Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Posters 4: Ready to Practice - Anatomie, Simulation und digitale Formate
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Evaluation der Präp AG an der MHB – Kompetenzgewinn durch partizipative Anatomielehre 1Skills Lab, Medizinische Hochschule Brandenburg - Theodor Fontane, Neuruppin, Deutschland; 2Institut für Anatomie, Medizinische Hochschule Brandenburg - Theodor Fontane, Neuruppin, Deutschland Einleitung: Die makroskopische Anatomie ist das Fundament klinischen Handelns (1). Trotz digitaler Innovationen stellt die Arbeit am Präparat für damit einhergehende ethische und moralische Fragestellungen sowie das Verständnis räumlicher Relationen eine wichtige Säule dar (2). An der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) wurde die Präp AG etabliert – ein Format mit aktiver Beteiligung von Studierenden, um über das reguläre Curriculum hinaus anatomische Konzepte haptisch und topografisch zu vertiefen. Methodik: In einer Querschnittsstudie wurden Studierende der MHB mittels Online-Fragebögen zur Nutzung der AG sowie zum subjektiven Zuwachs an Wissen und praktischen Fertigkeiten befragt. Ein Fokus lag auf der Evaluation des Lernumfelds, das durch die Zusammenarbeit von Lehrenden und Studierenden geprägt ist. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer und quantitativer Methoden. Ergebnisse: Die Daten belegen eine hohe Akzeptanz des Formats, 61% der Befragten haben bereits am Präpariertag/-kurs teilgenommen. 78% der Teilnehmenden berichten von einem signifikanten Zuwachs an Sicherheit hinsichtlich der Gewebedifferenzierung und manueller Fertigkeiten (z.B. Präparationstechnik). Das hybride Modell aus Supervision und studentischer Eigenverantwortung wird als besonders lernförderlich bewertet. So geben 81% der Teilnehmenden an, dass Sie mithilfe der Präp AG anatomische Fragestellungen / Probleme aufklären konnten. Diskussion: Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der praktischen Anatomielehre für die „Professional Hand“ (3). Die studentisch organisierte AG ermöglicht eine Intensivierung der Lehre, die über rein kognitive Wissensvermittlung hinausgeht und klinisch-praktische Basiskompetenzen festigt, welche im Standardcurriculum oft zeitlich begrenzt sind. Schlussfolgerung: Partizipative Modelle wie die Präp AG sind eine sinnvolle Ergänzung der medizinischen Lehre. Sie fördern die feinmotorische Ausbildung und sollten als fester Bestandteil moderner Anatomiekonzepte zur Sicherung der chirurgischen und klinischen Nachwuchsqualität integriert werden. Etablierung eines praktischen Leichenschaututoriums im Peer-Teaching Format 1Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, Deutschland; 2Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland Hintergrund: Die Durchführung einer Leichenschau ist eine wichtige, nicht delegierbare ärztliche Tätigkeit und im NKLM als Lernziel VIII.7-02.6.4 mit dem Kompetenzniveau 3a verankert. Dennoch bestehen innerhalb der Ärzt*innenschaft Defizite in der Durchführung und Dokumentation der Leichenschau. So zeigten Zack et al. (2017), dass 97,8 % der untersuchten Todesbescheinigungen fehlerhaft waren (1). Im Göttinger Lernzielkatalog ist die Durchführung der Leichenschau dem Kompetenzniveau „angewendet/durchgeführt“ zugeordnet. Die entsprechende Lehre ist im 1. klinischen Semester und im Praktischen Jahr verortet. Aufgrund des häufig großen zeitlichen Abstands zwischen Lehre und praktischer Anwendung berichten viele PJler*innen über Unsicherheiten, die nicht immer durch betreuende Ärzt*innen aufgefangen werden können. Ziel der Etablierung eines Leichenschau-Tutoriums ist es daher, die Zeit zwischen Lehre und Anwendung durch Wiederholung und Vertiefung mittels realer Übung zu überbrücken und so langfristig möglicherweise auch die Anzahl fehlerhaft ausgefüllter Todesbescheinigungen zu reduzieren. Projektbeschreibung: In Kooperation mit der Abteilung Rechtsmedizin wurde ein Leichenschau-Tutorium im Peer-Teaching-Format für Kleingruppen im STÄPS, dem SkillsLab der UMG, etabliert. Das Tutorium gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der theoretische Teil umfasst unter anderem sichere Todeszeichen, die Unterscheidung zwischen natürlicher und nicht natürlicher Todesursache, das strukturierte Vorgehen bei einer Leichenschau sowie das Ausfüllen der Todesbescheinigung. Im praktischen Teil führen die Teilnehmenden eine Leichenschau an einer Leiche durch. Evaluation: Alle Teilnehmenden der Evaluation (n = 20) schätzen dieses Tutorium für ihre zukünftige ärztliche Tätigkeit als äußerst relevant ein. Hinsichtlich des Lernsettings werden der Themenhorizont sowie die Mischung aus Theorie und Praxis positiv bewertet. Besonders die Möglichkeit der praktischen Übung wird hervorgehoben. Ziel des Tutoriums ist die Verbesserung der Fähigkeiten der Teilnehmenden, was bei allen Lernzielen erreicht wurde. Schlussfolgerung: Die Etablierung eines Leichenschau-Tutoriums im Peer-Teaching-Format ist möglich, erfordert jedoch klare Absprachen zwischen allen Beteiligten. Eine feste Planung des Tutoriums ist aufgrund der variablen Verfügbarkeit einer Leiche nicht möglich, was zu einem erhöhten organisatorischen Aufwand führt und Flexibilität sowohl vom Tutor*innen-Team als auch von den Teilnehmenden erfordert. Dieses Tutorium ermöglicht den Studierenden die zusätzliche Vertiefung ihrer Fertigkeiten in einem wichtigen Bereich ihrer zukünftigen ärztlichen Tätigkeit. Selbstständig lernen, sicher handeln: Die VR-Leichenschau als digitale Selbstlerneinheit Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Institut für Didaktik und Lehrforschung in der Medizin, Medizinisches Interprofessionelles Trainingszentrum (MITZ), Dresden, Deutschland Hintergrund & Motivation: Beschreibung des Projekts: Kritische Reflexion: Ausblick: Rundum vorbereitet: Virtuelle OP-Einführung mit 360°-Panoramen 1Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Institut für Didaktik und Lehrforschung in der Medizin, Medizinisches Interprofessionelles Trainingszentrum (MITZ), Dresden, Deutschland; 2Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Institut für Didaktik und Lehrforschung in der Medizin, Dresden, Deutschland Hintergrund Methoden Die Anwendung ermöglicht die eigenständige Erkundung grundlegender Aspekte des OP-Saals, darunter Einschleusprozess, Hygienemaßnahmen, Rollenverteilung und medizinische Geräte. Die Wissensvermittlung erfolgt über Erklärtexte, Videos und Bilder. Die Anwendung ist sowohl für Medizinstudierende als auch für Auszubildende medizinischer Fachberufe (z. B. OTA, ATA) geeignet. Die Evaluation der Anwendung umfasste die Benutzerfreundlichkeit, erfasst mithilfe der validierten System Usability Scale (SUS), sowie die wahrgenommene Akzeptanz, Attraktivität und eine Gesamtnote. Attraktivität und Gesamtnote wurden mittels einer Likert-Skala erhoben, ergänzt durch qualitative Freitextantworten, die explorativ ausgewertet wurden. Ergebnisse Interpretation und Ausblick Wer schreibt den Fall? Vor- und Nachteile KI-gestützter Fallbeispiel- und Rollenskripterstellung Universität Witten/Herdecke, Lehrstuhl für die Ausbildung personaler und interpersonaler Kompetenzen im Gesundheitswesen, Deutschland Hintergrund: Die Erstellung qualitativ hochwertiger und realitätsnaher Fallbeispiele und Rollenskripte für Simulationspersonen (SP´s) ist ein zentraler Bestandteil der simulationsbasierten Lehre. Traditionell erfolgt dies durch Lehrende oder unter Einbezug betroffener Patientinnen und Patienten. Mit dem Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz (KI) inklusive ihrer textbasierten Large Language Models (LLMs) eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Unterstützung dieses Prozesses. Gleichzeitig werfen KI-gestützte Verfahren grundlegende Fragen zur Authentizität und Vielfalt von Fallbeispielen, zum verantwortungsvollen Umgang mit realen oder pseudonymisierten Patientendaten, zur Reproduktion von Stereotypisierungen, zur Klärung geistiger Eigentumsrechte sowie zur gezielten didaktischen Ausrichtung an curricularen Lernzielen auf. Ziel / Fragestellung: Ziel ist es, die Vor- und Nachteile der KI-gestützten Erstellung von Fallbeispielen und Rollenskripten in simulationsbasierten Lehrformaten des Medizin-Studiums im Vergleich zu patienten- und expertenbasierten Ansätzen darzustellen und kritisch zu diskutieren. Im Fokus steht daraus ableitend folgende Fragestellung: Welche Vor- und Nachteile sind mit der KI-gestützten Erstellung von Fallbeispielen und Rollenskripten in der medizinischen Ausbildung im Vergleich zu patienten- und expertenbasierten Ansätzen verbunden? Methodik: Es wurde ein literaturbasierter Vergleich durchgeführt. Konkret wurde aktuelle Literatur zu Einsatzmöglichkeiten generativer KI in der medizinischen Ausbildung im Hinblick auf die Erstellung von Fallbeispielen und Rollenskripten analysiert. Ergebnisse: Die KI-gestützte Erstellung von Fallbeispielen und Rollenskripten kann Vorteile hinsichtlich Effizienz, inhaltlicher Variabilität und einer Adaption an Lernziele sowie an Kompetenzniveaus der Studierenden bieten. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass durch die KI-gestützte Rollenskripterstellung „Mainstream-Fälle“ und stereotype Darstellungen forciert werden, wodurch seltene Erkrankungen, komplexe Einzelfälle oder auch Perspektiven von Minderheiten unterrepräsentiert bleiben können. Auch die Gefahr von sogenannten Halluzinationen der KI gilt es zu berücksichtigen. Patientenbasierte Skripte ermöglichen eine hohe Authentizität und Perspektiventiefe, sind jedoch ressourcenintensiv und schwer standardisierbar. Expertenbasierte Ansätze bieten didaktische Struktur und curriculare Passung, erfassen jedoch nicht immer subjektive Patientenerfahrungen. Zusätzlich bestehen offene Fragen zum Datenschutz bei der Nutzung pseudonymisierter realer Fälle sowie zur Klärung geistiger Eigentumsrechte bei KI-generierten Inhalten. Schlussfolgerungen: KI kann die Erstellung von Fallbeispielen und Rollenskripten sinnvoll unterstützen, ersetzt jedoch weder patienten- noch expertenbasierte Ansätze. Ein reflektiertes hybrides Modell erscheint besonders geeignet, um sowohl standardisierte Lehrziele als auch individuelle und seltene Fallkonstellationen abzubilden. Das Poster versteht sich als Diskussionsimpuls zur verantwortungsvollen Integration von KI in der simulationsbasierten Lehre. Dramatis Personae: A Gamified Approach to Foster Interprofessional Collaboration in Medication Safety Education 1Institute of Primary Health Care, University of Bern, Bern, Switzerland; 2Clinical Pharmacology and Toxicology, Department of General Internal Medicine, Bern University Hospital, Bern, Switzerland; 3Institute for Medical Education, University of Bern, Bern, Switzerland Background Medication safety is intrinsically interprofessional, requiring coordinated action across professions as well as involvement of patients/ informal caregivers. Interprofessional content should therefore be learned interprofessionally and through practical approaches reflecting the complexity of real medication processes. Gamification has been shown to be both motivating and effective in collaborative learning settings by promoting engagement and active problem-solving [1]. Learner-centred educational design requires consideration of the perspectives and constraints of actors involved in the medication process. The persona method provides a human-centred framework, translating complex data into narrative-based characters that support perspective-taking and authentic learning experiences [2]. Combining gamification with the persona method, the interprofessional collaboration unit of the CAS Medication Safety programme at the University of Bern was developed as a half-day, experimental, learner-centred module [3]. Project Description The module consisted of short, role-based vignettes implemented as educational games. Using the persona method, roles within the medication process were represented as narrative personas with specific responsibilities, risks, and decision-making contexts. This enabled participants to engage with medication safety challenges from multiple perspectives. Collectively, the games reproduced key stages of the medication safety process, spanning workplace safety, prescribing and validation, handling of look-/sound-alike medications, communication and error management across care settings, as well as medication preparation, administration, and intake from the perspective of patients/ informal caregivers. Gamification elements such as time pressure, scoring mechanisms, and cooperative tasks were integrated to enhance motivation while maintaining alignment with authentic clinical risks. Debriefings facilitated reflection, interprofessional dialogue, and transfer to participants’ practice. Evaluation Evaluation was exploratory, based on written feedback from nine participants. Participants reported high acceptance of the gamified format and emphasized the value of role-switching and practical interprofessional collaboration. Several participants later approached the teaching team to request permission to reuse the games in their own pharmacies, indicating perceived relevance and transferability. Conclusion Combining gamification and the persona method represents a promising learner-centred approach to teaching interprofessional medication safety to postgraduates. By aligning game mechanics with human-centred design, the module supports engagement and perspective-taking across the medication process. Future work will focus on systematic evaluation and adaptation to other patient safety contexts. Correlation of Theoretical and Practical Knowledge in Propaedeutic Exams of Third-Year Medical Students 1Faculty of Medicine, University of Maribor, Slovenia; 2Clinic for Internal Medicine, University Medical Centre Maribor, Slovenia Introduction: Due to time constraints and academic demands, students often rely on memorization rather than deep understanding. This study examined whether discrepancies exist between theoretical knowledge and practical performance in third-year medical students during Objective Structured Clinical Examination (OSCE). Specifically, we assessed whether students understand the theoretical principles underlying physical examinations or merely perform procedures correctly without adequate comprehension. This was evaluated by analysing the correlation between OSCE performance and results on a theoretical knowledge test focused on physical examination principles. Methods: The study included all third-year medical students at our Faculty of Medicine. Data were collected in two phases, assessing both theoretical and practical knowledge. Theoretical knowledge was evaluated using a 13-item closed-ended questionnaire assessing understanding of internal medicine propaedeutics, completed prior to the OSCE. Practical knowledge was assessed through a standardized OSCE consisting of five stations: medical history taking, respiratory, cardiovascular, abdominal, and musculoskeletal examinations. Student performance was evaluated using standardized scoring sheets, with the total score across all stations representing practical knowledge. Results: The theoretical test was completed by 96 students (mean score = 68.14 ± 15.94), while the practical OSCE was completed by 114 students (mean score = 93.92 ± 16.24). Spearman correlation analysis showed a weak but statistically significant positive association between theoretical and practical scores (ρ = 0.21, p = 0.042), suggesting that higher theoretical scores were associated with higher practical scores. However, linear regression analysis revealed that theoretical knowledge did not significantly predict practical performance (β = 0.27, p = 0.605), indicating that the theoretical component did not meaningfully predict practical performance. Conclusion: The weak correlation and lack of predictive value of theoretical knowledge for practical performance indicate that students may carry out clinical tasks without fully understanding the underlying principles. These findings highlight the need to better integrate theoretical knowledge with practical training in medical education. The Comparison of Lung Percussion between Students 1Faculty of Medicine University of Maribor, Maribor, Slowenien; 2Clinic of Internal Medicine, University Medical Centre Maribor, Maribor, Slowenien Introduction: Methods: Results: Conclusions: | ||

