Tagung des Deutschen Spanischlehrkräfteverbands –
Jornadas hispánicas 2026
Umbrales. Polifonía, pluricentrismo y post-digitalidad
26.–28. Februar 2026 in Freiburg
Veranstaltungsprogramm
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Tagesübersicht |
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Sektion 7: Perspectivas decoloniales
Sitzungsthemen: Sektion 7: Perspectivas decoloniales
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Präsentationen | ||
14:00 - 14:45
Garífuna - Bildungsmaterial über die Kämpfe von afro-stämmigen Gemeinschaften in Lateinamerika Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL e.V.), Deutschland Die Geschichte der afro-indigenen Garífuna aus Zentralamerika ist eng mit der kolonialen Expansion Europas verbunden. Um ihre Herkunft ranken sich verschiedene Legenden. Seit ihrer Ankunft in der Karibik (vermutl. 1625) mussten sie für ihre Rechte kämpfen - und müssen es heute noch. Bildungsmaterialien (Spanisch, Sek II) des FDCL e.V. thematisieren die einzigartige Geschichte und aktuellen Herausforderungen der Garífuna-Gemeinden in Honduras. Durch die Materialien "navigiert" Jéssica Fernández, eine Garífuna-Aktivistin. Mit Audioausschnitten kommt sie immer wieder zu Wort und bringt so den SuS näher, warum Gemeinden entschlossen haben, sich gegen die Expansion von Ölpamenplantagen zu organisieren und welche Gefahren das für sie bedeutet. Honduras zählt zu den gefährlichsten Ländern weltweit für Umwelt- und Landrechtsaktivist*innen. Mit Jéssica lernen die SuS auch die Gemeinde Vallecito kennen, die Teil des angestammten Landes der Garífuna ist. Dieses Stück Land wurde Großgrundbesitzern und Narcos abgetrotzt, die sich dort breit gemacht hatten. Hier entsteht eine Gemeinschaft, die sich in Zukunft mit den eigenen traditionellen Lebensmitteln selbst versorgen möchte, in der kleinen Dorfschule steht Garífuna auf dem Lehrplan und bald soll eine indigene Universität eröffnet werden, die indigenes mit okzidentalem Wissen in Dialog bringt. Während des Vortrags werden die Materialien vorgestellt und diskutiert.
14:45 - 15:30
Der Umgang mit dem kolonialen Erbe in Lateinamerika und Spanien am Beispiel der Statuen und Monumente Herder Gymnasium, Berlin Charlottenburg Aktuell findet eine kritische Revision der geschichtlichen Darstellung der Ankunft von Kolumbus in Lateinamerika statt. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Debatte über die Frage, wie und vom wem die Geschichte der Invasion Lateinamerikas ab 1492 erzählt werden soll, sondern auch die Hinterfragung der heldenhaften und verehrenswerten Darstellung wichtiger Persönlichkeiten dieser Zeit im öffentlichen Raum, allen voran Christoph Kolumbus. In zahlreichen Städten Lateinamerikas, aber auch Spaniens, gab und gibt es Proteste gegen Monumente und Statuen von Personen aus der Kolonialzeit und es wird kontrovers über den Umgang mit ihnen in der heutigen Zeit diskutiert. Die Forderung reichen von Zerstörung über kritische Sichtbarmachung ihrer Rolle vor Ort, da, wo sie sich befinden, bis hin zur Bewahrung im Museum. Im Vortrag / Workshop soll ein Unterrichtsvorschlag für den Unterricht der Oberstufe ab Klasse 11 vorgestellt und diskutiert werden, der sich kritisch mit den aktuellen Debatten und Diskursen zum Umgang mit dem kolonialen Erbe am Beispiel der Monumente und Statuen auseinandersetzt. Dabei sollen vornehmlich Lateinamerika und Spanien, aber auch die eigene Umgebung im deutschsprachigen Raum in den Blick genommen werden, um im Sinne politischer Bildung die eigene Position kritisch zu reflektieren und zu einem politischen Bewusstsein und zur Handlungskompetenz beizutragen.
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