nächster Schritt der Zusammenarbeit werden zurzeit die Bepflanzung der Zwischenräume und die Detailgestaltung der Modultische im Austausch mit Fachleuten aus Landschaftsarchitektur und Architektur überarbeitet. Die Ergebnisse werden zum Zeitpunkt des Landschaftskongresses 2026 vorliegen. In diesem Tandem erläutern die Stromproduzentin und die SL-FP, worauf es bei der Planung und Gestaltung einer Energielandschaft ankommt – aus wirtschaftlicher, landschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht. 12:00 - 12:15
Einfluss von Interventionen auf die Bewertung von Energielandschaften 1: Technische Universität Wien, Österreich; 2: WSL Résumé Gesellschaftliche Disruptionen wie der Ukrainekrieg, steigende Strompreise und klimatische Extremereignisse haben die Debatte um erneuerbare Energieinfrastrukturen (REI) intensiviert. Dennoch zeigen Arbeiten zum Landscape-Technology Fit (LTF) (Salak und Hunziker 2025), dass grundlegende landschaftsbezogene Präferenzen trotz solcher Ereignisse weitgehend stabil bleiben. Dennoch stellt sich die Frage, ob gezielte Interventionen mittels Informationen oder Visualisierungsstilen die Einstellungen zu verändern vermögen. In einem visuellen Discrete-Choice-Experiment wurden 1937 repräsentative ausgewählte Bewohner:innen der Schweiz variierenden Bild- und Textformaten ausgesetzt, um Antworten auf diese Frage zu finden. Die Ergebnisse zeigen keinen substanziellen Einfluss der Interventionen auf die Präferenzen. Energieanlagen werden weiterhin in wenig menschlich beeinflussten Alpenlandschaften abgelehnt und in siedlungs- und tourismusgeprägte Landschaften eher akzeptiert. Auch generelle Trends wie die Akzeptanz moderater PV sowie die Ablehnung von Windinfrastrukturen und Stromleitungen bleiben konstant. Dies zeigt, dass moderate kommunikative Interventionen keine tiefgreifenden Verschiebungen bewirken, sondern Präferenzmuster in der Bevölkerung allenfalls akzentuieren, ohne sie entscheidend zu verändern. Diese Persistenz unterstreicht die hohe Stabilität landschaftsbezogener Bewertungen und verweist auf die Relevanz des LTF als Ausdruck langfristig verankerter Mensch–Umwelt-Beziehungen. 12:15 - 12:30
Optimizing tomorrow's energy with local acceptance and biodiversity in mind WSL Résumé Transitioning to renewable energies can be a challenge for various reasons, chief among them is the impact on natural landscapes and local opposition to renewable energy projects. Regardless, the various studies that have explored ideal ways of installing renewable energy infrastructure across a nation or a region, very rarely fully account for both biodiversity and local acceptance. Here we present how we've developped and evaluated an accurate, fine-scale map of the potential local acceptance for renewable energy in all of Switzerland. We then show how we included it in a multi-objective optimization, along with an in-depth consideration of the impact on natural landscapes important to biodiversity. In this way, we reveal ways forward to achieve net-zero for Switzerland that may encounter the least local and regional resistance. | ||