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Präsentationen
„Wie hältst Du’s mit dem Standard?“ – Einheitliche Rollendarstellung von Simulationspersonen in Prüfungen
Anna Lena Uerpmann1, Mathias Bleier-Rox2
1Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, Skills Lab Medizin, Bielefeld, Deutschland; 2Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Institut für Didaktik und Lehrforschung in der Medizin, Medizinisches Interprofessionelles Trainingszentrum (MITZ), Dresden, Deutschland
Ziel und Zusammenfassung: Der Workshop richtet sich an Personen, die an Prüfungen mit Simulationspersonen (SP) beteiligt sind – oder dies künftig sein möchten.
Unter der Leitfrage „Welche Maßnahmen unterstützen eine standardisierte SP-Rollendarstellung in Prüfungen?“ tauschen sich Teilnehmende unterschiedlicher Erfahrungsstufen und Institutionen über Lösungsideen bzw., good practice-Beispiele, Herausforderungen und Maßnahmen zur einheitlichen Rollendarstellung aus. Die gesammelten Informationen werden strukturiert aufbereitet und den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt, um konkrete Impulse für die Weiterentwicklung der eigenen Prüfungspraxis zu geben.
Hintergrund: Kompetenzorientierte Prüfungen mit Simulationspersonen sind in der medizinischen Ausbildung etabliert. Für die Reliabilität dieser Prüfungen ist die Standardisierung der SP-Rollendarstellung ein zentraler Faktor – und damit ein wichtiges Thema für alle Prüfungsbeteiligten [1]. Standardisierung meint hier Einheitlichkeit in Bezug auf den Inhalt der SP-Aussagen, auf die Darstellung körperlicher Symptome und auf das dargestellte Verhalten, das in einer sozialen Interaktion einheitlich verstanden wird [2]. Die Flexibilität der SP-Rollendarstellung in einer Prüfung muss also beschränkt werden und gleichzeitig so weit erhalten bleiben, dass SP in der Interaktion authentisch agieren können. So unterschiedlich die Rahmenbedingungen für praktische Prüfungen an den verschiedenen Standorten sind, so unterschiedlich sind mitunter auch die Maßnahmen zur Erreichung eines möglichst hohen Standardisierungsgrades. Gleichzeitig fehlt es bisher an einem einheitlichen Rahmenwerk, das Empfehlungen zur Umsetzung der Rollenstandardisierung gibt [3]. Vor diesem Hintergrund ist zu vermuten, dass es standortübergreifend ähnliche Herausforderungen gibt, für die mancherorts bereits Lösungen gefunden wurden. Hierzu möchte der Workshop Prüfungsbeteiligten einen Rahmen zum Austausch bieten.
Methodik und Ablauf: Angelehnt an die Methode des Design Thinking werden zunächst im Plenum Herausforderungen und good practice-Beispiele in Bezug auf die Leitfrage gesammelt. Die genannten Aspekte werden dabei entlang von drei inhaltlichen Schwerpunkten geclustert: Standardisierungs-Maßnahmen (i) vor und (ii) nach Prüfungs-Rollentrainings sowie bei der (iii) Prüfungsdurchführung selbst. Anhand dieser Schwerpunkte diskutieren die Teilnehmenden in Kleingruppen anschließend jeweils mit dem Ziel, Herausforderungen und Lösungsideen sinnvoll zusammenzubringen und mögliche offene Probleme als Ausgangspunkt für weitere Erarbeitungen zu beschreiben. Die Kleingruppen visualisieren ihre Ergebnisse und präsentieren sie anschließend in Form eines Gallery Walk. Im Nachgang werden die Ergebnisse strukturiert aufbereitet und den Teilnehmenden als Maßnahmensammlung zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Praxis vor Ort nutzen können.