5e Congrès du paysage suisse 2026
3 - 4 septembre 2026
Davos, Suisse
Programme de la conférence
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Récapitulatif du jour |
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P19 Biodiversité et paysage – avantages et utilisation
Sujets de la session: Éducation et médiation du paysage - dans, avec et celui-ci
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| Présentations | ||
13:45 - 14:00
Projektnavigator – Zugang zu den Forschungsergebnissen von ValPar.CH 1: steiger texte konzepte beratung, Horw; 2: Universität Zürich, Zürich; 3: Ralph Sonderegger, Zürich Résumé Biodiversität, Landschaftsqualität und die Leistungen der Natur sind essenzielle Grundlagen für eine hohe Lebensqualität und das Leben schlechthin. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts ValPar.CH zeigen, wie sich Naturwerte unter veränderten Rahmenbedingungen entwickeln werden. Sie vermitteln darüber hinaus praxisorientierte Impulse für die Planung, die Governance und die Kommunikation rund um Natur und Landschaft. Sie zeigen damit Wege auf, wie sich die Biodiversität und Landschaftsqualität wirkungsvoll stärken lässt. Der ValPar.CH-Praxisnavigator verschafft Zugang zu diesen Ergebnissen. Die forschungsbasierten Anregungen, Instrumente und Anwendungen helfen, räumliche Potenziale frühzeitig zu erkennen, robuste und sensible Gebiete zu unterscheiden, partizipative Prozesse in Gang zu setzen oder Naturwerte sichtbar und verständlich zu vermitteln. Sie helfen dort weiter, wo Entscheide anstehen, Prioritäten gesetzt werden müssen oder Praxiswissen gefragt ist. Der Praxisnavigator führt gezielt zu den gewünschten Themen, Instrumenten und Anwendungsbeispielen – von dynamischen Modellierungen über gesellschaftliche Werte bis hin zu ökonomischen Einschätzungen. Gleichzeitig bietet er Zugang zu sämtlichen ValPar.CH-Publikationen und den öffentlich verfügbaren Datensätzen. Der Praxisnavigator unterstützt Fachstellen und lokale Akteur:innen dabei, gut informierte Entscheide zu treffen und geeignete Massnahmen zu entwickeln. 14:00 - 14:15
10 Jahre Biodiversitätsmonitoring auf dem Demeterbetrieb Schönthal 1: Fachkommission Kulturlandschaft Kloster Schönthal; 2: Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL Résumé Die Betriebsumstellung des rund 100 ha grossen Hofguts Schönthal in Langenbruck 2016 wurde mit einem einzigartigen Monitoring über 10 Jahre vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL begleitet. Gestützt auf einer Baseline-Erhebung wurden Tagfalter im 2-Jahres-Rhythmus und Pflanzen und Wildbienen im 3-Jahresrhythmus untersucht. Die Betriebsumstellung stützte sich auf eine Biodiversitäts- und Landschaftästehtik-Konzept. Daraus folgten in zwei Projektphasen zahlreiche Aufwertungsmassnahmen, die 2026 abgeschlossen sein werden. Dies gilt auch für das umfangreiche Monitoring-Projekt. Die vorläufigen Endergebnisse bestätigen die beabsichtigen Wirkungen der Landschaftsaufwertungen in den drei Teilräumen. Die bereits vorbestehende recht hohe biologische Vielfalt in den einzelnen Lebensräumen, wie artrenreiche Wiesen, Weiden, Gewässer- und Waldrandsäume, Trockenmauern und Grossstrukturen sowie Einzelbäume, erfolgreich gesteigert werden, wie eine Langzeitstudie des FiBL aufzeigt. Das einzigartige Projekt beasiert auf einer engen Zusammenarbeit der Eigentümerschaft (Edith Maryon Stiftung), des Hofguts Schönthal GmbH, mit der Gemeinde, dem Kanton, Naturschutzverbänden und Agrarökologen. Die eigens dafür eingerichtete Fachkommission Kulturlandschaft Kloster Schönthal wird von Raimund Rodewald, SL, geleitet, der auch das Basiskonzept für die Landschaftsaufwertungen erstellte. 14:15 - 14:30
Pärke im Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung der Landschaft 1: Netzwerk Schweizer Pärke; 2: Stiftung Landschaftsschutz Schweiz Résumé Die Schweizer Pärke haben den Auftrag, Natur und Landschaft zu schützen, den ländlichen Raum zu beleben und die regionale Wirtschaft zu fördern, was sie mit grossem Engagement und durchaus erfolgreich tun. Sie stossen aber auch an Grenzen und ihre Rolle wird nicht immer verstanden. Im «Weissbuch Schweizer Pärke» blicken 11 Expert:innen von aussen auf die Pärke und formulieren ihre Ansprüche an diese Modellregionen der Nachhaltigkeit. Eine der Expertinnen ist Franziska Grossenbacher, Co-Geschäftsleiterin der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie anerkennt die Leistungen der Pärke und deren Wille, den Schutz der Landschaft in allen rauwirksamen Tätigkeiten ernst zu nehmen. Gleichzeitig ist die Stiftung auch in Pärken mit problematischen Projekten konfrontiert, welche der Landschaft schaden. «Die Regionalen Naturpärke bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung der Landschaft», schreibt Grossenbacher im Weissbuch. Diesen Spagat, den die Pärke machen müssen, verdeutlichen die weiteren Texte. So sieht beispielsweise Fabienne Thomas von aeesuisse die Pärke als ideale Gebiete für Energieanlagen und Marc Münster von regiosuisse bezeichnet die Pärke als Katalysatoren der Regionalentwicklung. Im Tandem konfrontiert Mireille Rotzetter vom Netzwerk Schweizer Pärke Franziska Grossenbacher mit den unterschiedlichen Ansprüchen, die an die Pärke gestellt werden. So nähern sie sich der wichtigsten Rolle der Pärke an: Jener als Vermittler, Brückenbauer und Lösungsfinder. 14:30 - 14:45
Weiden oder Wald – Bedeutung für die Landschaft und die Biodiversität Pro Natura Résumé Für die Pflanzenvielfalt in der Schweiz sind die Alpweiden absolut zentral: Das Biodiversitätsmonitoring hat gezeigt, dass sie mit durchschnittlich 42 Pflanzenarten pro zehn Quadratmeter die höchsten Artenzahlen aller Landschaften der Schweiz aufweisen. Zudem befinden sich drei Viertel der geschützten Moore und Trockenwiesen im Sömmerungsgebiet. Doch die charakteristischen Alplandschaften der Schweiz werden in verschiedenen Regionen nicht standortangepasst bewirtschaftet. Auf der einen Seite werden laufend biodiversitätsrelevante Weiden intensiviert. Neue Zugangsstrassen, nicht angepasste Kuhrassen, Kraftfutterzufuhr sind nur einige der Treiber der Intensivierung. Auf der anderen Seite wachsen viele Weiden zu, sie verbuschen oder werden gleich zu Wald. Weder der Bund noch die Kantone haben bis heute zeitgemässe Instrumente, diese Entwicklung zu stoppen. Im Vortrag stellen wir die bipolare Entwicklung vor und betrachten einen dritten Weg mit dem Instrument der Waldweide. In der Präsentation stellen wir die Arbeit von Pro Natura im Bereich der Sömmerungsweiden vor, erklären politische Forderungen für die Agrarpolitik 2030+ und die neue Wald- und Hozstrategie 2050, diskutieren mit dem Publikum unsere Lösungsvorschläge. | ||