5. Schweizer Landschaftskongress 2026
3. - 4. September 2026
Davos, Schweiz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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P12 Ökologische Infrastruktur und Biodiversität in der Landschaft
Sitzungsthemen: Ökologische Infrastruktur, Biodiversität und Landschaft
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10:15 - 10:30
A Multifunctional Green and Blue Infrastructure for the Sondrio Province Politecnico di Milano, Italie Zusammenfassung The Alpine region comprises complex and highly vulnerable territorial systems that, despite their significant ecological and landscape capacities, are increasingly exposed to human pressures and the accelerating impacts of climate change. The Interreg Alpine Space project PlanToConnect advances a transnational vision of ecological and multifunctional connectivity, positioning green and blue infrastructure (GBI) as a key lever for Alpine territorial cohesion. A pilot case study in the Province of Sondrio applies an innovative spatial-planning approach based on ecosystem service (ES) mapping and assessment to identify interventions that enhance ecosystem multifunctionality, climate adaptation, and human well-being. By integrating biotic and abiotic spatial datasets, the analysis delineates priority areas for soil protection and enhancement, as well as zones of elevated vulnerability that require strategic design measures to guide the restoration of biophysical capacities. These findings inform three strategic frameworks, conservation-oriented, multifunctional, and regenerative, each associated with specific territorial values and governance objectives and designed to support local strategic planning. Overall, PlanToConnect demonstrates how urban and territorial planning can operationalize green–blue infrastructure to reinforce landscape, environmental, and cultural assets while advancing adaptive climate transitions in Alpine contexts. 10:30 - 10:45
Biodiversitätsstrategie Graubünden – Erfolgsfaktoren und Herausforderungen Amt für Natur und Umwelt Graubünden Zusammenfassung Die Erhaltung und Stärkung der Biodiversität sowie der Natur- und Kulturlandschaft für die nächsten Generationen wurden von der Regierung Graubündens als Regierungsziel im Regierungsprogramm 2021–2024 festgelegt. Die Verwaltung wurde in diesem Rahmen beauftragt, eine Biodiversitätsstrategie Graubünden (BDS GR) zu erarbeiten. Die Biodiversitätsstrategie richtet den Fokus auf das, was die Menschen und die nächsten Bündner Generationen – insbesondere in Zeiten des Klimawandels – am dringendsten an Naturwerten und Ökosystemleistungen benötigen. Die Erarbeitung der BDS GR erfolgte in einem für alle Beteiligten transparenten, kooperativen Prozess. Die betroffenen Dienststellen, Sektoren und Interessensgruppen sowie weitere Interessierte wurden im Rahmen der Projektorganisation in die Arbeit mit einbezogen. Die Umsetzung der Massnahmen der ersten Umsetzungsetappe ist im Jahr 2025 gestartet. Im Vortrag werden verschiedene Erfolgsfaktoren erläutert, welche zum Gelingen des Strategieprozesses beigetragen haben – insbesondere auch das Kommunikationskonzept. Weiter werden die besonderen Herausforderungen eines Bergkantons im Hinblick auf den Erhalt und die Förderung der einzigartigen Natur- und Landschaftswerte aufgezeigt. 10:45 - 11:00
Gesundheit & Landschaft verknüpfen: Der BREATHE-Score als One-Health-Ansatz 1: Schweizerischer Nationalpark, Schweiz; 2: UNESCO Biosfera Engiadina Val Müstair, Fundaziun Pro Terra Engiadina; 3: Paracelsus Medizinische Privatuniversität Zusammenfassung Das Interreg Alpine Space Projekt «LiveAlpsNature» ist ein internationales Alpenraumprojekt, das sich mit der Frage befasst, wie Biodiversität und Tourismus in alpinen Schutzgebieten in ein nachhaltiges Gleichgewicht gebracht werden können. Ein Projektaspekt widmet sich der Gesundheit, auf die sich – basierend auf dem One-Health-Ansatz – die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Tier und Umwelt positiv auswirkt. Damit rückt die Frage ins Zentrum, wie Landschaft und Naturerleben aktiv zu menschlichem Wohlbefinden beitragen und gleichzeitig die Landschaft selbst geschützt werden kann. Um diese Verknüpfung sichtbar und messbar zu machen, entwickelt die PMU in Salzburg derzeit den BREATHE-Score. Er bewertet das Gesundheitspotenzial von Wegen und Wanderpfaden anhand von fünf Dimensionen und macht so die gesundheitsrelevanten Eigenschaften eines Naturraums systematisch erfassbar. Im Frühling 2026 erfolgt die erste praktische Umsetzung dieser Methode im Unterengadin in und ausserhalb der UBEVM in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalpark. Es wurde ein Pfad zum Testen und evaluieren ausgewählt der im Rahmen des Modellvorhabens INSCUNTRAR bereits auf seine Landschaftsqualität untersucht wurde. Der BREATHE-Score zeigt den Besuchenden die Wirkung eines solchen Pfades auf die fünf verschiedenen Gesundheitsdimensionen. Gleichzeitig sorgt er durch die Sensibilisierung auf die Freizeitgestaltung für eine vermehrte Rücksichtnahme auf sensible Naturräume. 11:00 - 11:15
Tree cover changes in Switzerland in 40 years: impacts for biodiversity 1: WSL-Institut SLF; 2: eawag Zusammenfassung The abandonment of agricultural activities results in woody encroachment, converting species rich mosaic habitats like dry meadows, bogs, and fens into expanding forested areas. Woody vegetation encroachment not only alters habitat structure but also can drive declines in vascular plant species due to associated effects, such as altered competition. We quantify cover and height of woody plants in Switzerland during a 40-year period. For plant biodiversity data, we use a comprehensive dataset comprising over 4000 vegetation surveys from the effectiveness of habitat conservation monitoring (WBS) in Switzerland. We find that although the greatest increases of woody shrub encroachment are occurring along the southern Alps in Ticino and Graubünden, it is also occurring in habitats in the central and northern Alps at a slower pace. We see both infilling with trees in already existing semi-open forest landscapes as well as upward tree and shrub migration at and above treeline. We found this has significant consequences on habitats of conservation concern, where plant species diversity decreases even at the initial stages of encroachment. When plots contained tree species even less than 0.5 m tall, plant species richness was 50% lower than in plots without tree species. By analyzing the drivers and consequences of agricultural abandonment, our project aims to offer scientific insights for mitigating the adverse impacts on biodiversity associated with land use changes. | ||