Tagung des Deutschen Spanischlehrkräfteverbands –
Jornadas hispánicas 2026
Umbrales. Polifonía, pluricentrismo y post-digitalidad
26.–28. Februar 2026 in Freiburg
Veranstaltungsprogramm
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Tagesübersicht |
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Sektion 1: Transformaciones en la era de la IA
Sitzungsthemen: Sektion 1: Transformaciones en la era de la IA
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11:00 - 11:45
Chatbots im Spanischunterricht Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutschland Chatbots sind bisher im Unterricht hauptsächlich für Recherchen und Schreibtätigkeiten eingesetzt worden und befinden sich größtenteils in einer notwendigen Phase der Erprobung (vgl. SWK 2024). Hieraus gehen bereits erste Studien hervor, wie z.B. über ChatGPT im Geschichtsunterricht (vgl. Mierwald & Watson 2025) oder über das Korrekturtool von Fobizz, einer deutschsprachigen Plattform für unter anderem KI-Tools (vgl. Mühlhoff & Henningsen 2024). Für die Anwendung von Chatbots im Spanischunterricht wird das Fobizz-Tool „KI-Assistenten“ im vorliegenden Beitrag auf die Probe gestellt: Welche Bedürfnisse stellen Lernende an Chatbots? Wie können die Chatbots möglichst lernförderlich gepromptet werden? Im Juli 2025 haben 31 SchülerInnen (11./12. Klasse, berufliches Gymnasium) nach einer Pilotphase mit zwei Chatbots über den Nutzen von und Anforderungen an Chatbots reflektiert und dann acht verschiedene Chatbots getestet sowie evaluiert. Die hierfür erstellten Chatbots trainieren Gesprächssituationen (z.B. in der Jugendherberge oder mit dem/der Austauschpartner(in)) oder üben gezielt sprachliche Mittel (z.B. Wortschatz oder Konjugationen). Die zielgruppengenaue Anpassung an das Niveau ist dabei ein zentraler Vorteil gegenüber bspw. ChatGPT: Während die Lernenden bei ChatGPT mit einen hohen Sprachniveau der KI-Antworten umgehen müssen (vgl. de Florio-Hansen 2024), können die Fobizz-Chatbots einfach auf die beherrschten sprachlichen Mittel auf einer Niveaustufe oder auf bestimmte zu trainierende Mittel ausgerichtet werden. Die Studie zeigt positive Evaluationen vonseiten der Lernenden, Niederschwelligkeit bei der Erstellung und Nutzung, aber auch die technischen Grenzen des untersuchten Tools. (SWK) Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (2024): „Large Language Models und ihre Potenziale im Bildungssystem. Impulspapier der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz.“ Bonn. De Florio-Hansen, Inez (2024): KI-Tools für den Englischunterricht. Ein praxisnaher Ratgeber mit zahlreichen Unterrichtsbeispielen. Ibidem: Hannover, Stuttgart. Mierwald, Marcel; Watson, Nicola (2025): „Ambivalenzen generativer KI in Schule und Unterricht.“ Leibniz-Institut für Bildungsmedien. Georg-Eckert-Institut. Mühlhoff, Rainer; Henningsen, Marte (2024): „Chatbots im Schulunterricht: Wir testen das Fobizz-Tool zur automatischen Bewertung von Hausaufgaben“ (Verlag/ Ort fehlen). 11:45 - 12:30
Sprachbewusstheit auf Knopfdruck? Mit KI-Textgeneratoren zur Reflexion des Spanischen anregen Philipps-Universität Marburg, Deutschland In den aktuellen Bildungsstandards für die erste Fremdsprache wird ein neuer Kompetenzbereich verankert: die fremdsprachenspezifische digitale Kompetenz. Diese wird als transversale Kompetenz verstanden, die alle Kompetenzbereiche – einschließlich der Sprachbewusstheit – durchdringt (Kultusministerkonferenz 2023, S. 25–26). Besonders betont wird dabei eine kritisch-reflektierte Nutzung digitaler Werkzeuge zur Unterstützung des eigenen Sprachenlernens (vgl. auch Reinhardt 2023). Ein Beispiel für solche Werkzeuge sind KI-Textgeneratoren wie ChatGPT. Sie lassen sich nicht nur zur Schreibproduktion, sondern auch gezielt zur Sprachreflexion nutzen (vgl. Reinhardt, im Druck). Wie Untersuchungen zeigen, gibt es eine Diskrepanz zwischen dem von Lernenden subjektiv wahrgenommenen und dem tatsächlichen Verständnis von KI – ebenso wie zwischen deren basaler Nutzung und einer kritischen Auseinandersetzung damit (Korell et al. 2025). Um kritisch-reflektierende Kompetenzen zu fördern, sollte KI daher gezielt in den Spanischunterricht integriert werden. Doch wie kann das konkret aussehen? Wie lassen sich Textgeneratoren so einsetzen, dass Lernende zum Nachdenken über die spanische Sprache angeregt werden und dabei den KI-Output hinterfragen? Der Workshop bietet praxisnahe Impulse, wie Lehrkräften mithilfe von KI Sprach- und Medienbewusstheit fördern können. Nach einem kurzen, erfahrungsorientierten Input mit kleinen Selbstexperimenten entwickeln die Teilnehmenden eigene Unterrichtsmaterialien, die direkt im Spanischunterricht einsetzbar sind. Bibliographie: Korell, J. L., Nijhawan, S., Ißler, R., & Viebrock, B. (2025). Fremdsprachenlernende und Künstliche Intelligenz: Eine empirische Untersuchung zu Kenntnissen, Meinungen und Nutzungsweisen von Englisch-, Französisch- und Spanischschüler:innen der Sekundarstufen I und II. Zeitschrift für Fremdsprachenforschung, 36(1), 135–156. https://doi.org/10.3278/ Kultusministerkonferenz. (2023). Bildungsstandards für die erste Fremdsprache (Englisch/Französisch) für den Ersten Schulabschluss und den Mittleren Schulabschluss (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.10.2004 und vom 04.12.2003 in der Fassung vom 22.06.2023). https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2023/2023_06_22-Bista-ESA-MSA-ErsteFremdsprache.pdf Reinhardt, J. (2023). Sprachbewusstheit 2.0: Digitalised language awareness. PraxisForschungLehrer*innenBildung, 5(3), 258–281. https://doi.org/10.11576/pflb-6389 Reinhardt, J. (im Druck). Los generadores de texto con IA: Mit und durch KI-Textgeneratoren Schreiben lernen und Sprachbewusstheit fördern. Der fremdsprachliche Unterricht Spanisch, 89, 30–37.
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