5. Schweizer Landschaftskongress 2026
3. - 4. September 2026
Davos, Schweiz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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P06 Landschaftskultur und Tourismus
Sitzungsthemen: Tourismus und Infrastruktur in der Landschaft
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11:40 - 11:55
Landschaftsqualität und hohe Baukultur als Chance für den Tourismus 1: Staatssekretariat für Wirtschaft SECO; 2: Bundesamt für Kultur BAK; 3: BAFU Zusammenfassung Die Attraktivität der Schweiz als Reisedestination beruht wesentlich auf ihre hohen landschaftlichen und baukulturellen Qualitäten. Dieser bedeutende Standortfaktor soll bewahrt und weiterentwickelt werden, damit sowohl der Tourismus als auch die Bevölkerung langfristig profitieren. Dazu hat sich der Bundesrat in seinen sektoralpolitischen Strategien zur Landschaft, zur Baukultur und zum Tourismus verpflichtet. Ziel ist es, die Koordination und Kooperation der drei Bereiche zu stärken und konkrete vielversprechende Vorhaben zu fördern. In bestehenden und neuen Gefässen wurde der Dialog und Wissenstransfer zwischen der Tourismuswirtschaft und den Akteuren aus den Bereichen Landschaft und Baukultur intensiviert, etwa am Forum Baukultur oder an einem Netzwerkanlass auf der Rigi. Weiter stehen Sensibilisierungs-, Kommunikations- und Wissensaufbauaktivitäten im Fokus, z. B. die Studie «Chance Landschaft - Eine touristische Potenzialbetrachtung» oder die Kampagne «RespekTiere deine Grenzen». Zudem werden im Rahmen bestehender Instrumente konkrete Projekte gefördert und strategisch begleitet, z. B. die ISOS-Kampagne «Verliebt in Schöne Orte» oder «Swisstainable». BAFU, BAK und SECO möchten anhand dieser vielfältigen Tätigkeiten die wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnisse im Themendreieck Landschaft, Baukultur und Tourismus präsentieren. Dabei sollen die zentralen Erfolgsfaktoren und Hindernisse herauskristallisiert und mit dem Publikum gespiegelt werden. 11:55 - 12:10
Tourismus in den Schweizer Pärken Netzwerk Schweizer Pärke Zusammenfassung Die Schweizer Pärke sind einzigartige Natur- und Kulturlandschaften, in denen der Tourismus ein wichtiger wirtschaftlicher Pfeiler ist für die nachhaltige Regionalentwicklung. In der gemeinsamen Tourismusvision der Schweizer Pärke 2030 (https://www.parks.swiss/?action=get_file&id=109&resource_link_id=538) wird festgehalten: «Wir, die Schweizer Pärke, engagieren uns dafür, dass Tourismus- und Freizeitaktivitäten in den Pärken eine positive Wirkung auf die Bewohner:innen und die Gäste, die Kultur und die lokale Wirtschaft haben bei gleichzeitiger Erhaltung und Aufwertung von Natur und Landschaft.» Um dies zu erreichen, wird bei der Besucherlenkung darauf geachtet, dass die Natur und Landschaft geschont werden und dass die Angebote bezüglich Natur, Landschaft und Kultur sensibilisieren und Bildungsaspekte beinhalten, wie z. B. interaktive Themenwege oder die kulinarischen Schatzsuchen «Savurando». 12:10 - 12:25
Ahnentourismus in der Schweiz Fachhochschule Graubünden Zusammenfassung Durch Schneemangel und Klimawandel ist ein grosser Teil des schweizerischen Tourismus auf einen Strukturwandel angewiesen. Unter dem Leitmotiv «Kultur – der Schnee der Zukunft» arbeitet die Fachhochschule Graubünden seit Längerem mit alpinen Destinationen an der internationalen Positionierung des kulturellen Erbes. Eine bisher kaum genutzte Nische ist der sogenannte Ahnentourismus, also die gezielte Ansprache von Nachkommen ausgewanderter Familien. Dessen Zielgruppe ist gross und wächst stetig, denn die Schweiz war und ist stark von Auswanderung geprägt. Studien zeigen, dass Ahnentouristinnen und -touristen vor Ort mehr Leistungen nachfragen, eine starke emotionale Bindung entwickeln und davon auch psychologisch profitieren. Neue Technologien wie DNA-basierte Ahnenforschung sowie das wachsende Bedürfnis nach kultureller Identität begünstigen das Marktwachstum. Zur erfolgreichen Monetarisierung braucht es jedoch geeignete Angebote in den Destinationen und zentrale Informationsstellen für Interessierte. Solche Initiativen existieren in der Schweiz bisher kaum. Das Projekt «Ahnentourismus in der Schweiz» will diese Lücke schliessen und Wissen sowie Angebote für alpine Kulturdestinationen aufbauen. Dazu wurden in Zusammenarbeit mit dem Kulturarchiv Oberengadin verschiedene Ahnentouristen und Ahnenforschende befragt, um ein tieferes Verständnis für deren Berdürfnisse und Verhalten in der Destination zu gewinnen. | ||