5e Congrès du paysage suisse 2026
3 - 4 septembre 2026
Davos, Suisse
Programme de la conférence
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Récapitulatif du jour |
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P09 Loisirs et santé dans le paysage
Sujets de la session: Détente et santé dans le paysage
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| Présentations | ||
10:15 - 10:30
Des personnes en bonne santé dans des paysages sains : regard européen BAFU Résumé Le domaine de la santé et celui du paysage sont étroitement liés. La qualité du paysage contribue au bien-être et à la santé tant physique que mentale, ainsi que sociale, conformément aux trois dimensions de la santé, telle que définie par l’OMS. En miroir, la dégradation, l’appauvrissement et l’uniformisation du paysage nuisent au bien-être et à la santé. Le 26.02.2025, le Comité des Ministres du Conseil de l’Europe a adopté une Recommandation sur la contribution du paysage à la santé. Renforcer les qualités paysagères peut ainsi être considéré comme une mesure de santé publique. Cette reconnaissance politique de l’enjeu est une première étape importante mais elle doit être suivie par des démarches de mise en œuvre. Plusieurs initiatives à travers le continent européen concourent à la mise en œuvre de cette vision. 10:30 - 10:45
Mehr als Erholung: Berufliche Mensch-Landschaft-Beziehungen und Wohlbefinden WSL Résumé Landschaften sind komplexe sozio-ökologische Räume, in denen physische, soziale und wahrnehmungsbezogene Dimensionen zusammenwirken und durch ihre Erholungs-, Freizeit- und Interaktionsfunktionen zur mentalen Gesundheit beitragen. Während sich die Landschaftsforschung bislang überwiegend auf ästhetische und erholungsbezogene Qualitäten konzentriert hat, wurde der Einfluss beruflicher Mensch-Landschaft-Beziehungen – etwa von Land- und Forstwirt:innen – auf das psychische Wohlbefinden bislang nur unzureichend untersucht. Für diese Akteur:innen sind Landschaften keine primären Erholungsräume, sondern Orte kontinuierlicher Interaktion, geprägt durch Arbeitsanforderungen, ökologische Unsicherheiten und soziale Aushandlungsprozesse. Die Studie untersucht, wie unterschiedliche Formen der Landschaftsbeziehung in peri-urbanen Räumen das psychische Wohlbefinden beeinflussen und inwiefern Nutzungskonflikte zwischen beruflich und freizeitbezogen mit Landschaften verbundenen Akteur:innen entstehen. Methodisch basiert die Untersuchung auf einer explorativen qualitativen Inhaltsanalyse leitfadengestützter Interviews mit Personen, die im Metropolitanraum Zürich beruflich mit Landschaften interagieren. Die Ergebnisse sollen Impulse für Landschaftspolitik, Forschung und Praxis liefern und zu einer inklusiveren Planung sowie zu umweltbezogenen Strategien beitragen, die vielfältige Landschaftsbeziehungen anerkennen und das psychische Wohlbefinden im Alltag fördern. 10:45 - 11:00
Ressource Landschaft: Perspektiven für Tourismus, Forst und Gesundheit 1: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften; 2: Schweizerische Gesellschaft Naturtherapie und Waldbaden Résumé Der Kur- und Gesundheitstourismus in Davos hat eine lange Tradition. Anhand dieses historischen Hintergrunds zeigt das Referat, welche gesundheitsfördernden Eigenschaften Berglandschaften auszeichnen und ob sich diese Wirkungen auf das Mittelland übertragen lassen. Im Fokus stehen naturgestützte Interventionen wie Waldbaden, Waldcoaching, Waldtherapie und Landschaftstherapie, deren Verbreitung in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Auf Grundlage des bio-psycho-sozio-ökologischen Menschenbildes wird erläutert, wie Landschaften sowohl körperliche als auch psychische und soziale Gesundheit fördern können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der wechselseitigen Beziehung zwischen Biodiversität und Mensch. Studien belegen, dass insbesondere naturnahe Landschaften Stress deutlich reduzieren, etwa durch nachweisbare Effekte auf Herzfrequenz und Hirnaktivität sowie durch subjektive Stresswahrnehmung (u. a. im Projekt «Therapeutische Landschaften der Schweiz», BAFU, ZHAW). Der Vortrag erläutert zudem Merkmale mit Relevanz für gesundheitsfördernde Wälder (Bachinger et al. 2025). Daraus ergeben sich neue Perspektiven für das Landschaftsmanagement sowie konkrete Ansätze für Forstwirtschaftstriebe. Abschliessend werden Nutzen, Grenzen, Chancen und Risiken naturbasierter Gesundheitsangebote diskutiert – mit Blick auf nachhaltige Landschaftsentwicklung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. 11:00 - 11:15
Welche akustischen und visuellen Merkmale tragen zur Erholung bei? 1: WSL; 2: EMPA; 3: University of Aberdeen Résumé Menschen in urbanisierten Gesellschaften verbringen häufig Zeit im Grünen, um sich zu erholen. Der Zugang zu Grünräumen ist besonders in dicht besiedelten Gebieten jedoch oft eingeschränkt, und häufig erhöhtem Lärm ausgesetzt, einem wichtigen Umweltstressor. Das RESTORE Projekt zu Erholung in lärmbelasteten urbanen Gebieten (SNF Sinergia Projekt) analysierte die Erholungseignung unterschiedlicher Erholungsräume (z.B.Wälder, Grünanlagen) und das Erholungsverhalten der Bevölkerung. Aus Feldexperimenten ging hervor, dass Strassenverkehrslärm, selbst bei relativ geringen Pegeln ein Hindernis für die Erholung und subjektive Stressbewältigung darstellt. Das BAFU-Projekt «Hören und Stören» hat erforscht, welchen Einfluss visuelle Merkmale (wie z.B. Bäume, Strassen) und akustische Merkmale (Geräusche von Fröschen, Baustellen usw.) auf die Erholung haben. Es hat sich gezeigt, dass eine Verbesserung nicht nur der akustischen Qualität, beispielsweise durch Massnahmen, welche auf eine Verbesserung der Klangqualität abzielen, sondern auch eine Aufwertung der visuellen Qualität der Landschaft deren Erholsamkeit verbessern kann. Aus beiden Projekten ergaben sich – basierend auf Vor-Ort Befragungen in Erholungsräumen sowie Befragungen der Bevölkerung zu ihrem Erholungsverhalten als auch Experimenten im Labor – Folgerungen zur Grösse von Erholungsorten in besiedelten Gebieten sowie konkrete Vorschläge zur Gestaltung von Erholungsorten, die im Vortrag genauer ausgeführt werden. | ||